Immer mehr Technologien beschäftigen sich damit, schädliche Emissionen zu reduzieren und monetarisierbar zu machen.

Immer mehr Technologien beschäftigen sich damit, schädliche Emissionen zu reduzieren und monetarisierbar zu machen.

Bild: © Deemerwha studio/AdobeStock

Von Hanna Bolte

Seit dem 1. Januar ist der CO2-Preis auf 55 Euro pro Tonne gestiegen. Diese Erhöhung, festgelegt durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), ist ein Schritt, um die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele zu beschleunigen.

Das BEHG ist die gesetzliche Grundlage für das nationale Emissionshandelssystem zur Bepreisung der CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen. Bereits seit 2021 müssen Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin oder Diesel handeln, Emissionsrechte erwerben. Im Jahr 2023 wurde die Bepreisung auch auf Kohle- und Abfallverbrennung ausgeweitet.

Abgase als Ressource

Bedingt durch die Klimakrise braucht es allerdings nicht nur finanzielle Lenkungsinstrumente, sondern auch innovative Ansätze zur Reduktion und Wiederverwertung von CO2. Ein Beispiel dafür ist das Projekt "ReCO2NWert".

Im Projekt der Ruhr-Universität Bochum wird ein Verfahren entwickelt, bei dem CO2 mit Hilfe von Bakterien in Stoffe umgewandelt wird, die von Industrieunternehmen zur Herstellung von Produkten des täglichen Lebens genutzt werden können.

Die Technologie soll in einem Container mobil zur Verfügung stehen, um ihren Einsatz bei einer Vielzahl von Unternehmen wie Müllverbrennungsanlagen oder Kläranlagen vor Ort testen zu können.

Viele Technologien die zusammen wirken

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 940.000 Euro geförderte Projekt zeigt eine von vielen Optionen auf, CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren und damit das Ziel der Treibhausgasneutralität zu erreichen.

Sarah Refai, Projektleiterin und Koordinatorin von ReCO2NWert, betont: "Es gibt nicht die eine Lösung, vielmehr stehen uns eine Vielzahl an Technologien zur Verfügung, die nur im Zusammenspiel die erforderlichen CO2 Reduktionen ermöglichen können."

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