Der Stromnetzbetreiber Mitnetz hat im vorigen Jahr 357 Mal die Erzeugung von erneuerbaren Energien heruntergefahren. Das war so oft wie seit 2015 nicht mehr. Das ostdeutsche Unternehmen begründete dies mit dem sehr windreichen Jahr 2019. Zuletzt war der Wert mit 534 Eingriffen 2015 höher, als unter anderem der Orkan Niklas über Deutschland gewütet hatte. Mit 217 wurden die meisten Eingriffe in der Netzregion Sachsen-Anhalt verzeichnet, vor Brandenburg mit 123.
Grund für den Anstieg der Netzsicherheitseingriffe sei vor allem der Wind gewesen, sagte der tTechnische Geschäftsführer Adolf Schweer. "Insgesamt verzeichneten wir gegenüber dem Jahr 2018 einen Anstieg von acht Prozent der Strommenge aus Wind. Die installierte Leistung der Windkraftanlagen nahm dabei nur ein Prozent zu", betonte er. An 92 Tagen hätten die Energieerzeugungsanlagen aus Sicherheitsgründen nicht oder nicht voll einspeisen können. 2018 hatte Mitnetz 232 Mal eingegriffen, um Netzüberlastungen zu vermeiden. Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom ist eine 100-prozentige Tochter des Chemnitzer Energieversorgers EnviaM und betreut ein Verteilstromnetz von 74.000 Kilometern Länge in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. (dpa/gun)



