Die Verleihung der Kommunalheldin 2026 ist vorbei. Vielen Dank an alle, die nominiert, abgestimmt und die Auszeichnung begleitet haben. Die Verleihung fand am 3. September im Rahmen unseres Netzwerktreffens bei der Stadtwerke Lübeck Gruppe statt.


Mit herzlicher Unterstützung von Gelsenwasser, der FREIBADEN Consulting GmbH und der VKU-Initiative KOMMUNAL KANN.

Die Jury 2026

Die Jury setzte sich dieses Jahr aus dem Strategiekreis des Netzwerks zusammen (in alphabethischer Reihenfolge):

  • Anja Keßler Wölfer – Stabsstellenleiterin bei Städtische Werke Magdeburg GmbH
  • Carsten Wagner – Geschäftsführer VKU Verlag
  • Christiane Wolff – Externe Beraterin & Moderatorin
  • Christine Mesek – Verbandsvorsteherin beim Abwasser-Zweckverband Südholstein
  • Jeannine Böhrer-Scholz – Leitung Kommunikation und Marke bei den WSW Wuppertaler Stadtwerken
  • Marie-Isabelle Mönnig – Bereichsleitung Kommunikation & Veranstaltungen Gelsenwasser
  • Nadine Horn – Bereichsleiterin Personal, Stadtwerke Jena GmbH
  • Sandra Wimmer – Mitglied des Vorstands der REWAG
  • Steffi Winkler – Abteilungsleiterin beim EAD Darmstadt

Hier geht es zu den drei Kommunalheldinnen 2026 – ein Artikel der ZFK-Redakteurin Pauline Faust.


Die Auserwählten 2026

Alina Kosmützky, Projektleiterin Erschließungen und Klimafolgenanpassung bei StEB KölnBild: © David Ausserhofer

„Neuartige Sanitärsysteme zeigen, wie wir dem Klimawandel aktiv begegnen können. Innovative Konzepte stärken den Schutz der Ressource Wasser und machen Quartiere so widerstandsfähig gegen Hitze, Dürre und Starkregen.“

Alina Scharrmann (ehem. Kosmützky), StEB Köln

Klimaresilientes Regenwassermanagement

Bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (StEB) arbeitet Alina Kosmützky daran, wie Quartiere künftig mit Wasser umgehen können, sodass sie Hitze, Dürre und Starkregen besser aushalten. In ihrer Rolle als Projektleiterin für Erschließungen und Klimafolgenanpassung bringt sie ihre Expertise direkt in die Planung des neuen Kölner Stadtteils „Kreuzfeld“ ein.

Besonders prägend ist ihr Einsatz für ressourcenorientierte Sanitärsysteme. In Projekten, die sie zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben verantwortet, wird geprüft, wie sich alternative Entwässerungskonzepte praktisch umsetzen lassen. Der Grundgedanke: Weg von der klassischen Mischkanalisation – hin zu einer getrennten Erfassung von Stoffströmen wie Gelbwasser (Urin), Braunwasser (Fäkalien), Schwarzwasser (Spülwasser inkl. Fäkalien), Grauwasser (Dusch- und Waschwasser) und Regenwasser, um diese anschließend gezielt zu behandeln und nutzbar zu machen.

So rückt Abwasser als Quelle für Brauchwasser sowie für Nährstoffe und organische Stoffe in den Fokus. Gleichzeitig sollen dezentrale Lösungen helfen, den kosten- und investitionsintensiven Transport über lange Strecken zu reduzieren. Ergänzend bringt Alina ihr Know-how im DWA-Fachausschuss KA‑1 „Neuartige Sanitärsysteme“ ein – und weckt mit ihrer Leidenschaft für das Thema auch außerhalb der Fachwelt spürbares Interesse.

Julia Dreindl
Julia Dreindl, Netzanlagentechnikerin & Projektmanagement Netzanlagentechnik in der Abteilung Strom-Netz Bau und BetriebBild: © Gerhard Berger/IKB

Julia Dreindl, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG

Innovative Eigenleistung im 110-kV-Netz

Julia Dreindl hat ihren Weg in der Energieversorgung konsequent aufgebaut: von der Lehre über die Werksmeisterausbildung bis hin zur Spezialisierung, die in Österreich äußerst selten ist. Dieses außergewöhnliche Engagement hat dazu geführt, dass sie heute vermutlich die einzige ausgebildete und zertifizierte 110‑kV‑Monteurin im Land ist.

