Nach einem eher schwachen Biomasse-Jahr 2022, zog die Nachfrage in den beiden Ausschreibungsrunden 2023 kräftig an. Bereits die Ausschreibung im April war deutlich überzeichnet, doch der Gebotstermin zum 1. Oktober hat alle Rekorde gebrochen. Noch nie wurden so viele Gebote eingereicht.
Insgesamt gingen bei der Bundesnetzagentur 892 Gebote mit einem Volumen von 910 MW ein. Damit war die ausgeschriebene Menge von 288 MW um mehr als das Dreifache überzeichnet. Im Ergebnis konnten 270 Gebote mit einer Menge von 288 MW bezuschlagt werden.
Schleswig-Holstein und Niedersachsen trotz Südquote erfolgreich
Das Gros der Zuschläge (262, 274 MW) entfällt dabei auf Bestandsanlagen, acht Zuschläge mit 15 MW konnten aber auch an Neuanlagen erteilt werden. Der starke Wettbewerb sorgt für sinkende Gebotswerte. Diese reichen von 11,57 Cent pro kWh bis 18,98 Cent pro kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 18,28 Cent pro kWh; in der Vorrunde hatte dieser Wert noch 18,92 Cent pro kWh betragen.
Durch die in den Biomasse-Ausschreibungen geltende Südquote entfiel ein Drittel der Zuschläge auf Standorte in Bayern (99 Zuschläge mit 93 MW), gefolgt von Baden-Württemberg mit 49 Zuschlägen und 50 MW. Aber auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen bekamen zusammen immerhin 63 Zuschläge mit einem Gesamtvolumen von 82 MW. Der nächste Gebotstermin findet am 1. April 2024 statt. (lm)



