Bild: © Bastian Scheefe/Pixelio

Die Bewohner des Wohnquartiers der Baugenossenschaft "Wiederaufbau" in Braunschweig heizen ab 2021 mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Die 441 Wohneinheiten werden an das Biomasse-Heizkraftwerk Hungerkamp angeschlossen. 600 Tonnen CO2 sollen so pro Jahr eingespart werden.

Das Heizkraftwerk Hungerkamp nutzt Biomethan aus Pflanzenresten sowie Holzhackschnitzel aus Restholz, um klimaschonend Strom und Wärme zu erzeugen. Während der produzierte Strom in das Braunschweiger Stromnetz fließt, wird die erzeugte Wärme in ein Wärmenetz eingespeist, das bereits mehrere hundert Haushalte, Gewerbeeinheiten und städtische Liegenschaften versorgt. Die energetische Nutzung von Biomasse ist CO2-neutral, da bei der Verbrennung oder Zersetzung nur so viel Kohlenstoff freigesetzt wird, wie die Pflanzen zuvor aufgenommen haben.

Biomasse bringt Energiewende voran

"Dezentrale, regenerative Erzeugungsanlagen wie das Biomasse-Heizkraftwerk am Hungerkamp ermöglichen es, umweltfreundlich und effizient Strom und Wärme zu erzeugen", erläutert BS Energy-Vorstand Volker Lang. "Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende."

Um das Wohnquartier an das Heizkraftwerk anzuschließen, muss noch einiges getan werden. Unter anderem wird die bestehende Heizzentrale umgebaut und mit einer Fernwärme-Übergabestation ausgestattet. Bislang beherbergt sie einen 15 Jahre alten Grundlastkessel mit 900 kW Leistung und zwei 30 Jahre alte Spitzenlastkessel, die zusammen jährlich etwa 3000 Megawattstunden Gas verbrauchen. (amo)

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