Für die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) hat das eine ganz konkrete Wirkung: Kabelarbeiten im 110‑kV‑Netz können, dank Julias Expertise, vollständig eigenständig und ohne externe Dienstleister umgesetzt werden. Das bedeutet vor allem Tempo und Sicherheit: Bei Störungen kann unmittelbar begonnen werden, ohne wochen- oder monatelange Vorlaufzeiten, und die Versorgung in Innsbruck und den umliegenden Gemeinden wird schneller stabilisiert.

Hinzu kommt ein weiterer Effizienzhebel: Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Fachkompetenz können Revisionen von Mittelspannungsschaltanlagen aus einer Hand verantwortet werden – von Planung und Freischaltung bis zur Umsetzung. Dadurch werden Schnittstellen reduziert, Ressourcen geschont und der Revisionsbedarf mit den vorhandenen personellen Kapazitäten zuverlässig abgedeckt.
Unterm Strich stärkt Julias Qualifikation die IKB gleich mehrfach – finanziell, qualitativ und sicherheitsrelevant – und erhöht die Versorgungssicherheit, weil Entstörungszeiten und Ausfälle auf ein Minimum reduziert werden können.

Josefin Büttner
Josefin Büttner, Fachgebietsleiterin Kabel & Leitungen Hochspannung bei der Stromnetz Berlin GmbH

„Versorgungssicherheit entsteht nicht durch Einzelne, sondern durch starke Teams, die auch unter Druck Verantwortung übernehmen.“

Josefin Büttner, Stromnetz Berlin GmbH

Entstörung im Berliner Hochspannungsnetz

Josefin Büttner ist Fachgebietsleiterin Kabel & Leitungen Hochspannung bei der Stromnetz Berlin GmbH. Mit ihrem Team verantwortet sie die Instandhaltung, Entstörung und Weiterentwicklung des Berliner Hochspannungskabelnetzes – und damit ein zentrales Stück kritischer Infrastruktur für eine Millionenstadt. Besonders prägend ist ihre Rolle im Störungs- und Krisenmanagement, in dem schnelle Entscheidungen, klare Prioritäten und reibungslose Koordination entscheidend sind.

Als es im Januar nach einem Brandanschlag im Bereich Berlin‑Lichterfelde zu einer Störung mit rund 100.000 betroffenen Haushalten kam, begleitete und steuerte sie über sieben Tage gemeinsam mit ihrem Team und allen beteiligten Bereichen die Störungsbearbeitung im durchgehenden Einsatz. Im Fokus standen Schadensbewertung, Organisation der Hochspannungskabelmontagen, die Priorisierung der Wiederherstellungsschritte sowie die Balance zwischen Geschwindigkeit, Sicherheit und technischer Präzision. Die Erfahrungen aus dem Einsatz flossen anschließend in die Weiterentwicklung der Prozesse ein – mit klareren Schnittstellen, beschleunigten Entscheidungswegen und gestärkter Zusammenarbeit über Bereiche und Partner hinweg.


Vielen Dank für all eure Bewerbungen und Vorschläge, hier präsentieren wir euch die diesjährige Short List in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen:

  • Diana Adam, Berliner Energie und Wärme Gmbh (BEW)
  • Ann-Kathrin Bersch, HEAG mobilo GmbH
  • Christine Diegel, Entsorgungsbetriebe der Stadt Friedberg
  • Alexandra Halkenhäuser, MVV Energie
  • Dr. Carolin Höhnke, Stadtwerke Lübeck Mobil
  • Dr.-Ing. Marion Kapsa, Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH
  • Isabel Manssor, Stadtwerke Gießen AG
  • Regina Rehl, Stadtwerke Duisburg Metering
  • Lena Schaare, Stadtwerke Dinslaken GmbH
  • Julia Schüler, Rhein-Sieg Netz GmbH
  • Dr. Gudrun Stieglitz, Städtische Werke Energie und Wärme GmbH (Kassel)

Alle Bewerberinnen

Aus unserer Short-List

Ann-Kathrin Bersch, HEAG mobilo GmbH
marvinfuchs.de

„Ich möchte Mobilität so gestalten, dass sie für alle Menschen den Alltag einfacher, flexibler und nachhaltiger macht. Gute Lösungen entstehen dabei immer gemeinsam.“

