Zuerst fegte Sturmtief "Klaus", dann "Luis" über Deutschland und brachte die Windräder ordentlich zum Drehen.

Zuerst fegte Sturmtief "Klaus", dann "Luis" über Deutschland und brachte die Windräder ordentlich zum Drehen.

Bild: © Roland Weihrauch/dpa

Rückschlag für erneuerbare Energien, Comeback von Kohle und Gas. Das erste Quartal 2021 hat im deutschen Strommix so manche Wendung im Vergleich zum Vorjahr gebracht, wie Zahlen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme zeigen.

Demnach ging die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien witterungsbedingt von 75,8 Terawattstunden (TWh) auf 56 TWh zurück. Vor allem die Windkraft verlor deutlich. Sie erzeugte knapp ein Drittel weniger Nettostrom als im ersten Quartal 2020.

Kohle und Gas legen deutlich zu

Auch der Wasserkraftanteil am deutschen Strommix ging merklich zurück. Die Energiequelle speiste 24 Prozent weniger Strom ein als noch im Vorjahr.

Die Stromerzeugung aus Gas legte dagegen um satte 46,2 Prozent zu. Auch die Braunkohle stieg um 33,4 und die Steinkohle um 21 Prozent. Kaum veränderte sich die Stromerzeugung aus Kernkraft (+2,5 Prozent) und Biomasse (-3,1 Prozent).

Siehe auch: Nach strengem Winter: Wie geht es weiter mit deutschen Gasspeichern?

Windkraft weiter wichtigste Stromquelle

Trotz des Rückgangs behauptete sich die Windkraft als wichtigste Quelle an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Sie war für gut ein Viertel der Stromproduktion verantwortlich (25,6 Prozent).

Ihr folgten Braunkohle (18,8 Prozent), Gas (16,1 Prozent) und die Kernenergie (12,5 Prozent).

"Rückgang witterungsbedingt"

Der Anteil der erneuerbaren Energien lag im ersten Quartal 2021 insgesamt bei 42,7 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020 waren es noch 55,6 Prozent gewesen.

"Der Rückgang der Stromerzeugung aus Windkraft war witterungsbedingt", erläutert Bruno Burger, Leiter der Energy-Charts. "Die relativen Volllaststunden der Windkraft an Land lagen etwa vier Prozent unter dem langjährigen Mittel. Da die Erzeugung im ersten Quartal 2020 aber neun Prozent über dem langjährigen Mittel lag, fiel der Rückgang gegenüber dem Vorjahr so stark aus." (ab)

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