Liebe Frauen in der Kommunalwirtschaft,
wer sind die Heldinnen der Kommunalwirtschaft? Ihr seid das! Und um euch sichtbarer zu machen, haben wir uns etwas einfallen lassen:
Mit unserem Preis Die Kommunalheldin zeichnen wir Frauen aus, die mit Mut, Kreativität und Engagement die kommunale Welt gestalten. Egal ob Energiewende, Digitalisierung, Transformation, Innovation oder Bürgerbeteiligung – wir wollen die Projekte sichtbar machen, die wirklich etwas bewegen.
Die Jury 2025
Die Jury setzt sich dieses Jahr aus dem Strategiekreis des Netzwerks zusammen (in alphabethischer Reihenfolge):
- Anja Keßler Wölfer – Stabsstellenleiterin bei Städtische Werke Magdeburg GmbH
- Carsten Wagner – Geschäftsführer VKU Verlag
- Christiane Wolff – Externe Beraterin & Moderatorin
- Christine Mesek – Verbandsvorsteherin beim Abwasser-Zweckverband Südholstein
- Eva Weikl – Vorständin Erlanger Stadtwerke
- Jeannine Böhrer-Scholz – Leitung Kommunikation und Marke bei den WSW Wuppertaler Stadtwerken
- Marie-Isabelle Mönnig – Bereichsleitung Kommunikation & Veranstaltungen Gelsenwasser
- Nadine Horn – Bereichsleiterin Personal, Stadtwerke Jena GmbH
- Sandra Wimmer – Mitglied des Vorstands der REWAG
- Steffi Winkler – Abteilungsleiterin beim EAD Darmstadt
Im ersten Durchgang in diesem Jahr haben wir 100 Bewerbungen erhalten und schließlich vier von euch ausgewählt – auch wenn im Herzen alle Projekte gewonnen haben!
Hier könnt ihr sehen, wer gewonnen und wer sich sonst mit welchen Projekten beworben hat – als Best Practice-Beispiel und als Inspiration:
Die Auserwählten 2025

Julia Boxler, Stadtwerke Augsburg
Innovativer Ridesharing-Dienst "swaxi".
swaxi ist innovatives Ridesharing-Angebot, das Mobilität in Augsburg neu denkt. Der Service ergänzt den klassischen Nahverkehr der Stadtwerke Augsburg (swa) aus Bus und Straßenbahn auf intelligente Weise und trägt so aktiv zur kommunalen Verkehrswende bei.
Als Pooling-Dienst bündelt das swaxi Fahrten von Personen mit ähnlichen Zielen. Es reduziert den Individualverkehr, entlastet die Straßen und senkt langfristig CO₂-Emissionen – ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Über ein dichtes Netz virtueller Haltestellen erschließt swaxi weniger gut angebundene Stadtteile, schafft Querverbindungen und macht Mobilität ergänzend zum klassischen ÖPNV-Fahrplan.
Besonders in den Abend- und Nachtstunden (Mo-Do: 18-5 Uhr, Fr-So: 12-5 Uhr) schließt das swaxi zeitliche Lücken im Nahverkehrsangebot. Das Ergebnis: mehr Sicherheit und Teilhabe für alle, egal ob auf dem Heimweg von der Arbeit, der Uni oder aus dem Theater.
Die Resonanz ist beeindruckend: Rund 35.000 zufriedene Kundinnen und Kunden bewerten das Angebot konstant mit 4,9 bis 5 Sternen. Die Fahrgastzahlen haben sich allein im letzten Jahr verfünffacht, ebenso das Fahrpersonal. swaxi ist damit längst mehr als ein Pilotprojekt – es ist zu einem festen Bestandteil der Augsburger Mobilitätslandschaft geworden.
Auch die Preisgestaltung folgt einem sozialen Ansatz: In Zeiten und Gebieten mit geringer Bus- und Straßenbahnverbindung bleibt swaxi günstig (regulärer ÖPNV-Tarif). Bei guter Nahverkehrsanbindung steigt der Preis an und ergänzt somit den ÖPNV optimal.
Mit swaxi zeigen die swa, wie ein kommunales Unternehmen innovative Ideen umsetzen und damit Lebensqualität und Mobilitätsgerechtigkeit einer Stadt stärken kann.

Katja Fisser, Stadtwerke Emden
Wiedereröffnung des Freibads im Stadtteil Bremen Borssum
Ein Freibad mit seiner gesellschaftlichen Funktion ist ein hohes Gut. Denn neben Spiel und Spaß steht auch die Möglichkeit, Schwimmfähigkeiten zu vermitteln, im Fokus.
Aber wie belebt man einen so wichtigen Ort, der viele Jahre geschlossen war in einem sozial-schwierigen Stadtteil? Zunächst einmal mit Zuhören, dass war Frau Fisser klar. So stand zu Beginn der Dialog mit den Anwohnern und das Einsammeln von Meinungen.
Schnell war klar, dass die Akzeptanz maßgeblich von der Ansprache abhängen würde. Auf Augenhöhe, ehrlich und mit einem gewissen Sinn für Humor, eben auf die Menschen angepasst sollte es sein.
Das Design der Innenelemente wurde also auf die Erkenntnisse der Recherche aufgebaut und wird an einer Stelle besonders deutlich. Kennzeichnendes Stilelement ist die Verwendung von professionellen Graffitis an der Fassade. Sowohl außen als auch innen wird der Bürger zeitgemäß in die Unterwasserwelt als Kontrast zur umliegenden Bebauung eingetaucht. Groß prangt der Schriftzug „Borssum“ an der Wand und signalisiert die Verbundenheit von Bad und Stadtteil.
Die Beauftragung eines professionellen Künstlers durch Frau Fisser sowie ihre Gestaltungswünsche trafen nachweislich den Geschmack der Bürger und brachten den ersten Zuspruch.
Darüber hinaus entstand die Idee, auch klassische Freibad-Momente in die Kommunikation einfließen zu lassen, um das Gefühl von Sommer und Bad weiter zu verankern. Große Plakate mit Sprüchen wie „Hast Du Sonnencreme dabei? – Verrate ich nicht, ich bin Geheimniscremer“ verliehen der Kommunikation das gewisse Augenzwinkern.
In der üblichen Stadtwerke-Kommunikation ist zumeist wenig Platz für derlei Kreativität. Da braucht es vor allem Vertrauen und ein gemeinsames Verständnis des Ziels. Bei beidem konnte Frau Fisser sich sicher sein.
Und sowohl das Feedback als auch die Besucherzahlen geben ihr Recht. Sie hat es geschafft, die unterschiedlichen Erwartungen in einem nicht ganz einfachen Umfeld aufzunehmen und kreativ umzusetzen. Heute nun ist das Bad wieder ein Ort der Begegnung, der Akzeptanz und auch des Lernens.

Kerstin Krömer, iwag
Substituierung von Trinkwasser in industriellen Prozessen
Die Industriewasserversorgungsgesellschaft Nordwest (iwag), eine Tochter des OOWV, spielt unter der Leitung von Kerstin Krömer eine Schlüsselrolle für die Wasser- und Energiewende im Nordwesten. Die Wurzeln dieser Arbeit liegen im Forschungsprojekt Multi-ReUse, das die Grundlage für die Realisierung eines großtechnischen Brauchwasserwerks in Nordenham bildete. Dort wird ab 2026 gereinigtes Abwasser aus der städtischen Kläranlage so aufbereitet, dass es in industriellen Prozessen eingesetzt werden kann – in dieser Dimension einmalig in Deutschland. Allein am Standort der KRONOS TITAN GmbH in Blexen lassen sich damit jährlich mindestens 500.000 Kubikmeter Trinkwasser einsparen, das ansonsten aus kostbarem Grundwasser gewonnen werden müsste.
Die iwag, seit Januar 2024 neu ausgerichtet, bündelt das Know-how des OOWV für Brauchwasserprojekte. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt Kerstin Krömer individuelle Konzepte, die industrielle Bedarfe mit alternativen Wasserressourcen verbinden – von kommunalem Abwasser über Oberflächenwasser bis hin zu Meerwasser. Damit trägt die iwag nicht nur zur Schonung der Grundwasservorräte bei, sondern unterstützt auch die nachhaltige Transformation der regionalen Industrie und die Energiewende. Denn ohne Wasser kein Wasserstoff: Allein die geplanten Wasserstoffprojekte in der Region benötigen künftig mehr als 30 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr – eine Menge, die nicht allein aus Grundwasser gedeckt werden kann
Bei der Planung ist die Abstimmung mit den Abnehmern essenziell – denn die Anforderungen an die Qualität variieren stark je nach Unternehmen, Branche und Verwendungszweck. Um das aufbereitete Wasser optimal in die industriellen Prozesse einzubinden, kommen moderne Techniken wie Ultrafiltration oder Umkehrosmose zum Einsatz.
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen zeigt Kerstin Krömer, dass Wasserwiederverwendung keine Zukunftsmusik ist – und dass sie zum entscheidenden Baustein einer nachhaltigen Versorgung wird.