Ann-Kathrin Bersch

Seit vielen Jahren arbeite ich daran, nachhaltige Mobilität von der Idee in die konkrete Umsetzung zu bringen. Als Teamleiterin Mobilitätsdienstleister bei der HEAG mobilo GmbH verantworte ich gemeinsam mit meinem Team neue Mobilitätsangebote für Darmstadt und die Region. Dazu gehören Carsharing, Mikromobilität sowie Projekte zur Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs. Besonders wichtig ist mir, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und aus guten Ideen dauerhafte und verlässliche Angebote zu entwickeln. So konnte ich dazu beitragen, neue Carsharing-Standorte im öffentlichen Raum zu etablieren und die Nutzung von E-Scootern und E-Bikes sinnvoll zu steuern. Ich bin überzeugt, dass kommunale Mobilität dann erfolgreich ist, wenn sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Deshalb verbinde ich fachliche Expertise mit dem Anspruch, Veränderungen gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten. Mein Ziel ist es, Mobilität einfacher, flexibler und für alle zugänglich zu machen.

Kontakt Ann-Kathrin Bersch: LinkedIn

Kategorie "Energie"

Caroline Will, Effizienz:Klasse GmbH

Die Energiewende scheitert nicht an fehlendem Wissen, sondern zu oft an fehlender Umsetzung. Ich möchte nicht nur über Veränderung sprechen, sondern sie gemeinsam mit anderen gestalten.

Caroline Will

Seit über zehn Jahren gestalte ich die Energiewende dort, wo sie konkret wird: bei den Menschen, in ihren Gebäuden, in Kommunen und Unternehmen. Als Geschäftsführerin der Effizienz:Klasse GmbH und in meiner Arbeit bei ENTEGA beschäftige ich mich täglich mit der Frage, wie aus ambitionierten Zielen tatsächliche Veränderungen werden. Dabei habe ich eines gelernt: Die größten Herausforderungen sind häufig nicht technischer Natur. Es sind gewachsene Strukturen, fehlende Zusammenarbeit und die Schwierigkeit, Verantwortung über Zuständigkeitsgrenzen hinweg zu übernehmen. Genau hier möchte ich etwas bewegen. Ich verbinde fachliche Expertise mit unternehmerischer Verantwortung und der Überzeugung, dass Transformation nur gemeinsam funktioniert. Mit Kommunen, Energieversorgern, Handwerk und vor allem mit den Menschen, die sie umsetzen. Mein Antrieb ist es, Dinge nicht einfach so weiterzumachen, weil sie schon immer so gemacht wurden. Sondern zu hinterfragen, neu zu denken und dann auch ins Machen zu kommen. Denn Zukunft entsteht nicht in Strategiepapieren. Sondern durch Menschen, die sie gestalten.

Kontakt Caroline Will: LinkedIn | Instagram

Kategorie "Kommunale Verwaltung"

Beate Keil, Kreis Pinneberg
Beate Kreil, Kreis Pinneberg

„Daten sind für mich kein Selbstzweck. Wenn KI uns zeigt, wo es hakt, bleibt mehr Zeit für das, worum es wirklich geht: Menschen und ihre Teilhabe. Dafür lohnt es sich, Verwaltung neu zu denken.“

