Im baden-württembergischen Dettenhausen haben die Bauarbeiten für die neue Wärmezentrale begonnen. Wie die Stadtwerke Tübingen (SWT) mitteilen, sei dies der Auftakt für eine neue Infrastruktur bei der Wärmeversorgung für die Gemeinde.
Die neue Energiezentrale besteht aus zwei zentralen Komponenten, die Wärme und Strom gleichzeitig erzeugen: Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Pufferspeicher und Spitzenlastkessel und eine Solarthermieanlage: "Wir bauen hier mit 2.315 m2 die größte solarthermische Dachanlage Deutschlands“, sagt Moritz Ritter, Vorsitzender des Beirats der Ritter Energie GmbH & Co. KG, die Projektpartner ist. Die Anlage liefert 20 Prozent der gesamten Energiemenge aus regenerativer Sonnenkraft. Die restliche Energiemenge liefern das BHKW und der Spitzenlastkessel.
Fünf Mio. Euro investieren die SWT
Die SWT investiert in das Gesamtkonzept fünf Mio. Euro. Der Aufbau der Versorgungsinfrastruktur verläuft in mehreren Phasen: Zum Sommeranfang soll die neue Energiezentrale stehen. Im Herbst folgt der Anschluss der Solarthermieanlage. Der dritte Partner – die Alfred Ritter GmbH & Co. KG – tätigt die Investition in die neue Solarthermieanlage auf dem Dach ihrer neuen Lagerhalle, die direkt neben der neuen Energiezentrale entsteht.
Darüber hinaus planen die Stadtwerke Tübingen auch den Ausbau des Leitungsnetzes. Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich möglichst viele Kunden ans neue Wärmenetz anschließen lassen. Bei ausreichend großer Nachfrage wollen die Stadtwerke Tübingen das Wärmenetz bis auf den Sauwasen ausbauen. Nach der Insolvenz des vorherigen Betreibers übernahmen kurzfristig die Stadtwerke Tübingen im September 2019 die Wärmeversorgung in Dettenhausen und sicherten zunächst provisorisch die Wärmeversorgung für die angeschlossenen Kunden. (gun)