Zusatzpreis: "Innovative Idee" an Theresa Schuhmann, ReCircle Impact
Digitale Lösungen zur Förderung der Wiederverwendung in der kommunalen Abfallwirtschaft
Was ist eigentlich Sperrmüll? Ist er automatisch kaputt, oder steckt darin noch Wert? Und wer entscheidet überhaupt, was mit alten Möbeln, Fahrrädern oder Hometrainern passiert?
Die Realität: Bürger:innen wollen vor allem Dinge loswerden. Begriffe sind uneinheitlich, Erwartungen unterschiedlich und für Städte wie Recycler bleibt vieles schwer planbar. Entscheidend ist aber: Es fehlt ein System mit strukturierten Daten, das wiederverwendbare Gegenstände systematisch aus dem Sperrmüll ausschleust.
Eine Auswertung der DBU zeigt: Rund 10 bis 15 Prozent des Sperrmülls sind grundsätzlich wiederverwendbar. Ohne Daten und Prozesse landen diese Werte im Abfall, obwohl sie weitergenutzt werden könnten.
Hier setzt unser Pilot mit Berlin Recycling an. ReCircle Impact entwickelt eine digitale Lösung, die Sperrmüll sichtbar macht: Beim Buchen der Abholung laden Bürger:innen Fotos hoch, unsere Software erkennt Volumen, Objektkategorien, Zustand und Wiederverwendungspotenzial und erzeugt pro Artikel einen Datensatz.
Das bringt gleich zwei Seiten in Bewegung:
- Operativ: Berlin Recycling kann systematisch entscheiden, welches Fahrzeug und wie viele Personen für den Einsatz nötig sind. Fehlfahrten werden vermieden, illegale Ablagerungen verhindert, Kosten gesenkt und mehr Aufträge möglich.
- Kreislaufwirtschaft: Geeignete Artikel können gezielt an die NochMall der BSR vermittelt werden. Dort wird geprüft, ob z. B. ein Fahrrad, eine Wohnwand oder ein Hometrainer weiterverkauft werden kann. So entstehen zusätzliche Erlöse für die BSR-Gruppe und gleichzeitig sinken Entsorgungskosten.
ReCircle Impact macht Sperrmüll sichtbar und schafft damit die Datengrundlage für skalierbare Wiederverwendung. Ein Hebel, der operative Effizienz mit echter Ressourcenschonung verbindet.
Wir freuen uns, gemeinsam mit Berlin Recycling diesen Schritt zu gehen – und laden weitere Partner ein, mit uns die Zukunft der Kreislaufwirtschaft zu gestalten.
Alle Bewerberinnen 2025
Kategorie "Energie"
Saskia Albrecht, TransnetBW
Gestaltung der Energiewende in Baden-Württemberg
Unter Saskia Albrechts Leitung gestaltet die Abteilung Projektkommunikation des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW seit 12 Jahren die Energiewende in Baden-Württemberg. Das Team verantwortet die Kommunikation von Netzausbauvorhaben, Netzverstärkungen und Großprojekten wie SuedLink bei der TransnetBW und ist hierbei Ansprechpartner für die Kommunen und Landkreise. SuedLink ist eine 700 km lange Gleichstromleitung, die Windenergie von Schleswig-Holstein in die Verbrauchszentren nach Bayern und Baden-Württemberg transportiert. Als zentrales Infrastrukturvorhaben der Energiewende ist SuedLink ein Projekt der Superlative – technisch wie kommunikativ.
Das Projekt betrifft rund 400 Kommunen in 6 Bundesländern, über 14.000 Grundstückseigentümer und tausende Anwohnende. Unabdingbar für den Erfolg: ein intensiver Dialog – nicht nur während der formellen Genehmigung, sondern von Beginn der Planungen bis zur Inbetriebnahme. In Zusammenarbeit mit Bauernverbänden entstanden Bodenschutzleitlinien und eine Rahmenvereinbarung über Entschädigungszahlungen, die in Baden-Württemberg zu einer Einigungsquote von 99 Prozent führte.
„Wir hören den kommunalen Verantwortlichen und den Menschen vor Ort aktiv zu, nehmen ihre Sorgen und Hinweise ernst und entwickeln gemeinsam Lösungen. So schaffen wir Vertrauen und verwandeln Skepsis in Akzeptanz." (Saskia Albrecht, Abteilungsleitung Projektkommunikation bei TransnetBW)
Mit Erfolg, denn die formellen Einwendungen zum Beispiel im Projekt SuedLink blieben deutlich unter erwarteten Zahlen. Ein Zeichen, dass es im Dialog gelungen ist, in den Regionen tragfähige Planungskompromisse zu erzielen. Das Team transformiert klassische Projektkommunikation zu strategischem Change-Management und beweist, wie frühzeitige Einbindung Planungskonflikte vermeidet. So leisten alle Beteiligten einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Energiewende.
Weitere Informationen: https://www.transnetbw.de/de/netzentwicklung/projekte | www.suedlink.com
Kontakt: Saskia Albrecht | saskia.albrecht@transnetbw.de
Béatrice Angleys, Thüga
Die Thüga H2-Plattform bündelt Kompetenze
Im Oktober 2023 haben sich elf Energieversorger der Thüga-Gruppe und die Thüga Aktiengesellschaft zu einer strategischen Kooperation zusammengeschlossen, der sogenannten „Thüga H2-Plattform“. Das Ziel: Wissenstransfer betreiben, Synergien heben und durch die Initiierung lokaler Projekte den Wasserstoffhochlauf vor Ort einzuleiten. In enger Kooperation mit weiteren Abteilungen der Thüga erhalten die Mitgliedsunternehmen individualisierte Unterstützung bei ihren Wasserstoff-Aktivitäten.
Zusammen mit ihrem Team ist es Béatrice Angleys als Leiterin der Thüga H2-Plattform gelungen, ein breites und sehr konkretes Leistungsportfolio aufzubauen, das die Thüga-Partnerunternehmen jederzeit abrufen können. Es gibt Erklärfilme, Argumentationsleitfäden und FAQs, Ankerkundenanalysen auf Postleitzahlen-Ebene, Business-Case-Tools für Elektrolyseur-Projekte, Fördermittelberatung sowie Unterstützung im täglichen Projektmanagement beim Aufbau lokaler H2-Ökosysteme in den Regionen.
Durch den kontinuierlichen Dialog sowie mit zahlreichen Veranstaltungen, Webinaren und Austauschformaten haben Béatrice Angleys und ihr Team eine stabile H2-Community aufgebaut, die von der Vernetzung der Partnerunternehmen untereinander, aber auch mit relevanten Marktpartnern und Entscheidungsträgern lebt. Als starke Partner ihrer Kommunen können die beteiligten Stadtwerke die Energiewende vor Ort maßgeblich vorwärts bringen. Béatrice Angleys leistet als Leiterin der Thüga H2-Plattform bei Deutschlands größtem Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger mit unermüdlichen Einsatz und einem kooperativen Ansatz einen wesentlichen Beitrag zu einem erfolgreichen Wasserstoffhochlauf in Deutschland.
Weitere Informationen: https://www.thuega.de/stadtwerke-der-zukunft/unsere-wasserstoff-initiative/
Kontakt: Béatrice Angleys | Beatrice.Angleys@thuega.de
Patricia Dau, Stadtwerke Steinburg
Das erste komplett regenerative Wärmenetz dieser Größe in Schleswig-Holstein
2021 begannen die Stadtwerke Brunsbüttel und die Entwicklungsgesellschaft Westholstein, ein klimafreundliches Wärmenetz mit Industrieabwärme für Brunsbüttel zu planen und gründeten dafür die Westholstein Wärme GmbH (WHW).
Nach einem ersten Förderbescheid und kleineren, vorgezogenen Baumaßnahmen zeigte sich, dass die technische Entwicklung nach der Corona- und der Energiekrise so stark vom ursprünglichen Förderprojekt abwich, dass Lösungen gesucht werden mussten.
In Abstimmung mit dem BAFA setzte das Team 2024 eine Transformationsstudie auf – und bekam im Juli 2025 eine Zusage für 15 Millionen Euro Fördergeld für das neue, erweiterte Projekt.
Somit erfolgte im August der Startschuss für das sieben Kilometer lange, regenerative Wärmenetz und die Energiezentrale. Diese speist sich aus drei klimafreundlichen Quellen: Industrieabwärme, mit industriellem Abwasser gespeiste Wärmepumpen sowie überschüssiger Dampf aus einem Holzhackschnitzelheizwerk. Mit einer geplanten Leistung von 12 Megawatt in der ersten Ausbaustufe und 20 Megawatt in der zweiten Stufe schafft die WHW eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Wärmewende.
Das Netz entsteht in sechs Bauabschnitten und bildet künftig das Rückgrat einer nachhaltigen Wärmeversorgung für Brunsbüttel – langfristig sollen rund 20 Prozent der Haushalte in der Stadt Brunsbüttel an das klimafreundliche Wärmenetz angeschlossen werden.
Die Inbetriebnahme ist für 2026/2027 geplant. Insgesamt sind für das Vorhaben 38 Millionen Euro veranschlagt.
