Schweres Geschütz in Schwerin-Lankow: Der Bohrer muss über 1300 Meter in das Erdreich vordringen.

Schweres Geschütz in Schwerin-Lankow: Der Bohrer muss über 1300 Meter in das Erdreich vordringen.

Bild: © Stadtwerke Schwerin

Die Stadt Schwerin will bis 2035 klimaneutral werden. Auf der Agenda steht hierfür auch die Wärmwende und der kommen die Stadtwerke mit ihrem Geothermieprojekt einen Schritt näher. Bereits seit 2018 wird im Stadtteil Lankow gearbeitet. Bei der Injektionsbohrung geht es gut voran, sodass die Anlage aller Voraussicht nach 2022 in Betrieb gehen kann.

Dann soll die Erdwärme über Wärmepumpen in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Dazu wird dem 56 Grad Celsius heiße Thermalwasser in der Geothermiezentrale seine Wärmeenergie entzogen und das Wasser für den Fernwärmeeinsatz mit den Wärmepumpen auf 80 Grad Celsius erhitzt. Die ausgekühlte Sole wird anschließend wieder zurück in den Aquifer geleitet.

 Zehn Prozent der Fernwärme werden so "grün"

Für das Zurückleiten ist die Injektionsbohrung gedacht. Bis zu zehn Prozent des Fernwärmebedarfs in Schwerin können über das Geothermiefeld gedeckt werden. Je nachdem , ob es weitere Standorte für eine mögliche Erdwärmenutzung gibt, kann der Anteil auf 60 Prozent erhöht werden. Die geologischen Voraussetzungen lassen das nach heutiger Einschätzung wohl zu. (lm)

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