Hürden gebe es nur in den Köpfen, sagt Alan Atzberger, Head of Partnerships bei Metergrid.

Hürden gebe es nur in den Köpfen, sagt Alan Atzberger, Head of Partnerships bei Metergrid.

Bild: © Metergrid

Dezentrale Energielösungen wie Solaranlagen lassen sich auf einem Eigenheim oft einfacher realisieren als auf einem vermieteten Mehrparteienhaus. Ein Trugschluss, meint zumindest Alan Atzberger, Head of Partnerships bei Metergrid. Das Stuttgarter Start-up hat sich auf Mieterstromprojekte spezialisiert.

500 Projekte in drei Jahren

Hürden gebe es bloß in den Köpfen vieler Menschen, so Atzberger im Gespräch mit der ZfK. Sein Unternehmen habe seit der Gründung im Jahr 2021 bereits 500 Projekte umgesetzt. Im Kern vertreibt Metergrid eine Software-as-a-Service(SaaS)-Lösung, kümmert sich auf Wunsch aber um die gesamte Projektabwicklung – "bis der Strom fließt".

Bestand im Blick

Zielgruppe sind Besitzer von Bestandsimmobilien, die darauf Solarstrom erzeugen wollen, etwa Wohnungsbaugesellschaften. Ist die Anlage installiert, bieten sie ihren Mieterinnen und Mietern den selbst erzeugten Strom an und kaufen den Reststrom dazu.

Um möglichst viele Haushalte dafür zu gewinnen, sollte der Strom aus der Photovoltaikanlage günstiger sein als der Reststrom, führt Atzberger weiter aus, aber noch auf einem Niveau, dass der Betreiber eine Rendite erhält und sich die Anlage refinanziert.

Rentabler als einzuspeisen

Das können beispielsweise 25 Cent je Kilowattstunde (kWh) sein. Eine feste Größe gebe es nicht, vielmehr "geht es um die richtige Balance." In jedem Fall sei es rentabler, als die Einspeisevergütung in Höhe von 8,11 Cent/kWh zu beanspruchen. "Wir machen aus 8 Cent pro Kilowattstunde 25."

Selbst Geld verdient Metergrid mit seiner Software, für die je nach Anzahl der angeschlossenen Zähler eine Gebühr anfällt. Dort können sich Betreiber "wie beim Onlinebanking" einloggen und Erzeugung sowie Verbrauch einsehen. Dabei werde aufgeschlüsselt, wie viel PV-Strom ein Haushalt vom Dach bezieht und welche Menge aus dem Netz stammt.

Darüber hinaus lassen sich Rechnungen und andere Dokumente laut Atzberger "per Knopfdruck" erstellen. Dies sei nicht nur einfach, sondern auch rechtssicher, wie er betont.

Verbrauchs-App geplant

Als nächster Schritt steht für das Start-up unter anderem die Skalierung des Geschäftsmodells an. Dazu kommen Nachfolgeprojekte mit bestehenden Kunden. Außerdem ist eine Smartphone-App geplant, die auch Mieterinnen und Mietern ihren Verbrauch aufschlüsseln soll. (dz)

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