Kontakt: Patricia Dau | patricia.dau@stadtwerke-steinburg.de
Vivien Neubert | vivien.neubert@energiedialog.com
Susanne Diderich, IfE – Ingenieurbüro für Energiewirtschaft
Die Energiebranche gewinnt den Nachwuchs von morgen
Ein Nachwuchsprojekt mobilisiert und begeistert Young Professionals, Studierende und Trainees für die Energie- und Netzwirtschaft.
Erstmalig 2007 hatten 75 Studierende und Nachwuchskräfte, gesponsert von28Unternehmen, die Gelegenheit sich untereinander auf dem Vorgängerkongress des BDEW Kongress zu vernetzen, der zuvor Entscheidern aus Stadtwerken, Energieversorgungsunternehmen und Beratungshäusern vorbehalten war. Heute ist das Nachwuchsprojekt fester Bestandteil diverser Fachkongresse in der Energiebranche: Es fördert Hunderte junger Talente und nimmt die Zielgruppe ins Visier, die die Energiewende in Gegenwart und in Zukunft umsetzt.
Die Teilnahme von Young Professionals aus Unternehmen der Energie- und Netzbranche und Studierenden verschiedenster Hochschulen an ausgewählten Fachkongressen der Energie- und Netzbranche gab und gibt die konkrete Möglichkeit sowohl zur Vernetzung der Gleichaltrigen untereinander als auch zum generationsübergreifenden Dialog mit den Teilnehmer/innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. So entstehen über Unternehmen und Hochschulen hinweg Kontakte und Beziehungen. Zudem erhalten die Nachwuchs-Führungskräfte einen tiefen Einblick in die aktuellen Diskurse der Energiebranche. Ein überzeugendes Konzept, das nicht selten Ausgangspunkt für bemerkenswerte Karrierewege ist.
„Die Verantwortliche, Susanne Diderich, hat von 2007 bis 2022 ein nachhaltig erfolgreiches Angebot in der Energiebranche aufgebaut, das einen spannenden Beitrag gegen den Fachkräftemangel leistet“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung bei 50Hertz.
Seit 2023 wird das Nachwuchsprojekt vom BDEW fortgeführt und auf zwei Fachkongressen umgesetzt.
Kontakt: Susanne Diderich | susanne.diderich(at)gmail(dot)com
Ute Dülfer, Stadt Lichtenau
Das Projekt "Schlafender Riese"
Die Region um Lichtenau erreicht eine installierte Leistung von 844 kW pro km2 und damit einen bundesweiten Spitzenplatz. Die Region ist daher häufig von Abregelung betroffen und das macht sie zu einem geeigneten Standort für die Produktion von grünem Wassersoff. In Kooperation zwischen den Stadtwerken Lichtenau und Westfalen Weser entsteht mit dem „Schlafenden Riesen“ eine Elektrolyse mit 10 Megawatt Leistung, die überschüssigen Strom aus lokalen Windparks nutzt. Der grüne Wasserstoff soll vor allem die regionale Industrie und Wasserstofftankstellen versorgen und zur Dekarbonisierung beitragen.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Umnutzung einer bestehenden Erdgashochdruckleitung als saisonaler Wasserstoffspeicher. Diese Leitung mit einem Durchmesser von einem Meter und sechs Kilometern Länge ermöglicht nicht nur den Transport, sondern auch die saisonale Speicherung des Wasserstoffs.
Das Land NRW fördert das Projekt mit 11,2 Millionen Euro und sieht darin ein Modell für die regionale Wasserstoffwirtschaft. Lichtenau bietet ideale Voraussetzungen: gute Wasserverfügbarkeit, Nähe zu Windkraftanlagen und industrielle Abnehmer wie die Stahl- und Zementindustrie.
Mit dem „Schlafenden Riesen“ entsteht ein regionaler Wasserstoff-Hub, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung abdeckt – ein echter Meilenstein für die nachhaltige Energieversorgung in OWL.
„Schlafender Riese“ ist ein Vorreiterprojekt für Speichertechnologien und Wasserstoffwirtschaft „Made in Germany“. Wenn wir das umsetzen, was wir entwickeln, werden wir als Industrienation erfolgreich sein. Die Vision und Führung von Bürgermeisterin Ute Dülfer hat dieses Modell mit Strahlkraft weit über die Region hinaus auf den Weg gebracht.
Weitere Informationen: https://www.lichtenau.de/de/aktuelles/meldungen/11-Mio-Euro-Foerderung-Schlafender-Riese.php
Kontakt: Georg Wigge | Geschäftsführer Stadtwerke Lichtenau | wigge@stadtwerke-lichtenau.de
Dr. Marion Kapsa, Energie- und Wasserversorgung Bünde
EWB betreibt Wasserstoffbasiertes Energieversorgungsystem zur umweltfreundlichen Energieversorgung
Die Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH (EWB) geht einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Auf dem Betriebsgelände ist ein Wasserstoffbasiertes Energieversorgungssystem entstanden, das als Beispiel für eine dezentrale und umweltfreundliche Energieversorgung dient. Mit dem Bau nimmt das Unternehmen eine Vorreiterrolle bei der zukünftigen Nutzung von grünem Wasserstoff in Ostwestfalen-Lippe ein.
Ausgangspunkt sind Photovoltaik-Anlagen als erneuerbare Energiequellen, die Sonnenstrahlung direkt in elektrische Energie umwandeln. Mithilfe einer Elektrolyse-Brennstoffzellen-Anlage wird daraus überschüssiger Strom aus der lokalen Photovoltaik-Anlage mittels Elektrolyse in grünen Wasserstoff (H₂) umgewandelt. Dieser wird in Drucktanks zwischengespeichert und bei Bedarf in einer Brennstoffzellen-Anlage als klimafreundlicher Strom und Wärme für den Verbrauch aufbereitet. Der Ansatz klingt nicht nur in der Theorie vielversprechend, die EWB setzt ihre Pläne auch konsequent um: Bereits im Frühjahr 2024 haben die Baumaßnahmen begonnen: Ende 2024 wurde die Anlage in Betrieb genommen und dient nun als Demonstrationsanlage für eine umweltfreundliche Energieversorgung.
Ein wasserstoffbasiertes Energieversorgungssystem eröffnet viele Vorteile für die Zukunft. Grüner Wasserstoff ist ein sauberer und nachhaltiger Energieträger, der CO₂-neutral ist. Darüber hinaus ermöglicht die Technologie, die Stromerzeugung und -nutzung zeitlich zu entkoppeln, den Verbrauch regenerativer Energie zu steigern, regionale Energieunabhängigkeit zu fördern sowie Kompetenzen für zukünftige Herausforderungen der Energiewende weiter aufzubauen.
Damit setzt die EWB nicht nur ein Zeichen für nachhaltige Energieversorgung, sondern zeigt, dass die Energiewende auch in Bünde aktiv vorangetrieben wird.
Konktakt: Anke Sundermeier | Sekretariat Geschäftsführung | sundermeier@ewb.aov.de
Julia Koch, DEW21
Grüne Stromerzeugung „WindSpark“
Mit „WindSpark“ verantwortet Julia Koch im Dortmunder Norden den Bau eines Hybridparks, der Windkraft und Photovoltaik miteinander verbindet. Auf einer ehemaligen Bergehalde werden alte Windräder zurückgebaut und durch drei moderne Anlagen ersetzt. Ergänzt wird das Projekt durch eine Solaranlage auf einer benachbarten Deponiefläche. Beide Anlagen speisen über eine gemeinsame Kabeltrasse direkt ins Stromnetz ein und tragen somit ihrem Teil zu einer grünen Stromversorgung bei – mitten in der Stadt.
Die urbane Lage bringt besondere Herausforderungen mit sich: Die Nähe zu einem Naturschutzgebiet, komplexe logistische Abläufe und die Einbindung zahlreicher Akteure erfordern höchste Präzision in der Planung und Abstimmung. Julia Koch begegnet diesen Herausforderungen mit frühzeitiger Kommunikation, enger Zusammenarbeit mit Behörden und einem klaren Fokus auf Umweltverträglichkeit und Akzeptanz. Von der technischen Detailplanung über die Informationsverbreitung mittels Flyern und Website bis hin zum kontinuierlichen Austausch mit Projektbeteiligten und Kolleg*innen greifen alle Prozesse ineinander.
WindSpark zeigt, wie Städte aktiv zur Energiewende beitragen können. Bis zu 21.000 Haushalte werden künftig mit grünem Strom versorgt, jährlich rund 40.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das Projekt verbindet die lokale Energiewende mit nachhaltiger Flächennutzung und gelebter kommunaler Verantwortung.
Weitere Informationen: DEW21 WindSpark: Windkraftanlage für Dortmund Ellinghause
Kontakt: Julia Koch | Julia.Koch@dew21.de
Agnetha Krüger, Stadtwerke Speyer
24-Stunden-Lieferantenwechsel
Nach dem Beschluss BK6-22-024 der Bundesnetzagentur müssen Energieversorger seit Juni 2025 den Wechsel des Stromanbieters innerhalb von 24 Stunden koordinieren und realisieren. Die Neuregelung zielt darauf, den Anbieterwechsel auf Verbraucherseite zu beschleunigen und den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu stärken.
