Die Empfehlungen würden der Wirtschaftlichkeit der Fernwärme schaden, obwohl diese künftig bis zu 35 Prozent der Wärme in Deutschland ausmachen soll. Wenn solche Hindernisse existieren, gingen Planungs- und Investitionssicherheit verloren.

Die Empfehlungen würden der Wirtschaftlichkeit der Fernwärme schaden, obwohl diese künftig bis zu 35 Prozent der Wärme in Deutschland ausmachen soll. Wenn solche Hindernisse existieren, gingen Planungs- und Investitionssicherheit verloren.

Bild: © fefufoto/AdobeStock

In der schweizerischen Kleinstadt Weinfelden soll künftig eine Kehrichtverwertungsanlage errichtet werden. 2031 soll sie ihren Betrieb aufnehmen, die anfallende Abwärme soll dann zur Wärmeversorgung der nahe liegenden Städte Konstanz und Kreuzlingen genutzt werden. Nachdem bereits eine Machbarkeitsstudie für ein grenzübergreifendes Wärmenetz durchgeführt wurde, haben die Projektpartner nun eine Absichtserklärung für die konkrete Planung und Umsetzung der Wärmetrasse unterzeichnet.

Beteiligt an dem Mammutprojekt sind die Energie Kreuzlingen, die Stadtwerke Konstanz und der Verband VKA Thurgau. Letzterer übernimmt eine Schlüsselrolle, er führt die Projektierung nötiger Arbeiten aus, beauftragt und finanziert sie. Die beiden Energieversorger werden parallel alle technischen und planerischen Grundlagen erarbeiten und finanzieren, die für den Anschluss der Transportleitung an ihr Wärmeversorgungsnetz notwendig sind. Dazu gehört, sowohl die Festlegung des geografischen Zielpunkts der Transportleitung sowie technische und betriebliche Parameter festzulegen.

Wärmeleitung soll zeitgleich mit Kehrichtverwertungsanlage in Betrieb gehen

Der Verband KVA Thurgau wird auf Grundlage dieser Daten die Machbarkeitsstudie aktualisieren, erste Abklärungen zur Linienführung treffen sowie im Austausch mit dem Kanton das Vorgehen für die Raumplanung und die Baubewilligung klären. Daneben werden erste Gespräche mit weiteren potenziellen Partnern für die Finanzierung der Transportleitung geführt und die Kosten für die erste Projektierungsphase ermittelt. Ziel dieser Etappe ist die Sicherstellung der Finanzierung für die Projektierung.

Anschließend soll ein Vorprojekt realisiert werden, um unter anderem die mutmaßlichen Baukosten zu ermitteln. Die Transportleitung soll mit der Inbetriebnahme der Kehrichtverwertungsanlage fertiggestellt werden. Neben der Abwärmenutzung überlegen die Projektbeteiligten, auch die Seewärme aus dem Konstanzer Trichter zu nutzen. (lm)

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