In Berlin setzt beispielsweise die Mediaspree auf die Ansiedlung von Kommunikations- und Medienunternehmen.

In Berlin setzt beispielsweise die Mediaspree auf die Ansiedlung von Kommunikations- und Medienunternehmen.

Bild: © Matthias Heib/AdobeStock

Von Daniel Zugehör

Die meisten Gebäude in der Hauptstadt können an zentrale Wärme- oder Wasserstoffnetze angeschlossen werden. Ein Drittel dagegen werde auch in Zukunft eigene Heizanlagen benötigen. Das zeigt die sogenannte verkürzte Wärmeplanung, die der Berliner Senat jetzt vorgelegt hat.

Wie jede Großstadt muss die Hauptstadt bis 2026 einen umfassenden Wärmeplan vorlegen. Dieser soll aufzeigen, wo künftig zentrale Wärmenetze eingesetzt werden und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen notwendig bleiben. Die verkürzte Wärmeplanung ermöglicht es, anhand eines einfachen Prüfverfahrens Gebiete zu identifizieren, die sich nicht für eine Netzversorgung eignen.

Ein Drittel der Gebäude bleibt autark

Etwa ein Drittel der Gebäude in Berlin, überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, wird demnach auch künftig auf eigene Wärmeerzeuger angewiesen sein. Diese Gebiete machen zwar nur sechs Prozent des gesamten Wärmebedarfs aus, sind jedoch aufgrund ihrer baulichen Struktur schwer an Wärmenetze anzuschließen. Heute wird dort noch vor allem mit Gas und Öl geheizt. In Zukunft soll die Wärmepumpe, insbesondere mit Geothermie, eine zentrale Rolle spielen.

"Wärmepumpen arbeiten effizient und verbrauchen wenig Strom", betont Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Allerdings sei nicht jede Form der Geothermienutzung in ganz Berlin möglich. Wie die Senatsverwaltung betont, seien die Ergebnisse nicht verpflichtend, sondern sollen Betroffenen eine frühzeitige Orientierung geben.

Onlinetool zeigt Optionen

Unterstützen soll dabei auch eine digitale Karte mit Adresssuchfunktion. Diese zeigt Bürgerinnen und Bürgern, ob ihr Gebäude in einem Gebiet der dezentralen Versorgung liegt und ob Geothermie vor Ort genutzt werden kann. Für interessierte Hausbesitzerinnen und -besitzer bietet die Website zudem Beratungsmöglichkeiten.

"Wir geben den Menschen schon jetzt wichtige Orientierungshilfen – lange vor der finalen Wärmeplanung 2026“, erklärt Bonde. Ziel sei es, Entscheidungen für moderne, klimafreundliche Heizungssysteme zu erleichtern und gleichzeitig von aktuellen Förderprogrammen des Bundes zu profitieren.

Wie es weitergeht

Bis 2026 wird die gesamtstädtische Wärmeplanung abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit sollen regelmäßig neue Erkenntnisse veröffentlicht werden, um Berlins Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden zu halten.

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