Ziele des Projekts waren die Integration und Nutzung neuer Technologien, das Forcieren der Automatisierung und der Resilienz von Marktkommunikationsprozessen sowie die Steigerung der Effizienz und Reduktion personeller Ressourcen.
Als Teamleiterin Marktkommunikation und stellvertretende Bereichsleiterin im Bereich Energiewirtschaft/Informationstechnologien ist Agnetha Krüger eine wichtige interne Schnittstelle, wenn es um Prozessoptimierungen oder um die Umsetzung von Gesetzesänderungen geht. Kundenorientierung und Effizienz sind dabei ihre größten Antreiber.
Die größte Herausforderung des Projekts war für sie die Umsetzung der Regularien und die Implementierung neuer Systemfunktion im Energiemarkt in Verbindung mit einer Erhöhung des Automatisierungsgrades. Die Änderung hatte tiefgreifenden Auswirkungen auf Prozesse, Systeme, Organisation und Kundinnen und Kunden.
Nach bereits vorhandener Digitalisierung konnten die Stadtwerke Speyer (SWS) eine höhere Standardisierung in energiewirtschaftlichen Massenprozessen erzielen sowie eine stärkere Integration von Automatisierungslösungen umsetzen und dadurch Geschäftsprozesse zukunftsorientierter aufstellen.
Der 24-Stunden-Lieferantenwechsel hat Agnetha Krüger nicht nur im Rahmen der Umsetzung bei den SWS beschäftigt. Sie hat sich dem Thema auch in ihrer Masterarbeit gewidmet und wissenschaftlich aufbereitet.
Alina Kwasnicki, Stadtwerke Potsdam GmbH
Leuchtenfamilie Krampnitz – Ein Leuchtprojekt für nachhaltige Beschaffung
Mit dem Quartier Krampnitz entsteht in Potsdam ein klimaneutrales, zukunftsorientiertes Stadtviertel für rund 10.000 Menschen – ein Modell für nachhaltige Stadtentwicklung. In diesem Kontext wurde die „Leuchtenfamilie Krampnitz“ entwickelt: eine neue Generation von Straßenleuchten, die Energieeffizienz, digitale Intelligenz und gestalterische Qualität vereint. Statt Standardlösungen setzten die Stadtwerke Potsdam auf ein innovatives, dialogorientiertes Vergabeverfahren, das Nachhaltigkeit und Ästhetik gleichermaßen berücksichtigt.
Die Besonderheit des Projekts liegt im Zusammenspiel von technischer Prüfung und realer Erprobung im Stadtbild. Das Ergebnis: über 200 moderne Leuchten, die nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch überzeugen und Kosteneinsparungen im fünfstelligen Bereich ermöglichen. Eine Mammut-Aufgabe, die vom Projektteam mit Bravour gemeistert wurde.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie innovative Verfahren und interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Maßstäbe in der kommunalen Beschaffung setzen können. Die kommunikative und konzeptuelle Aufbereitung für die Teilnahme am Award „Innovation schafft Vorsprung“ und die KOINNO-Gold-Zertifizierung haben das Projekt über die Unternehmensgrenzen hinaus sichtbar gemacht. Durch die parallel stattfindende interne Bekanntmachung wurde das Projekt als zukunftsweisendes Beispiel innerhalb der Stadtwerke etabliert – ein Leuchtturmprojekt mit spannenden Ansätzen für folgende Beschaffungen.
Weitere Informationen hier: https://www.koinno-bmwk.de/koinno/praxisbeispiele/detail/krampnitz-leuchtet-voran-nachhaltige-innovation-in-der-oeffentlichen-beschaffung/
Kontakt: Alina Kwasnicki | alina.kwasnicki@swp-potsdam.de
Yvonne Post, Stromnetz Berlin
Im Dialog mit Bürger*innen – Transparenz und Teilhabe bei Stromnetz Berlin
Der Bürgerinnendialog ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit bei Stromnetz Berlin. Der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern zum Netzausbau ist aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken.
Er schafft Raum für Austausch, Verständnis und Mitgestaltung – besonders bei großen Infrastrukturprojekten. In verschiedenen Formaten bringen wir Anwohnerinnen und Projektteams zusammen, um geplante Vorhaben frühzeitig und transparent zu besprechen.
Unsere Informationsangebote sind vielfältig: Von Beschilderungen direkt an der Baustelle über Broschüren und frühzeitige Anwohnerinformationen sowie Online-Informationen bis hin zu zielgruppengerechten Veranstaltungen vor Ort.
Dabei folgen wir klaren Prinzipien: Der Dialog soll verbindlich, verlässlich und auf Augenhöhe stattfinden. Unser Ziel ist es, alle Bürger*innen zu erreichen – mit niedrigschwelligen, verständlichen und relevanten Informationen. Mit dem Bürger*innendialog gestalten wir gemeinsam die Energiewende in Berlin.
Weitere Informationen: Bürger*innendialog
Kontakt: Henrik Beuster | Pressesprecher | henrik.beuster(at)stromnetz-berlin(dot)de
Tina Rüssel, SachsenEnergie
Öffentlichkeitsbeteiligung während des Baus einer Erdkabeltrasse
Im Projekt geht es um die Öffentlichkeitsbeteiligung während der Planung und Errichtung einer 110-kV-Erdkabeltrasse in Dresden. Die geplante Stromtrasse führt vom Umspannwerk Dresden-Klotzsche bis zum Umspannwerk Rähnitz und soll 2028/2029 in Betrieb gehen. Die neue Stromtrasse ist von hoher Bedeutung für die Versorgung der sächsischen Landeshauptstadt, für ihre Bürgerinnen und Bürger, für Gewerbe, Industrie und insbesondere für Europas größtes Microelektronik-Cluster. Die Öffentlichkeitsbeteiligung soll Transparenz herstellen, Dialog fördern, Akzeptanz bei den verschiedenen Stakeholdern schaffen und für eine reibungslose Planung und Errichtung der Stromtrasse sorgen.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung in diesem Projekt hat gleichzeitig eine hohe Strahlkraft in die ostsächsischen Kommunen sowie in die eigene Organisation: SachsenNetze baut die Öffentlichkeitsbeteiligung für ihre Infrastrukturvorhaben auf. Das vorliegende Projekt ist mit seinen wertvollen Erfahrungen Vorbild für die Öffentlichkeitsbeteiligung in künftigen Infrastrukturvorhaben im gesamten Gebiet des Verteilnetzbetreibers. Die Kommunen spielen dabei eine bedeutende Rolle: Sie sind Beteiligte im Genehmigungsverfahren, wichtiger Multiplikator zu den Bürgerinnen und Bürgern und als unsere Anteilseigner ein ganz wesentlicher Partner.
Kontakt: Tina Rüssel | Tina.Ruessel@SachsenEnergie.de
Aleksandra Würfel, MVV Umwelt
CO2-Abscheidung und -Speicherung an einem Biomassekraftwerk
MVV Umwelt hat mit dem innovativen Projekt EcoBECCS-X einen bedeutenden Fortschritt in der Umsetzung seiner Klimastrategie erzielt. Das Projekt basiert auf der BECCS-Technologie und wird am Biomassekraftwerk in Mannheim realisiert, das nicht recycelbares Altholz zur Energiegewinnung nutzt. Mithilfe einer CO2-Abscheidungstechnologie wollen wir der Atmosphäre ab 2030 jährlich über 150.000 Tonnen CO₂ dauerhaft entziehen und langfristig speichern. Dieses Vorhaben fördert nicht nur netto-negative Emissionen, sondern nutzt zudem die Abwärme für das Mannheimer Fernwärmenetz. EcoBECCS-X könnte als Modell für ähnliche Projekte in Europa dienen, insbesondere an Standorten ohne CO₂-Pipelines. Wir freuen uns darauf, mit diesem Projekt die nächsten Schritte zur Förderung einer klimafreundlichen Zukunft zu gehen.
Kontakt: Aleksandra Würfel | aleksandra.wuerfel@mvv.de
Kategorie "Wasser"
Anja Arztenhofer, Gemeindewerke Wendelstein KU
Die Bayerische Wasserwerksnachbarschaft (WWN)
Die WWN Bayern sind ein Netzwerk von Trinkwasserversorgern und richten sich in erster Linie an das technische Personal der Wasserversorgungsunternehmen, wie zum Beispiel Wassermeister, Fachkräfte der Wasserversorgung, Wasserwarte und Facharbeiter. Durch Vorträge und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch werden Fachkenntnisse vermittelt und grundlegende Fertigkeiten für die betriebliche Arbeit in der Praxis geübt. Nachbarschaftsleiter sind die ersten Ansprechpersonen und Vermittler bei Problemen und Neuerungen. Die Wasserwerksnachbarschaften Bayern gibt es bereits seit 1986.
Anja Arztenhofer prägt als Vorstandsmitglied und Nachbarschaftsleiterin von zwei Landkreisen ganz wesentlich die Bayerischen Wasserwerksnachbarschaft (WWN).
