Wie viele Leitungen künftig benötigt werden, erheben jetzt die Betreiber.

Wie viele Leitungen künftig benötigt werden, erheben jetzt die Betreiber.

Bild: © Jens Büttner/dpa

Die Marktabfrage für eine integrierte Planung des Strom- und Wasserstoffnetzes im Jahr 2027 ist gestartet. Bis Mitte März können bestehende und potenzielle Kunden ihren Infrastrukturbedarf anmelden. "Der umfassende Umbau der Energielandschaft führt zu zahlreichen neuen Projekten, Verbrauchern, Erzeugern und Speichern", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Netzbetreiber.

Um diesen Akteuren Planungssicherheit bezüglich der zukünftigen Energieversorgung zu bieten, sei es entscheidend, die konkreten Bedarfe der Branche zu kennen. Die Abfrage führen die Strom-Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die Gas-Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Wasserstoff-Transportnetzbetreiber gemeinsam durch. Zuletzt war das im Jahr 2024 der Fall.

Kraftwerke besonders relevant

Die Daten sollen helfen, eine sachgerechte Planungsgrundlage für die Entwicklung der Energieinfrastrukturen in Deutschland zu ermitteln. Von hoher Relevanz für die Sektoren Strom und Wasserstoff seien insbesondere geplante Power-to-Gas-Anlagen mit Leistungen ab zehn Megawatt (MW) elektrisch sowie Wasserstoff-Kraftwerke.

Erfasst würden auch Anschlussnehmer, die lediglich an eine der beiden Infrastrukturen angeschlossen sind. Bei den ÜNB sind das Großbatteriespeicher, Rechenzentren, Power-to-Heat-Anlagen und vorgesehene Lasterhöhungen von Industriestandorten, jeweils ab einer Anschlussleistung von 10  MW elektrisch.

Die FNB erheben außerdem Wasserstoffspeicher und Wasserstoffverbraucher, ab einer Ausspeiseleistung von 20 MW thermisch.

Frist bis 13. März

Im Vorfeld hatten FNB in einer ZFK-Umfrage erklärt, das Interesse ihrer Kunden sei groß. Es lägen "etliche Netzanschlussanfragen aus dem Markt" vor, teilte etwa Gascade mit. Mehr zu der Umfrage lesen Sie hier.

Die Marktteilnehmer sind aufgerufen, ihre Bedarfe bis zum 13. März online über eine gemeinsame Website der Netzbetreiber zu melden. Diese haben für den 12. Februar darüber hinaus ein öffentliches Webinar angekündigt, um offene Fragen – auch von Verteilnetzbetreibern – zu klären.

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