Beate Keil

Beate Keil leitet den Fachdienst Teilhabe beim Kreis Pinneberg – und zeigt, dass Verwaltung richtig Lust auf Zukunft machen kann. Sie treibt die digitale Transformation in der Eingliederungshilfe voran und macht aus Daten eine Grundlage für bessere Entscheidungen: mit automatisierten Benchmarking- und Steuerungsberichten, die Transparenz schaffen und neue Perspektiven eröffnen. Ihr Vorzeigeprojekt heißt „KI@PI – Erfolgreich steuern und entscheiden“. Gemeinsam mit dem eGovernment-Team des Kreises, linkFISH Consulting und der Nordakademie bringt sie Data Science und Machine Learning in die kommunale Praxis. Das KI-gestützte Dashboard „Dash“ macht Trends und Prognosen sichtbar und unterstützt eine vorausschauende Haushaltsplanung. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Projekt mit 490.000 Euro – auch mit Blick auf seine Übertragbarkeit auf andere Kommunen. Stillstand? Nicht ihr Ding. Mit der geplanten Einführung von Anomaly Detection will Beate Keil Auffälligkeiten in Daten frühzeitig erkennen und die Steuerung weiter verbessern. Beim KGSt-Forum 2026 in Leipzig hat sie KI@PI bereits einem großen Fachpublikum vorgestellt. Was sie antreibt, ist eine klare Vision: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie soll Teilhabe stärken, Abläufe verbessern und eine Verwaltung schaffen, die für Menschen da ist. Der Mensch entscheidet, die KI liefert die Grundlage. Beate Keil wartet nicht darauf, dass Verwaltung sich verändert. Sie packt es an, probiert Neues aus und bringt Menschen zusammen, um aus Ideen konkrete Verbesserungen zu machen.“ Da ich mich nicht selbst beworben habe, sondern Viktor Brakk mich vorgeschlagen hat, habe ich einen Text dazu geschrieben, für welches Engagement ich vorgeschlagen wurde. Ich hoffe, das passt.

Kontakt Beate Keil: LinkedIn

Nicole Breidenbach, Oberbergischer Kreis Wirtschaftsförderung
Nicole Breidenbachprivat; Fotografin: Lina Sommer

„Pflege ist Zukunftssache. Gemeinsam schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit Pflege im Oberbergischen gut arbeiten, gut leben und gut ankommen kann.“

Nicole Breidenbach

Das Pflegenetzwerk Oberberg e. V. (P.NetO) bringt die Menschen und Organisationen zusammen, die Pflege in unserer Region gestalten: Pflegeeinrichtungen, Träger, Politik, Verwaltung, Bildung und weitere Partner. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, die Pflege im Oberbergischen Kreis sichtbar zu machen, zu vernetzen und zukunftsfähig aufzustellen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen: Pflegekräfte, Auszubildende, Führungskräfte und pflegende Angehörige. Gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen entwickelt P.NetO Lösungen für die Fachkräftesicherung, initiiert Projekte zur Berufsorientierung und schafft Begegnungsformate, die Wissen, Perspektiven und Netzwerke stärken. Ob Fachveranstaltungen zu aktuellen Herausforderungen, der Austausch mit politischen Entscheidenden oder Formate wie der Pflege Poetry Slam Oberberg: P.NetO macht Pflege hörbar und zeigt, wie viel Leistung, Leidenschaft und Bedeutung in diesem Berufsfeld stecken. Als Geschäftsführerin des Netzwerks ist es meine Aufgabe, Impulse zu setzen, Themen auf den Weg zu bringen und die richtigen Menschen an einen Tisch zu holen. Gute Pflege entsteht aber nicht allein – sie braucht viele, die mitdenken, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Genau daran arbeitet P.NetO gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern. Weil gute Pflege nicht allein Sache der Pflegeeinrichtungen sein kann, suchen wir den Dialog über Branchengrenzen hinweg. Nur gemeinsam lassen sich Arbeitsbedingungen verbessern, neue Wege in der Gewinnung und Bindung von Fachkräften finden und die Versorgung in unserer Region langfristig sichern. Unser Antrieb ist einfach: Pflege soll im Oberbergischen nicht nur funktionieren, sondern eine attraktive, wertschätzte und zukunftssichere Branche sein – für die Menschen, die dort arbeiten, und für alle, die auf sie angewiesen sind.

Kontakt: Nicole Breidenbach
Telefon: 02261 88-6803
E-Mail: nicole.breidenbach@obk.de
LinkedIn-Profil: www.linkedin.com/in/nicole-breidenbach
Instagram-Profil: https://instagram.com/nicole_breidenbach

Ihr möchtet bei der nächsten Runde dabei sein? Dann tragt euch über das folgende Formular in unseren Verteiler ein. Wir informieren euch rechtzeitig über die Kommunalheldin 2027.


Das Formular wird nicht korrekt angezeigt? Klicken Sie bitte hier.

Informationen zur Kommunalheldin 2025 findest du hier.

Deine Ansprechpartnerin

©Stephan Bethe

Laura Partikel

Managerin Netzwerk Frauen in der Kommunalwirtschaft
☎ +49 151 463 464 82
frauennetzwerk@zfk.de
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