Weitere Informationen hier: https://wwn-bayern.de/startseite
Ansprechpartner*innen: Gunnar Braun | braun(at)vku(dot)de & Anja Arztenhofer | anja.arztenhofer(at)wendelstein(dot)de
Michaela Franke, Stadtwerke Hof
Schwimmen lernen – ein Kooperationsprojekt mit Strahlkraft
In Hof haben sich vier schwimmsporttreibende Organisationen – DLRG, Wasserwacht, Schwimmverein Hof und die IfL Hof – zu einer einzigartigen Kooperation zusammengeschlossen, um dem Rückgang der Schwimmfähigkeit bei Kindern aktiv entgegenzuwirken. Seit 2021 öffnet exklusiv für sie jedes Jahr das HofBad für zwei Wochen, um möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen – kostenlos und ehrenamtlich.
Die Herausforderung: Immer mehr Kinder können nicht schwimmen – verstärkt durch Corona, geschlossene Bäder und fehlendes Personal. Die Wartelisten für Schwimmkurse sind lang, die Organisation für Eltern und Vereine aufwendig. Das Projekt begegnet dieser Entwicklung mit gebündelter Kraft und niedrigschwelligen Angeboten.
Das Ergebnis: Über 1.000 Kinder der 1. bis 4. Klassen sowie Vorschulkinder haben bereits das Seepferdchen-Abzeichen erworben – ein wichtiger erster Schritt zur sicheren Schwimmfähigkeit. Das Projekt lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher und der Initiative von Frau Michaela Franke, die die Kooperation ins Leben gerufen hat.
„Schwimmen lernen“ ist in Bayern einzigartig und zeigt, wie durch Zusammenarbeit vor Ort echte Wirkung entsteht – für mehr Sicherheit, Teilhabe und Bewegung im Kindesalter.
Kontakt: Michaela Franke | michaela.franke@stadtwerke-hof.de
Beate Kramer, knowH2O – BG Bildungswerk digital GmbH
knowH2O – Das Portal für die Wasserwirtschaft
Das Wissensportal für die Wasserwirtschaft | knowH2O hilft Ihnen dabei, den bestehenden Herausforderungen in Ihrem Unternehmen zu begegnen. knowH2O begleitet den Wissenstransfer, der (auch) der Wasserwirtschaft aufgrund des anstehenden Generationenwechsels bevorsteht. Während die älteren Mitarbeitenden der Wasserwirtschaft ihren Erfahrungsschatz horten, kommen die jüngeren Mitarbeitenden mit aktuellem Fachwissen, neuen Ideen und unvoreingenommenen Perspektiven in die Arbeitswelt. Im Onboarding ist knowH2O ein wichtiger Baustein, um „die Neuen“ parallel zum Training on the job mit dem nötigen Fachwissen auszustatten. Zudem müssen mehr und mehr Quereinsteiger eingearbeitet und aufgeschlaut werden. knowH2O ist wesentlicher Bestandteil der Brücke zwischen den Generationen – der Erfahrungsschatz wird bewahrt und „den Neuen“ zur Verfügung gestellt. knowH2O bietet die hierfür notwendigen neuen Lernformen und -formate.
Kontakt: Beate Kramer | beate.kramer(at)knowh2o(dot)de
Grit Seemann, Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln
Mammutprojekt Mischwasserkanal – Im Dialog mit den Anwohnern
Grit Seemann, technische Leiterin des Abwasserbetriebs der Stadt Rinteln, hat zwischen 2017 und 2022 ein Mammutprojekt umgesetzt – mit viel Sinn für Gemeinschaft und Dialog – und mit Fingerspitzengefühl. Dabei ging es um die Erneuerung eines maroden Mischwasserkanals. Die Herausforderung: In der Rintelner Ost-Contrescape, wo der Mischwasserkanal in der ehemaligen Flutmulde verläuft, haben sich im letzten Jahrhundert Wohnhäuser angesiedelt. Die dazugehörigen Gärten grenzen an die Flutmulde. Eine komplizierte Gemengelage für die dringende Kanalsanierung, denn die privaten Gärten machten den Zugang zum Kanal mit ihrer Bepflanzung, Zäunen und Gartenhütten für Baustellengefährt unmöglich. Für Grit Seemann war klar: Das Projekt konnte nur im Dialog mit den Anwohnern umgesetzt werden. Bei der ersten Bürgerinformationsveranstaltung 2017 wandte sich noch die Mehrheit gegen das Projekt. Denn für die Arbeiten war es erforderlich, dass die anliegenden Eigentümer dem Abwasserbetrieb beiderseits der Flutmulde jeweils 3 Meter ihrer Grundstücksfläche vorübergehend – 1 Meter davon dauerhaft – zur Verfügung stellen. Bauliche Anlagen und Bepflanzungen mussten weichen, sollten jedoch entschädigt werden. Um einen Konsens zu finden, setzte Grit Seemann auf Dialog, Infoveranstaltungen, zahlreiche persönliche Gespräche und geeigneten Regelungen. Sie engagierte Gutachter für eine neutrale Bewertung, nahm zusätzliche Belastungen und Planungsanpassungen in Kauf – und konnte so die Eigentümer überzeugen und sogar Kritiker zu Mitstreitern machen.
www.stadtwerke-rinteln.de
Kontakt: Sarah Albrecht | Pressesprecherin | sarah.albrecht@stadtwerke-rinteln.de
Kategorie "Abfallwirtschaft"
Karin Speidel & Sabine Kleim, Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Nürnberg
Innovativer Ansatz gegen wilde Müllablagerungen
Die Wertstoffcontainerstandplätze in Nürnberg werden häufig als Ablagefläche für Müll jeglicher Art missbraucht. Vom Sofa, über Fernseher und kleinteiligen Müll ist alles zu finden. Das beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern kann ökologische Schäden verursachen. Spezielle Reinigungstrupps fahren diese Plätze dreimal pro Woche an und entfernen die Ablagerungen. Doch auch ein sauberer Standplatz hält nicht davon ab, wieder Müll abzustellen.
Daher haben wir überlegt, die Situation umzudrehen und den Standplatz zu sperren, und damit weder einen Einwurf in die Container noch eine Ablagerung von Abfällen zu ermöglichen. Unsere Idee haben wir in Form von Bauzäunen umgesetzt, die wir direkt um die vermüllten Containerstandplätze errichtet haben. Daran wurden Informationsschilder incl. QR Code mit Hinweis auf kostenlose Sperrmüllentsorgung angebracht. Zusätzlich gab es noch ein Plakat, auf dem uns die BürgerInnen eigene Ideen notieren konnten, dies wurde sehr gut angenommen.
Flankiert wurde dieses Projekt durch die Abfallberatung, die in direkten Kontakt mit den Anwohnern trat. Auch die Bürgervereine unterstützten uns auf ihrer Homepage bzw. mit der Verteilung von Flyern. In diesem Jahr haben wir bereits 8 Standplätze für die Dauer von ca. 1 Woche abgesperrt. Als Resümee lässt sich festhalten, dass die wilden Abfallablagerungen zumindest für einige Tage nach Entfernung der Zäune deutlich zurückgegangen sind.
Wir wollen mit diesen Aktionen die Verursacher direkt ansprechen und auffordern, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Es soll ein Bewusstsein für die Umwelt geschaffen und die Bürger dazu motiviert werden, aktiv an einem sauberen Lebensumfeld mitzuarbeiten. Statt schnell und still abholen den Spieß mal umdrehen und verdeutlichen, dass diese Verhalten nicht in Ordnung ist.
Kontakt: Hans-Peter Kauppert | Zweiter Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Nürnberg | Hans-Peter.Kauppert@stadt.nuernberg.de
Birgit Simon, Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises
Bioabfall rein halten
Bereits vor zehn Jahren habe ich den Plastiktüten und Fremdstoffen im Bioabfall den Kampf angesagt – lange bevor die neue Bioabfallverordnung am 1. Mai 2025 in Kraft getreten ist. Mein Ziel war klar: Der Wetterauer Bioabfall sollte nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sondern mit weniger als 0,5 Prozent Fremdstoffen eine Spitzenqualität erreichen.
Dafür habe ich auf breite Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Schon 2019 wies ich Kundinnen und Kunden im Supermarkt mithilfe von Kundenstoppern auf die Problematik „kompostierbarer“ Plastiktüten hin. Radiowerbung, Anzeigen, Aufkleber und Aktionen wie „Biotonnen Deutschland“ machten das Thema sichtbar. Ein besonderes Projekt von mir war die großflächige Werbung auf Sammelfahrzeugen – seit 2019 rollten 14 Fahrzeuge mit klarer Botschaft durch den Wetteraukreis, 2024/2025 folgten weitere 21 mit dem witzigen #wirfuerbio-Motiv – ein lächelnder Apfelgriebsch Namens Amelie.
Neben der Öffentlichkeitsarbeit habe ich seit 2016 über 1000 Sammelfahrzeuge beim Abladen kontrolliert und Müllwerker auf ihren Touren begleitet. So konnte ich direkt Rückschlüsse auf die Qualität ziehen. Seit 2025 unterstützt Künstliche Intelligenz an allen Sammelfahrzeugen – das TopView von c-trace GmbH - Fremdstoffe in den Biotonnen kontinuierlich aufzuspüren.
