Von Daniel Zugehör
In Bayern nimmt ein regeneratives Fernwärmeprojekt Gestalt an. Nach sechs Monaten Bauzeit stehe der Rohbau des Heizwerks, teilte der Energiedienstleister E-Con mit. E-Con aus dem bayerischen Memmingen investiert demnach mehr als 20 Millionen Euro in das Projekt. Spatenstich war im Juni dieses Jahres.
Dauerbetrieb 2025
Dabei handelt es sich um das nach eigenen Angaben aktuell größte regenerative Energieprojekt in der Region. Es soll die Gemeinde Benningen, Teile Memmingens sowie Industriekunden wie Rohde & Schwarz und Magnet-Schultz nachhaltig mit Wärme versorgen. Die Testphase für den ersten Netzabschnitt laufe derzeit. Der Dauerbetrieb ist für Herbst 2025 geplant.
Das Heizwerk sei mit einem 13 Meter hohen Hackschnitzelkessel mit einer Leistung von 5000 Kilowatt ausgestattet. Erschwert worden seien die Bauarbeiten durch einen gestiegenen Grundwasserspiegel. Das habe aufwendige Wasserhaltungsmaßnahmen und den Einsatz von Flüssigboden für die Rohrverlegung notwendig gemacht.
Auch PV und Wärmepumpen
Die Wärme wird künftig durch Hackschnitzel, aber auch mittels Großwärmepumpen und Strom aus Photovoltaik erzeugt. Das System sei vorausschauend geplant und lasse sich erweitern. Es reduziere den Verbrauch von fossilen Brennstoffen um jährlich 2,5 Millionen Kubikmeter Erdgas und bis zu 7500 Tonnen CO2.
Für die Gemeinden Benningen und Memmingen bedeute das Projekt eine langfristige Versorgungssicherheit. Industriepartner wie Rohde & Schwarz und Magnet-Schultz sparen durch den Fernwärmeanschluss hunderte Tonnen CO2 jährlich und leisten damit einen Beitrag zur Energiewende.



