Außenaufnahme vom ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen. Die Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) plant auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen ein Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle für das Endlager Konrad in Niedersachsen.

Außenaufnahme vom ehemaligen Kernkraftwerk Würgassen. Die Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) plant auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen ein Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle für das Endlager Konrad in Niedersachsen.

Bild: © Swen Pförtner/dpa

In Würgassen, im östlichen Teil von NRW, äußern mehrere Initiativen massive Bedenken gegen Pläne dort zentrales Lager für radioaktive Abfälle zu errichten. Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern sollen dort in eine noch zu errichtende oberirdische Stahlbetonhalle gebracht werden. Das hatte die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) jüngst mitgeteilt.

Man habe sich den Auswahlprozess für den Standort am Länderdreieck von NRW, Niedersachsen und Hessen "genau angeschaut und sehr seltsame Dinge" festgestellt, sagte Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" der dpa. Am Freitag wollen "ausgestrahlt", die "Bürgerinitiative gegen atomaren Dreck in dem Dreiländereck" und die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad ihre Kritik öffentlich erläutern.

Würgassen soll als Sortierstation dienen

Die Planungen für das angestrebte "Logistikzentrum" hätten viel Unruhe in der Region ausgelöst. Unter dem Atommüll werde auch "sehr brisantes Zeug" sein, meinte Stay. Laut BGZ sollen die Abfälle aus ganz Deutschland auf dem Gelände des früheren AKW Würgassen gesammelt und so zusammengestellt werden, dass man sie schnellstmöglich nach Salzgitter bringen könne. Dort entsteht derzeit mit dem Schacht Konrad Deutschlands erstes atomrechtlich genehmigtes Endlager. (dpa/gun)

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