Mein Fazit nach zehn Jahren lautet: „Die Arbeit hat sich voll bezahlt gemacht – die Qualität des Bioabfalls ist heute spitze. Danke an die Bürgerinnen und Bürger im Wetteraukreis für die tolle Sammelqualität. Alle, die auf Plastiktüten im Bioabfall verzichten, leisten einen echten Beitrag zum Klimaschutz. Denn nur aus Bioabfall ohne Fremdstoffe können wir Qualitätskompost herstellen. Bioabfallmanagement ist mein Herzensprojekt."
Kontakt: Birgit Simon | https://www.linkedin.com/in/birgit-simon-29a42a35a/ | b.simon@awb-wetterau.de
Kategorie "Mobilität"
Sabine Cremer, Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Fahrsimulatoren modernisieren die Ausbildung unseres Fahrpersonals
Fahrsimulatoren und qualifizierte Straßenbahnausbildung spielen eine immer wichtigere Rolle in der modernen Aus- und Weiterbildung von Straßenbahnfahrenden – so auch bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG). Wir setzen dabei auf simulationsbasierte Übungsszenarien, praxisnahe Trainings und kontinuierliche Qualifizierung, um die Sicherheit, die Effizienz und den Fahrkomfort in Duisburg weiter zu erhöhen.
Fahrsimulatoren ermöglichen ein risikofreies Training, die Einführung in neue Strecken und Fahrzeugtypen sowie das Üben von Not- und Ausnahmefällen. Eine qualifizierte Straßenbahnausbildung sorgt für fundierte Theorie und praxisnahe Anwendung. Regelmäßige Schulungen und Aktualisierung von Kenntnissen komplettieren unsere Zielsetzung eine sichere, effiziente und kundenorientierte Linienbedienung durch gut vorbereitetes Fahrpersonal.
Die DVG nimmt mit dem Einsatz der Fahrsimulatoren in der Aus- und Weiterbildung in NRW eine Vorreiterrolle ein. Gleichzeitig leisten wir damit aber auch einen Beitrag zum Klimaschutz, da ein Anteil der fahrpraktischen Ausbildung in den Fahrsimulatoren erfolgt. Die dadurch generierte Einsparung von CO2-Emissionen schont das Klima.
Die DVG hat etwa 1,9 Mio. Euro in die neue Technologie investiert. Dieses Vorzeigeprojekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Förderprogramms der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.
Weitere Informationen: https://www.dvg-duisburg.de/fahrsimulatoren
Kontakt: Sabine Cremer | cremer@dvv.de
Gabriele Demberger, Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm
E-Carsharing swu2go für Kommunen
Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) bieten Bürgerinnen und Bürgern in der Region mit swu2go ein attraktives E-Carsharing ergänzend zum ÖPNV-Angebot an. Aktuell gibt es über 40 Standorten, an denen verschiedene E-Fahrzeuge gebucht werden können, u.a. auch in Ulmer Parkhäusern. Zudem können swu2go-Kunden Fahrzeuge von Verbundpartnern mieten und auch über die SWU-App buchen. Mit swu2go tragen die SWU aktiv zu einer emissionsfreien, nachhaltigen Mobilität in der Region bei. Mehr Informationen sind unter swu.de/swu2go zu finden.
Kontakt: Gabriele Demberger | Gabriele.Demberger@swu.de
Jenny Jungnitz, Ravensburger Verkehrs- und Versorgungsbetriebe
Aufbau eines interkommunalen Verkehrsbetriebs
Im Februar 2025 wurde die VBS Verkehrsbetriebe Schussental gegründet. Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt der neue kommunale Verkehrsbetrieb den öffentlichen Stadtverkehr gemeindeübergreifend im Schussental in eigener Verantwortung. Ziel ist, den Menschen in Ravensburg, Weingarten, Baindt und Baienfurt einen zukunftssicheren Stadtverkehr zu bieten.
Stadtverkehre enden klassisch am Ortsschild. In Handelszentren wie Oberschwaben sind die Kommunen räumlich so eng verbunden, dass Mobilität nicht an Stadtgrenzen aufhören darf. Deshalb bildete bei der Gründung des Verkehrsbetriebes die gesamte Verkehrsfläche aller vier Kommunen die Grundlage. Gerade im ländlichen Raum sind interkommunale Verkehrskonzepte selten – in Baden-Württemberg ist die VBS sogar einmalig.
ÖPNV ist Teil der Daseinsvorsorge und sollte nicht zum Ausverkauf stehen oder nach Kassenlagen betrieben werden. Der ÖPNV wird in den nächsten Jahrzehnten sehr großen Herausforderungen begegnen; die sind durch private Verkehrsunternehmen kaum zu meistern. Land auf, Land ab werden Takte ausgedünnt, Linien verkürzt oder eingestellt. Mit dem interkommunalen Verkehrsbetrieb wird der ÖPNV zukunftssicher, planbar und bürgernah.
Die vier Kommunen stampfen gemeinsam einen Verkehrsbetrieb mit Betriebshof, Bussen, Fahrpersonal, Planung, Fahrplänen und Kundenzentrum aus dem Boden – und legen den Grundstein dafür, dass der Bus von heute auch morgen noch fährt.
Kontakt: Brigitte Schäfer | brigitte.schaefer@tws.de
Silvia Queck, Baubürgermeisterin der Stadt Zwickau
VEP 2040 bringt nachhaltige Mobilität, starke Bürgerbeteiligung und innovative Technik nach Zwickau
Mit dem Verkehrsentwicklungsplan 2040 (VEP 2040) gestaltet das Projektteam unter der Leitung der Baubürgermeisterin Silvia Queck Zwickaus Mobilität integriert, nachhaltig und zukunftsfähig. Dabei ist ihr Bürgerbeteiligung besonders wichtig: Werkstattgespräche, Foren und eine Online-Plattform sorgen dafür, dass alle Perspektiven gehört werden. Die Stadt hat ganz neue Herausforderungen zu meistern: sie es die Transformation als Automobilstandort, der große ÖPNV-Aufbruch mit den örtlichen Verkehrsbetrieben als Hauptakteur und mehr Angebote für Rad- und Fußverkehr zu schaffen. Der Plan bildet die Grundlage für künftige Bauprojekte und Verkehrsangebote in der Stadt. Doch der VEP 2040 ist mehr als ein Verkehrsplan: er ist Katalysator für eine neue Kultur der Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung. Die aufgebauten Strukturen wirken über das Projekt hinaus und dienen als Blaupause für künftige Beteiligungsprozesse. So wird Zwickau zum Vorreiter einer modernen, nachhaltigen und bürgernahen Verwaltung. Denn das große Ziel ist ein lebenswertes Zwickau für ALLE.
Weitere Informationen: https://vep2040.zwickau.de
Kontakt: Silvia Queck | bauen@zwickau.de & Mandy Scherzer | mandy.scherzer(at)wegebund(dot)de
Sabine Schnake, WSW Wuppertaler Stadtwerke
Die Mobilitätswende vorantreiben
Sabine Schnake treibt bei den WSW Wuppertaler Stadtwerken seit mehr als zwei Jahrzehnten in verschiedenen Managementfunktionen, seit 2023 als Geschäftsführerin, die Mobilitätswende mit wegweisenden Projekten voran. Sie verantwortete unter anderem die Entwicklung der Hol-mich-App, einer innovativen On-Demand-App, die Fahrgäste flexibel und klimafreundlich von Tür zu Tür bringt. Parallel dazu leitete sie bedeutende Infrastrukturvorhaben wie den Aufbau einer gemeinsamen Betriebslinienzentrale für Bus und Schwebebahn, ein Projekt, das Effizienz, digitale Steuerung und Vernetzung im ÖPNV auf ein neues Niveau hebt.
Früh erkannte sie die Bedeutung digitaler Kundeninformation und unterstütze Forschung und Entwicklung, um Innovationen praxisnah in den Betrieb zu überführen. Trotz finanzieller Engpässe gelingt es ihr, einen leistungsfähigen und zukunftsorientierten Nahverkehr zu gestalten – getragen von Innovationskraft und einer Führungskultur, die Vielfalt fördert und insbesondere Frauen in einem männerdominierten Umfeld stärkt.
Ihre Arbeit hat den ÖPNV in Wuppertal moderner und klimafreundlicher gemacht – bei gleichzeitiger Bewahrung von Tradition, etwa durch den Erhalt der weltberühmten Schwebebahn.
Als Mentorin begleitet sie zahlreiche Mitarbeitende auf ihrem Karriereweg und zeigt, wie technischer Fortschritt, soziale Verantwortung und Chancengleichheit in Einklang gebracht werden können.
Kontakt: Sandra Warren | Sandra.Warren@wsw-online.de
Dr. Miriam Stoff, Regioladen+
Regioladen+ bündelt die Ladeinfrastruktur von Stadtwerken und Regionalversorgern
Die Regioladen+ GmbH & Co. KG wurde im Januar 2025 als Kooperationsgesellschaft von 15 Stadtwerken und Regionalversorgern gegründet. Ziel ist es, die kommunale Ladeinfrastruktur effizienter, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger aufzustellen. Heute werden bereits fast 1.000 Ladepunkte zentral betrieben und verwaltet, bis 2030 plant die Regioladen+ ein Wachstum von bis zu 100%.
