Betreiben künftig den Windpark Bescheid-Süd: die Stadtwerke Trier (SWT), die Regionalwerke Trier Saarburg (RTS), die Sparkasse Trier, die Volksbank Trier sowie der Tabakhersteller JTI.

Betreiben künftig den Windpark Bescheid-Süd: die Stadtwerke Trier (SWT), die Regionalwerke Trier Saarburg (RTS), die Sparkasse Trier, die Volksbank Trier sowie der Tabakhersteller JTI.

Bild: © Stadtwerke Trier

Rund 48 Mio. kWh grüne Energie wird ab Ende 2023 ein weiterer Windpark im Hunsrück liefern. Aktuell laufen in der Gemeinde Bescheid, rund 20 Kilometer von Trier (Rheinland-Pfalz), die Bauarbeiten für vier neue Türme mit einer Gesamtleistung von 16,8 MW. Entwicklung und Bau des Projekts liegen in den Händen der Entwicklungsgesellschaft Juwi. Mit der Inbetriebnahme geht der Windpark an die neu gegründeten Betreibergesellschaft Windpark Bescheid Süd GmbH & Co. KG über, wie die Stadtwerke Trier (SWT) mitteilen.

So soll der erzeugte Strom in der Region bleiben und künftig Unternehmen vor Ort zur Verfügung stehen. Für die Betreibergesellschaft haben sich fünf regionale Akteure in einer Konstellation zusammengeschlossen, die es so bisher noch nicht gab: die SWT, die Regionalwerke Trier Saarburg (RTS), die Sparkasse Trier, die Volksbank Trier sowie der Tabakhersteller JTI.

Grünstrom für alle Kunden bis 2030

"Während wir den Bedarf unserer Privat- und Gewerbekunden schon auf diese Weise decken, gehen wir mit dem Windpark Bescheid nun den nächsten Schritt und versorgen erstmals große Industriebetriebe direkt mit eigenem Strom," sagt SWT-Vorstand Arndt Müller.

Die Stadtwerke wollen bis 2030 alle Stromkunden zu 100 Prozent mit Energie aus der Region versorgen, betont Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier und Vorsitzender des SWT-Verwaltungsrats.

Tabakkonzern sichert sich Strommengen

"Am Windpark Bescheid wird deutlich, wie wichtig es ist, dass die regionalen Akteure an dem gleichen Ziel arbeiten", ergänzt Stefan Metzdorf, Landrat des Kreis Trier-Saarburg. Der Kreis ist über die Regionalwerke Trier Saarburg an dem Projekt beteiligt.

Als Mitgesellschafter sichert sich der Tabakhersteller JTI einen Teil der Strommengen. "Unser Stromverbrauch stammt schon zur Hälfte aus erneuerbaren Energien. In den kommenden Jahren wollen wir den Anteil erneuerbarer Energien steigern", erklärt JTIs Werksleiter in Trier, Peter Kilburg. Bis 2030 will der international tätige Konzern klimaneutral wirtschaften.

Stromkunden können investieren

Die SWT übernehmen im Rahmen der Kooperation das Bilanzkreismanagement. Darüber hinaus bietet der kommunale Versorger seinen privaten Stromkunden die Möglichkeit über eine Onlineplattform in den Windpark Bescheid zu investieren.

Dabei handelt es sich um ein qualifiziertes Nachrangdarlehen. Interessenten können Anteile mit einem Volumen zwischen 500 und 20.000 Euro zeichnen, heißt es. Die Verzinsung beträgt drei Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren. (jk)

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