Bild: © Thorben Wengert/pixelio.de

Ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Energiewende ist die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Dementsprechend streben die Koalitionsparteien eine deutschlandweite Sanierungsrate von zwei Prozent an. Die Kommunen haben in den vergangenen Jahren mit rund 300 realisierten Vorhaben einen wesentlichen Beitrag zum Ziel der Energieeffizienz beigetragen. Möglich waren die Umsetzungen allerdings nur durch Bundesfördermittel über die KfW.

Rund 450 Mio. Euro an Subventionen flossen im Zeitraum von 2012 bis 2016 in die Sanierung der Stadtquartiersversorgung von Kommunen und öffentlichen Unternehmen. Insgesamt wurden rund 566 Mio. Euro in den Gebäudebereich investiert. Das von der KfW beauftragte Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos hat die Summe genauer analysiert:

Maßnahmen bündeln, erhöht die Wirkung

Zu den am häufigsten nachgefragtesten Förderzwecken zählten KWK-Anlagen. Während rund 40 Prozent der Zuschüsse in die Kopplung von Strom und Wärme gesteckt wurden, gingen 25 Prozent der Fördergelder an effiziente Wärmenetze.  Alle Verwendungszwecke zusammen sparten ungefähr 461 000 Tonnen CO2- Äquivalente  und 956 GWh an konventioneller Primärenergie ein. Damit wird über die gesamte Lebensdauer der Anlagen hinweg eine Treibhausgasminderung von zirka 7,7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten erzielt.

Für Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, steht fest: "Die energetische Sanierung auf Quartiersebene lohnt sich. Die Wirkung fällt oft höher aus, wenn in größerem Rahmen gedacht und verschiedene Maßnahmen in einem Quartier gebündelt werden. In diesem Ansatz steckt zukünftig noch viel Potenzial."

Sanierung als Wirtschaftsfaktor

Neben der gewünschten CO2-Einsparung ergaben sich durch das Projekt weitere positive Nebenwirkungen: Die Berechnungen von Prognos zeigen, dass durch die geförderten Investitionen insgesamt etwa 385 Mio. Euro zusätzliche Waren und Dienstleistungen in Anspruch genommen und über 6500 Arbeitsplätze in Deutschland für ein Jahr gesichert beziehungsweise neu geschaffen wurden. (ls)

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