Der norwegische staatliche Energiekonzern Statkraft hat in Deutschland 35 ältere Windparks mit einer Leistung von aktuell 310 MW gekauft. (Symbolbild)

Der norwegische staatliche Energiekonzern Statkraft hat in Deutschland 35 ältere Windparks mit einer Leistung von aktuell 310 MW gekauft. (Symbolbild)

Bild: © Patrick Pleul/dpa

Der norwegische staatliche Energiekonzern Statkraft hat in Deutschland 35 ältere Windparks mit einer Leistung von aktuell 310 Megawatt (MW) gekauft. In Frankreich wurden vier Parks mit 27 MW erworben. Verkäufer ist der Windparkbetreiber Breeze Two Energy, wie Statkraft Deutschland mitteilt. Der Kaufpreis liegt bei insgesamt 413 Mio. Euro.

Damit verdoppele sich die Windkraftkapazität von Statkraft in Deutschland auf 614 MW. Das Unternehmen rücke damit in die Riege der zehn größten Windparkbetreiber Deutschlands auf, hieß es. In Deutschland will das Unternehmen bis 2030 einen Kraftwerks-Park mit einer erneuerbaren Kapazität von mindestens 2000 MW (2 GW) betreiben. Dafür soll mindestens eine Mrd. Euro investiert werden.

Zügiges Repowering

Die 35 neuen Windparks verteilten sich auf sieben Bundesländer und umfassten zwischen einer und 16 Turbinen, die zwischen 15 und 21 Jahren alt seien. An den meisten Standorten können laut Statkraft neue, leistungsfähigere Turbinen installiert werden ("Repowering"). Statkraft strebe eine zügige Erneuerung an, was die Erzeugungskapazität des Portfolios voraussichtlich mehr als verdoppeln werde.

"Die Energiewende im Land wird zu einem erheblichen Teil über Repowering erfolgen", lässt sich Stefan-Jörg Göbel, Country Manager Germany bei Statkraft, in der Pressemitteilung zitieren.

Das norwegische Unternehmen möchte demnach ab 2027 jedes Jahr um 300 bis 500 MW erneuerbare Kapazität wachsen.

Zweite große Transaktion

Statkraft übernehme zusammen mit den Anlagen alle bestehenden Verträge. "Das Unternehmen strebt ein partnerschaftliches Verhältnis mit allen Vertragspartnern an, insbesondere auch mit den Standort-Gemeinden und Anwohnerinnen und Anwohnern", hieß es.

Der Kauf des Breeze Two Portfolios ist die zweite große Transaktion für Statkraft in Deutschland. Bereits Ende 2021 übernahm das Energieunternehmen ein Windparkgeschäft der Breeze Serie. (Die ZfK berichtete)

"Statkraft hat sich aufgrund seiner hohen Wettbewerbsfähigkeit erneut bei einer komplexen Akquisition im deutschen Windmarkt durchsetzen können", resümiert Bastian Meitz, Head of Investment Management Germany.

(jk mit dpa)

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