Die sogenannten "Müllgaragen" haben extragroße Öffnungen für Pizzakartons.

Die sogenannten "Müllgaragen" haben extragroße Öffnungen für Pizzakartons.

Bild: © Frank Rumpenhorst/dpa

Auf laue Frühlingsabende folgt oftmals viel Müll. Neben Parkbänken sammeln sich Flaschen und unter viel zu kleinen Abfalleimern stapeln sich Verpackungen. Jetzt will die Stadt Frankfurt mit größeren Abfallbehältern den Müll auf belebten öffentlichen Plätzen eindämmen. Am Dienstag wurden auf dem Luisenplatz sogenannte Müllgaragen präsentiert, die 120 Liter fassen und die Einwurfschächte auch für größere Verpackungen haben.

Die Menschen würden immer häufiger ihr Essen und ihre Getränke draußen und unterwegs einnehmen und dann den Müll hinterlassen, sagte Claudia Gabriel, Leiterin der Stabstelle Sauberes Frankfurt. Besonders problematisch seien Pizzakartons, «die wie beim Turmbau zu Babel aufgestapelt werden». Deshalb werde die Entsorgungsinfrastruktur jetzt entsprechend angepasst.

1500 Euro pro Stück

Nach Angaben der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH kosten die neuen gußeisernen Behälter pro Stück 1500 Euro. Etwa 30 von ihnen sollen nun an belebten Orten in der ganzen Stadt aufgestellt werden. Abfalleimer in dieser Größe gebe es bislang nur an drei Plätzen.

Laut FES wurden im vergangenen Jahr 1890 Tonnen Abfall über die insgesamt 7500 öffentlichen Papierkörbe entsorgt. Das entspreche rechnerisch einem Gewicht pro Einwohner von drei Kilogramm. Die bisherigen Standard-Abfallbehälter haben ein Volumen von rund 50 Liter.

Wandel der Gewohnheiten

Gabriel beobachtete trotz Initiativen wie Unverpackt-Läden eine Zunahme von Müll und Verpackungen auf Plätzen. Es gehe auch um eine permanente Bedürfnisbefriedigung. Essen und Getränke könnten heutzutage ja jederzeit überallhin bestellt werden, da käme auch die Pizzalieferung ans Mainufer.

Karin Ruder vom Ortsbeirat Nordend hat sich seit elf Monaten für die neuen Mülleimer auf dem Luisenplatz eingesetzt. «Wir hoffen, dass es hier jetzt sauberer wird», sagte sie. Es gehe um den Respekt vor dem öffentlichen Raum. (dpa/hp)

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