Regioladen+ begegnet dabei zwei zentralen Herausforderungen: Zum einen fordert § 7c EnWG eine strikte Trennung von Netzbetrieb und Ladeinfrastruktur, ein Problem insbesondere für kleinere Stadtwerke, die beides bislang kombiniert haben. Zum anderen erfordert der zunehmende Wettbewerbsdruck im dynamischen Markt schlanke Strukturen und Kosteneffizienz.
Das innovative Modell von Regioladen+ bietet die Lösung: Betrieb, Verwaltung und Ausbau erfolgen zentral, rechtssicher und standardisiert, gleichzeitig bleibt die regionale Identität der Partnerunternehmen erhalten. So profitieren alle Beteiligten von Synergien, Skaleneffekten und gebündeltem Know-how.
Das Projekt stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit kommunaler Versorger, sondern auch die kommunale Familie insgesamt. Regioladen+ ermöglicht gemeinsame Investitionen in Ladeparks, senkt Kosten und schafft Mehrwerte, die letztlich auch anderen Bereichen der Daseinsvorsorge zugutekommen.
Kontakt: Dr. Miriam Stoff | miriam.stoff@regioladenplus.de
Kategorie "Unternehmensentwicklung"
Annika Averbeck, WSW Wuppertaler Stadtwerke
Verankerung von Nachhaltigkeit im Unternehmen
Das Projekt „Verankerung von Nachhaltigkeit im Unternehmen“ zeigt eindrucksvoll, wie strategische Weitsicht und Engagement den Wandel zu mehr Verantwortung im Unternehmen vorantreiben können. Im Frühjahr 2024 begann unsere Kollegin in ihrer neuen Rolle als Nachhaltigkeitsmanagerin bei den WSW und legte innerhalb weniger Monate die Grundlage für die Nachhaltigkeitsstrategie 1.0. Sie steuerte die Entwicklung einer strategischen Ausrichtung, schuf Strukturen für Kommunikation und Zusammenarbeit und begleitete die Veröffentlichung des ersten Image-Nachhaltigkeitsberichts des Unternehmens.
Die größte Herausforderung bestand darin, das Thema Nachhaltigkeit in einem komplexen Organisationsumfeld mit vielen Beteiligten greifbar zu machen. Durch ihre Fähigkeit, Orientierung zu geben, Menschen einzubeziehen und konkrete Strukturen zu schaffen, gelang es ihr, das Thema zu verankern und Akzeptanz auf verschiedenen Ebenen zu gewinnen – von den Fachbereichen bis zur Geschäftsführung.
Heute verfügt die WSW über eine klare Nachhaltigkeitsausrichtung, die intern wie extern trägt und sichtbar ist. Das Projekt hat Nachhaltigkeit im Unternehmen spürbar gemacht: mit Zielen, Verantwortlichkeiten und einer gemeinsamen Haltung. Es zeigt, was möglich ist, wenn Kompetenz, Klarheit und Haltung zusammenkommen – und ist ein Beispiel dafür, wie Wirkung auch ohne formale Führungsrolle entsteht.
Kontakt: Annika Averbeck | Annika.Averbeck@wsw-online.de
Sonja Detmer, WSW Wuppertaler Stadtwerke
Sonja Detmer, eine der prägenden Persönlichkeiten der WSW Wuppertaler Stadtwerke
Sonja Detmer ist eine prägende Persönlichkeit bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Als erste Frau im Kraftwerk und seit 23 Jahren Betriebsrätin, davon sieben Jahre als Vorsitzende und elf Jahre Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat, hat sie die Energie- und Mobilitätswende in Wuppertal maßgeblich mitgestaltet. Sie führte das Unternehmen durch Herausforderungen wie Corona, Energiekrisen und verschärfte Klimaschutzbestimmungen – stets mit innovativen und nachhaltigen Lösungen, Teamgeist und Menschlichkeit.
Ein bedeutendes Projekt war die Integration der Tochtergesellschaft VSG in die WSW mobil (2012–2016), die durch Kompromisse und Engagement erfolgreich umgesetzt wurde. Ebenso herausfordernd war die Schließung des Heizkraftwerks Elberfeld (2014), bei der ein umfangreiches Personalkonzept entwickelt wurde, um für alle 72 Beschäftigten gleichwertige Arbeitsplätze zu sichern. Dieser emotionale Prozess wurde bis Ende 2019 mit viel Kommunikation, Strategie und Menschlichkeit abgeschlossen.
U.a. auch dank Sonja Detmers Einsatzes gilt Wuppertal als innovativer und sozial engagierter Arbeitgeber, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Sie fördert zudem aktiv Frauenkarrieren in der männerdominierten Branche. Ihr Engagement reicht über die WSW hinaus: In verschiedenen Funktionen bei verdi treibt sie Verkehrswende, Klimaneutralität und Tariffragen voran und unterstützt soziale Projekte in der Stadt. Dieses umfassende Wirken macht sie zur verdienten Preisträgerin.
Kontakt: Sonja Detmer | sonja.detmer@wsw-online.de
Nicole Hensel, Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV)
Erfolgreich in die Zukunft: Die SAP S/4HANA-Transformation der Wasserwirtschaftsverbände
Acht Wasserverbände– ein System, ein Ziel. Mit vereinten Kräften hat die SAP-Kooperation der Wasserwirtschaftsverbände den Umstieg auf SAP S/4HANA gemeistert – pünktlich, unter Budget und mit beeindruckender Teamleistung. Damit ist ein neues Kapitel der digitalen Zusammenarbeit aufgeschlagen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 steht die SAP-Kooperation für gemeinsames Handeln und effiziente Nutzung von Ressourcen. Acht Wasserverbändeaus NRW und Sachsen profitierenvon einem zentral betriebenen SAP-Mehrmandantensystem – und nun auch von einer modernen, zukunftsfähigen Plattform. Der Wechsel auf SAP S/4HANA war nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch ein organisatorischer Kraftakt. Acht Organisationen mussten gleichzeitig migrieren – und das ist gelungen.
Ohne externe Projektsteuerung, überwiegend mit internem Know-how und außergewöhnlichem Engagement, führte das Projektteam unter Leitung von Nicole Hensel (EGLV)die Transformation zum Erfolg. Ein perfektes Zusammenspiel und der unermüdliche Einsatz des Teams sowie eine klare Strukturierung des Projekts haben nicht nur erhebliche Kosten gespart, sondern auch den Beweis geliefert: Teamgeist schlägt externe Beratung.
Mit der neuen S/4HANA-Plattform wurde der Grundstein für die Zukunft gelegt – für mehr Innovation, Effizienz und digitale Exzellenz. Doch der Go-Live war kein Ziel, sondern der Startschuss für neue Möglichkeiten: Mit dem S/4HANA-Anschlussprogramm setzen die Verbände ihre Erfolgsgeschichte fort und treiben gemeinsam die Digitalisierung und Modernisierung ihrer Organisationen voran.
Kontakt: Nicole Hensel | hensel.nicole@eglv.de
Georgina Layritz, Stadtwerke München
Gleichstellung, Inklusion und Nachhaltigkeit
Georgina Layritz hat bei den Stadtwerken München ein ganzheitliches Diversity-Management etabliert, das alle sieben Dimensionen der Vielfalt strategisch integriert. Ihr Ansatz verbindet Gleichstellung, Inklusion, Nachhaltigkeit – und einen klaren Umgang mit Diskriminierung. Vielfalt ist bei den SWM kein Zusatzthema, sondern Teil der Unternehmenskultur. Durch die systematische Vernetzung bestehender Initiativen und die Entwicklung neuer Maßnahmen – gemeinsam mit Netzwerken wie „Proud@SWM“, „Die Expertisen“ und „Die Barrierefreien“ – entstand ein Rahmen, der Teilhabe, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit fördert. Mit gezielten Maßnahmen wie Führungskräfteworkshops, internen Multiplikator*innen und kontinuierlicher Kommunikation wurde eine unternehmensweite Dynamik geschaffen. Die SWM zählen heute zu den Vorreitern im kommunalen Diversity-Management – sichtbar etwa durch Top-Platzierungen im Frauen-Karriere-Index. Georgina Layritz zeigt, wie kultureller Wandel gelingt: mit strategischer Klarheit, echtem Engagement und einem offenen Dialog auf Augenhöhe. Ihr Projekt ist ein Vorbild für die Kommunalwirtschaft – und ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit öffentlicher Unternehmen.
Hier findest du Georgina auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/georgina-layritz/
Alessia Isabel Pareschi, Münchner Wohnen
Digitale Barrierefreiheit
Wie bringt man das Thema digitale Barrierefreiheit ins Unternehmen? Unser Einstieg war der Website-Relaunch. Dabei haben wir uns ganz klar digitale Barrierefreiheit als oberste Priorität gesetzt: sowohl mit Blick auf das Design und die Inhalte, als auch bei der technischen Umsetzung.
