Erst vor wenigen Wochen hat GP Joule ein Novum beim Einsatz von Wärmepumpen verkündet. Im bayerischen Mertingen wird demnächst eine Großwärmepumpe in Betrieb genommen, die mit Strom direkt aus der benachbarten Solaranlage betrieben werden soll. Bislang gibt es diese Kombination nur außerhalb von Deutschland. Nun steht das nächste Projekt dieser Art an.
In Sachsen-Anhalt sollen in den nächsten Jahren mehr als 50 Wärmenetze in den drei Einheitsgemeinden, Südliches Anhalt, Zörbig und Petersberg, errichtet werden. Erzeugt werden soll die Wärme durch großindustrielle Wärmepumpen mit einer Erzeugungsleistung von insgesamt 900 MW. Diese sollen direkt mit Solar- und Windparks verbunden werden.
Wärmepreise von elf Cent pro kWh stehen bereits heute fest
Der große Vorteil: Es wird nicht nur tatsächlicher Grünstrom genutzt, sondern auch die Netzentgelte entfallen und die Betreiber werden unabhängiger von den stark schwankenden Großhandelspreisen.
Das spiegelt sich auch in den geplanten Wärmepreisen für die Kund:innen wider. Obwohl die Planung für das Projekt noch recht am Anfang steht, wurde bereits ein Wärmepreis von elf Cent pro kWh für die nächsten zehn Jahre vereinbart.
Erste Haushalte könnten bereits Ende 2024 angeschlossen werden
Los gehen soll es mit den Bauarbeiten in der Stadt Südliches Anhalt. Dort läuft bereits die Bauleitplanung für die Heizzentrale und die ersten Haushalte sollen voraussichtlich in der Heizperiode 24/25 mit Wärme versorgt werden können. Außerdem sollen dort 14 Windkraftanlagen entstehen.
Den Betrieb der Erzeugungsanlagen und die Wärmeversorgung sollen künftig die Renergiewerke Fuhne übernehmen, an denen sich neben GP Joule auch die Kommunen beteiligen können. Außerdem ist die Möglichkeit zum Crowd-Investment für die Bürger:innen geplant. (lm)



