(v.l.n.r.) Christiane Preuß; Geschäftsführerin der EWP, Bundeskanzler Olaf Scholz; Mike Schubert; Oberbürgermeister der Stadt Potsdam und Projektleiter Tristan Grüttner

(v.l.n.r.) Christiane Preuß; Geschäftsführerin der EWP, Bundeskanzler Olaf Scholz; Mike Schubert; Oberbürgermeister der Stadt Potsdam und Projektleiter Tristan Grüttner

Bild: © Gun/ZfK

Die Geothermie-Bohrung des städtischen Versorgers EWP auf dem Gelände für ein neues Wohngebiet in Potsdam hat doppelt so viel Leistung erbracht wie erwartet. «Unsere Anlage wird deutlich über 4 Megawatt Leistung bringen», sagte Eckard Veil, technischer Geschäftsführer der EWP, bei einer Bilanz am Donnerstag. «Das heißt, wir können nicht nur die geplanten etwa 700 Wohneinheiten des neuen Quartiers mit Wärme versorgen, sondern auch noch in das Potsdamer Wärmenetz einspeisen.» Mit der gewonnenen Wärme könnten dann rund 6900 Haushalte versorgt werden. Zum Bohrstart im vergangenen Dezember habe man nur auf eine Leistung bis zu 2 Megawatt gehofft, so Veil.

Auf Grundlage dieser Daten könne die Tiefengeothermie zu einem zentralen Baustein für die Wärmeversorgung der Zukunft in der Landeshauptstadt werden, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). «Damit kommen wir unserem Ziel, die CO2-Emissionen zu senken, einen großen und wichtigen Schritt näher.»

Von Mitte Dezember bis Mitte Juni wurden auf der Baustelle zwei Bohrungen bis in 2165 Meter Tiefe gebracht. Aus der Tiefe soll über die erste Bohrung künftig Thermalwasser kommen, dessen Wärme gewonnen und das über die zweite Bohrung zurückgeleitet wird. Die Kosten des auch mit öffentlichen Mitteln geförderten Projekts lagen bei 20 Millionen Euro. (dpa/amo)

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