Bereits der Designentwurf wurde einem Accessibility Design Audit unterzogen, um bereits in einem frühen Stadium eventuelle Probleme zu beheben. Im nächsten Schritt kam die Ausschreibung der technischen Umsetzung. Hier haben wir im Ausschreibungstext auf die einzuhaltenden gesetzlichen Vorschriften verwiesen und auch die finale Abnahme an ein erfolgreiches Bestehen des BIK BITV-Tests gekoppelt. Diese Koppelung war für uns essenziell, da es unser erstes Projekt mit digitaler Barrierefreiheit war und die Anbieter am Markt mit diesen Kompetenzen noch recht rar sind.
Das Durchlaufen dieses Projektprozesses, der von Beginn an unter dem Stern der digitalen Barrierefreiheit stand, war mit einem umfassenden Lernprozess verbunden. Unsere konsequente Vorgehensweise wurde mit der Aufnahme in die Liste guter Beispiele der Antidiskriminierungsstelle des Bundes belohnt.
Als städtische Wohnungsbaugesellschaft geben wir einer Vielzahl an Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ein Zuhause. Es ist für uns einfach nur konsequent - unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung – unser Engagement für Vielfalt auch im digitalen Bereich fortzusetzen.
Weitere Informationen: www.muenchner-wohnen.de
Kontakt: Alessia Pareschi, Referentin für Onlinekommunikation und Marketing bei der Münchner Wohnen GmbH | alessiaisabel.pareschi@muenchner-wohnen.de
Katharina Saalfrank, Stadtwerke Bayreuth
Pilotprojekt zum Einsatz generativer K.I.
Im ersten Halbjahr 2025 haben die Stadtwerke Bayreuth ein Pilotprojekt gestartet, das den Einsatz generativer KI neu gedacht hat – praxisnah, eigenständig und ohne externe Berater. Im Zentrum stand dabei nicht nur die Technologie, sondern vor allem der Mensch: Wie kann KI so eingesetzt werden, dass sie Mitarbeitende entlastet, Prozesse verbessert und den Service für Kundinnen und Kunden spürbar aufwertet?
Unter der Leitung von Katharina Saalfrank entwickelte ein interdisziplinäres Team konkrete Anwendungsfälle – von der automatisierten Beantwortung von Kundenanfragen bis zur Unterstützung bei Förderanträgen. Unterschiedliche Wissensstände und Erwartungen wurden ernst genommen und durch eine Kommunikation auf Augenhöhe, praxisnahe Schulungen und agile Methoden aufgefangen.
Das Projekt war mehr als ein technischer Testlauf: Es wurde zum Katalysator für einen Kulturwandel. Mitarbeitende konnten erste Erfahrungen mit KI sammeln, eigene Ideen einbringen und Berührungsängste abbauen. Heute ist Microsoft Copilot Chat in vielen Bereichen im Einsatz, Prozesse wurden verschlankt, die Servicequalität gesteigert.
Das Projekt zeigt: Wenn Technologie mit Verantwortung eingeführt wird – und der Mensch im Mittelpunkt bleibt – entsteht echte Zukunftsfähigkeit.
Kontakt: Katharina Saalfrank | Katharina.Saalfrank@stadtwerke-bayreuth.de
Sonja Schmutzer, Stadtwerke München
10 Jahre "Die Expertisen" – Das Frauennetzwerk der SWM
Vor zehn Jahren wurde bei den Stadtwerken München (SWM) das Frauennetzwerk „Expertisen“ gegründet, um Frauen beruflich zu stärken, den Austausch zu fördern und Synergien zu schaffen. Mittlerweile zählen rund 1 000 Teilnehmerinnen zum Netzwerk. Kernformate wie das „Expertisen-Frühstück“, Vorträge von internen Referentinnen, Round Tables und ein Mentoring-Programm sorgen für bereichsübergreifende Vernetzung. Im Fokus stehen kultureller Wandel und das Ziel, die Frauenquote in Führungspositionen bis spätestens 2030 auf 25 % zu steigern. Seit der Gründung stieg sie -auch durch Maßnahmen des Expertisen-Netzwerkes von 16 % auf etwa 23 %.
Das engagierte Kernteam – Ines Lindner, Jeanine Schraml, Saskia Böck, Sonja Schmutzer und Carla Rösch – setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Mut, Selbstbewusstsein und Potenzialentfaltung der Mitarbeiterinnen zu fördern. Als fester Bestandteil der SWM-Kultur trägt das Netzwerk mit bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen, Impulsworkshops und Vorträgen wesentlich zur Sichtbarkeit von Frauen bei. Mit Initiativen wie Karriere-Workshops und fachübergreifenden Projekten entsteht ein kontinuierlicher Wissenstransfer. Die Stadtwerke profitieren dadurch von gesteigerter Innovationskraft, höherer Zufriedenheit unter den Mitarbeiterinnen, langfristiger Wettbewerbsfähigkeit und einem nachhaltigen Employer Branding.
Kontakt: Die Expertisen (Frauennetzwerk SWM) | expertisen@swm.de
Daniela Wallikewitz, ASEW
ASEW – Das Netzwerk für Stadtwerke
Die ASEW ist seit gut 40 Jahren der verlässliche Partner der Stadtwerke in den Themen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Rund 40 Mitarbeitende bündeln ihr Wissen, entwickeln neue Ansätze und stellen Stadtwerken ein umfassendes Angebot bereit: kompetente Beratung und Unterstützung rund um die Energiewende, über 200 Seminare und Workshops jährlich, zahlreiche Tools, Online-Anwendungen, Informationspakete und vieles mehr.
Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Frauen innerhalb der ASEW: Seit über 20 Jahren besetzen Frauen die Position der Geschäftsführerin – ein klares Signal für weibliche Führungskraft und Kontinuität. Auch in dem jungen Team selbst zeigt sich die konsequente Förderung von Gleichstellung: Mit einer Frauenquote von 50 % ist die ASEW in der Energiebranche, die vielerorts noch von männlichen Strukturen geprägt ist, ein Beispiel für gelebte Diversität. Dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven stärkt die Innovationskraft und sorgt dafür, dass neue Impulse und bewährte Erfahrung Hand in Hand gehen.
So entsteht ein dynamisch wachsendes Netzwerk, das kleineren wie größeren Energieversorgern gleichermaßen ermöglicht, die Chancen der Energiewende erfolgreich zu nutzen.
Webseite: https://www.asew.de/
Ansprechpartnerin: Daniela Wallikewitz | wallikewitz@asew.de
Kategorie "Kommunale/Stadt-Entwicklung
Nicole Christensen, Sydbank
Finanzierung für kommunale Unternehmen sichern
Frau Christensen ist seit fast 25 Jahren bei der Sydbank tätig und eine der führenden Expertinnen für Finanzierungen kommunaler Unternehmen in Norddeutschland. Sie begleitet Stadtwerke, Krankenhäuser und kommunalnahe Betriebe bei der Umsetzung komplexer Infrastrukturprojekte – etwa in den Bereichen Energiewende, Breitbandversorgung, Geothermie oder Krankenhausmodernisierung.
Die Herausforderung: Kommunale Unternehmen stehen unter hohem finanziellen und politischen Druck, müssen aber gleichzeitig zukunftsfähige Lösungen für ihre Region schaffen. Frau Christensen entwickelt dafür individuelle Finanzierungskonzepte, die wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich relevant sind. Sie ist bekannt für ihre Hartnäckigkeit, ihre klaren Worte und ihr tiefes Verständnis für kommunale Strukturen.
Dank ihrer Arbeit konnten zahlreiche Projekte realisiert werden, die direkt das Leben der Menschen verbessern – von stabiler Energieversorgung über moderne Gesundheitsinfrastruktur bis hin zu nachhaltiger Entsorgung. Frau Christensen ist eine Heldin der Kommunalwirtschaft, die mit Engagement und Expertise echte Veränderung möglich macht.
Kontakt: Ulf Hennig | ulf.hennig@sydbank.dk
Manuela Voith, Stadtverwaltung Winnenden
Die "Woche der Inklusion" in Winnenden
Die Stadt Winnenden veranstaltete vom 5. bis 11. Mai 2025 erstmals die „Woche der Inklusion“. Ziel war es, Barrieren abzubauen und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen.
Das Programm umfasste vielfältige Veranstaltungen: von einer Auftaktveranstaltung mit Fachvortrag über eine inklusive Stadtführung bis hin zu Workshops. Ein besonderer Höhepunkt war eine inklusive Wanderung zum Festival „Pauline bebt!“.
Kooperationspartner sind u. a. die Paulinenpflege Winnenden, der Kreisjugendring, die VHS, Kirchengemeinden und zahlreiche Vereine.
Die Woche der Inklusion macht deutlich, dass Inklusion weit mehr ist als Integration – sie bedeutet Teilhabe in allen Lebensbereichen. Mit ihrem breit gefächerten Programm hat die Stadt Winnenden ein starkes Zeichen für Vielfalt, Offenheit und für ein gemeinsames Miteinander gesetzt.
Weitere Informationen hier.
Kontakt: Manuela Voith | Manuela.Voith@winnenden.de
Deine Ansprechpartnerin

Laura Partikel
Managerin Netzwerk Frauen in der Kommunalwirtschaft
☎ +49 151 463 464 82
partikel@vku-verlag.de
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