B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl (links) und EDG-Geschäftsführer Christoph Zeis bei der Zertifikatsübergabe für die blaue Energie an der Brennstoffzelle der EDG-Zentrale in Nieder-Olm

B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl (links) und EDG-Geschäftsführer Christoph Zeis bei der Zertifikatsübergabe für die blaue Energie an der Brennstoffzelle der EDG-Zentrale in Nieder-Olm

Bild: © EGD

Mit 125 Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen von der Brennstoffzelle mit 1,5 kWel bis zum Biogas-BHKW mit 1200 kWel liefert die EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe (EDG) nun "blauen Strom" und "blaue Wärme", teilt der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) mit. Der blaue Strom und die blaue Wärme durchfließen Schulen, Verwaltungsgebäude, Wohnquartiere und weitere Versorgungsobjekte. Die EGD befindet sich in kommunalen Händen der Landkreise Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Alzey-Worms.
 

Darüber hinaus wird auch die "blaue Kälte" für die Sektkühlung eines Weingutes im Wonnegau über eine Adsorptionskältemaschine angewandt. Diese soll weiter ausgebaut werden. Geschäftsführer der EDG, Christoph Zeis, freut sich über das Zertifikat: "Kraft-Wärme-Kopplung nimmt im Energiesystem der Zukunft eine entscheidende Rolle ein, wenn wir uns nach dem Ausstieg aus der Atomkraft auch von Kohleverstromung verabschieden."

"KWK wird im Transformationsprozess die positive Residuallast übernehmen"

KWK-Anlagen seien das Paradebeispiel der Sektorenkopplung, denn sie würden den Strommarkt mit dem Wärmemarkt verbinden, so Zeis. Schließlich verknüpften sie Strom und Wärme auch mit dem Gasmarkt, der auf Sicht durch Biomethan und Wasserstoff immer grüner würde.

Gleichzeitig hebt der EGD-Geschäftsführer weiter hervor: "KWK wird im Transformationsprozess die positive Residuallast übernehmen, wenn die volatile Wind- und Sonnenstromerzeugung nicht ausreicht". Sowie auch die negative Residuallast ausgleichen, wenn der Überschussstrom für Power-to-Heat in Speichern oder in Wärmepumpen zum Einsatz in Wärmenetzen Verwendung fänden.

Hintergrund: Das "blaue Zertifikat"

Der B.KWK vergibt das Label: Laut dem Verband steht die Farbe blau für das gleichzeitige Erzeugen von Strom und Nutzwärme sowie für eine "verlässliche Effizienztechnologie mit regenerativen und fossilen Brennstoffen". Insbesondere beim Strom möchte der B.KWK darauf aufmerksam machen, dass KWK-Anlagen die Grundlast und Spitzenlast tragen können.  (gun)

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