Am Standort der Zentraldeponie Bochum im Stadtteil Kornharpen machen die Stadtwerke Bochum (SWB) ihr Kraftwerk in den kommenden zwei Jahren fit für die Zukunft. Neu geplante Wohngebiete und ein abnehmendes Methanvorkommen der Zentraldeponie führen zu einer Umbaumaßnahme des bestehenden Deponiegas-Blockheizkraftwerks (DBHKW), teilten die Stadtwerke mit.
Seit mehr als 25 Jahren dient das DBHKW der energetischen Entgasung der ehemaligen rund 370.000 Quadratmeter großen Zentraldeponie. Für die Modernisierung investieren die Stadtwerke rund 8,5 Mio. Euro. Neben dem Bestandsgebäude soll eine neue Leichtbauhalle errichtet werden, die künftig zwei BHKW-Module mit einer Leistung von je 330 Kilowatt (kW) elektrisch und 325 kW thermisch beherbergen wird. Die neuen Aggregate werden in Zukunft weiter für die Umwandlung des Deponiegases in Ökostrom und umweltfreundliche Fernwärme sorgen.
Hinzu kommt eine unabhängige Strom- und Wärmeerzeugungsanlage
Zur Netzverstärkung und Versorgung des geplanten Neubaugebiets "Ostpark" wird in dem bisherigen Kraftwerksgebäude eine weitere, vom Deponiegasaufkommen unabhängige, Strom- und Wärmeerzeugungsanlage errichtet. Sechs Blockheizkraftwerk-Module mit einer Gesamtleistung von 5,1 Megawatt (MW) elektrisch und 6,4 MW thermisch werden nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung für eine effiziente und gesteigerte Energieproduktion sorgen.
"Die Anlage wird über einen Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent verfügen und kann aufgrund der sechs einzelnen Module im Betrieb sehr flexibel auf unterschiedliche Lastanforderungen angepasst werden", erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke. Schalt- und Leittechnikanlagen sowie eine neue 10-kV-Station werden im Zuge der Modernisierung ebenfalls erneuert. (gun)


