Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.

Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.

Bild: © Matthias Balk/dpa

Angesichts rasant gestiegener Energiepreise rät Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Unternehmen und Kommunen zum Bau der eigenen Energieversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Dabei wird Strom vor Ort erzeugt, dort wo er gebraucht wird. Die dabei entstehende Abwärme wird für die Beheizung von Gebäuden, Prozessen oder Fernwärmenetzen genutzt. "Das ist die bayerische Antwort auf die Energiedebatte", sagte der Freie-Wähler-Chef am Freitag in München. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sei die Versorgungssicherheit gewährleistet, die Energiekosten würden reduziert und die CO2-Bilanz verbessert. Das System ist nach Einschätzung Aiwangers nicht nur für Kommunen geeignet, sondern auch für viele Gewerbebetriebe, Krankenhäuser, Hotels oder auch Mehrfamilienhäuser.

Es gibt auch Anlagen, bei denen der Dampf zum Betrieb eines Kühlsystems genutzt wird. "Wer das System jetzt schon hat, der profitiert davon", sagte Aiwanger. Das Wirtschaftsministerium hat vor zwei Jahren eine "KWK-Roadshow" ins Leben gerufen. Die öffentliche Hand fördert Projektstudien zur Machbarkeit einer Anlage mit Summen zwischen 10.000 und 50.000 Euro, wie Aiwanger sagte. Wegen der rapide steigenden Energiekosten will der Wirtschaftsminister nun verstärkt für die Technologie werben. Konzipiert und fachlich begleitet wird die KWK-Roadshow vom Institut für Energietechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden unter der Führung von Markus Brautsch. (dpa/gun)

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