Laut der Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist jede vierte Heizung in Deutschland mindestens 25 Jahre alt – und arbeitet damit ineffizient.

Laut der Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist jede vierte Heizung in Deutschland mindestens 25 Jahre alt – und arbeitet damit ineffizient.

Bild: © Julian Hochgesang/unsplash

Der Wärmeausfall in Zehntausenden Haushalten im Berliner Osten ist behoben - das Bezirksamt Lichtenberg hat seinen Warnhinweis in der Katastrophen-Warnapp Nina zurückgenommen. "Das Heizkraftwerk Klingenberg ist wieder problemlos hochgefahren und bereits seit heute Nacht wird wieder Wärmeenergie geliefert", teilte das Bezirksamt mit.

Der Katastrophen- und Zivilschutzbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, Philipp Cachée, sagte, die meisten Haushalte seien bereits seit etwa 3.00 Uhr wieder mit Fernwärme versorgt gewesen.

Hausmeister nachts unterwegs

Etwas länger könnte es demnach allerdings in einigen Hochhäusern dauern. Hier müssten die Hausmeister erst die sogenannten Übertragungsstationen manuell zurücksetzen, sagte Cachée.

Diese Stationen regeln die Wärmeübertragung des Fernwärmenetzes in die Häuser. Viele Hausmeister seien deswegen bereits in der Nacht unterwegs gewesen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass das in einigen Häusern noch nicht geschehen sei.

Vattenfall-Kraftwerk heruntergefahren

Ein kurzer Stromausfall beim landeseigenen Stromnetzbetreiber Stromnetz Berlin hatte am Nachmittag auch das Heizkraftwerk Klingenberg im Ortsteil Rummelsburg lahmgelegt, wie der Energieversorger Vattenfall mitteilte. Das Kraftwerk, das dem Unternehmen gehört, musste heruntergefahren werden.

Rund 90.000 Haushalte im Berliner Osten blieben deshalb am Sonntagabend über Stunden ohne Heizung und ohne warmes Wasser. Schwerpunkt war der Stadtteil Berlin-Friedrichsfelde. Laut dem Bezirksamt Lichtenberg waren aber auch Menschen in Karlshorst, Oberschöneweide und in Teilen von Treptow-Köpenick betroffen.

20.000 Haushalte ohne Strom

Cachée betonte, dass das Kraftwerk nach derzeitigem Kenntnisstand durch den abrupten Betriebsstopp keinen Schaden genommen habe. Das Heizkraftwerk Klingenberg versorgt mehr als 300.000 Haushalte mit Strom und Wärme.

Der Stromausfall am Nachmittag lag laut dem Netzbetreiber Stromnetz Berlin an einer technischen Störung in einem Umspannwerk in Berlin-Friedrichshain. Dort sowie in Prenzlauer Berg und Lichtenberg waren für wenige Minuten rund 20.000 Haushalte ohne Strom gewesen, wie eine Sprecherin sagte.

Vier Krankenhäuser betroffen

Allerdings blieben in der Folge auch die Bahnhöfe Ostbahnhof, Warschauer Straße, Ostkreuz und Lichtenberg vorübergehend ohne Licht. Der Zugverkehr war indes nicht betroffen. Laut Katastrophenschützer Cachée waren auch vier Krankenhäuser längere Zeit von den Folgen des Stromausfalls betroffen. (dpa/jk)

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