Eine hocheffiziente Turbine soll in der Papierfabrik Stora Enso Maxau in Karlsruhe weiteres KWK-Potenzial heben.

Eine hocheffiziente Turbine soll in der Papierfabrik Stora Enso Maxau in Karlsruhe weiteres KWK-Potenzial heben.

Bild: © Stora Enso Maxau GmbH

Die Bauarbeiten an der neuen Fernwärme-Verbindungsleitung vom Betriebsgelände der Papierfabrik Stora Enso Maxau nach Knielingen schreiten voran. In Knielingen werde die Leitung an eine bestehende Transportleitung der Stadtwerke Karlsruhe angebunden, teilen die Stadtwerke Karlsruhe mit.

Ende dieses Jahres soll durch die neue Verbindungsleitung die ausgekoppelte Abwärme aus dem Industriekraftwerk der Papierfabrik ins Wärmenetz fließen. "Unser Ziel ist es, die Karlsruher Wärmeversorgung noch energieeffizienter und unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen", sagt Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer, Stadtwerke Karlsruhe. "Gemeinsam mit der Stora Enso ist uns hier ein weiterer wichtiger Meilenstein gelungen."

Zuschuss zur Krisenbewältigung

Für das Vorhaben erhalten die Partner einen Zuschuss von rund 1,3 Mio. Euro aus Mitteln der Europäischen Union. Diese sollen der Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und ihrer sozialen Folgen und der Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft (REACT-EU) dienen.

Ausgezahlt wird der Zuschuss über das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2014-2020 für regionale Entwicklung, dessen Leitmotiv "Innovation und Energiewende" ist. Das Programm unterstützt gezielt die Themen Forschung und Innovation sowie Verminderung der CO₂-Emissionen.

2,7 Mio. Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten der Maßnahmen bei der Stora Enso Maxau liegen bei 2,7 Mio. Euro. Die jährlich von der Stora Enso Maxau zur Verfügung gestellte Wärmemenge wird mit rund 50.000 MWh prognostiziert.

Die Karlsruher Fernwärme stamme bereits heute zu rund 90 Prozent aus industrieller Prozessabwärme und aus Abwärme bei der Stromerzeugung in so genannter Kraft-Wärme-Kopplung (kurz KWK). Hauptlieferanten sind MiRO und das Rheinhafen-Dampfkraftwerk der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Sowohl die Raffinerie als auch das Kraftwerk nutzen dabei Abwärme, die sonst verloren ginge, für die Fernwärmeversorgung, heißt es weiter. (jk)

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