Obere Reihe: Laura Partikel (links), Managerin Netzwerk Frauen in der Kommunalwirtschaft und Jeannine Böhrer-Scholz, Mitglied im Frauennetzwerk-Strategiekreis. Untere Reihe: Christiane Wolff (links), Kommunikationsberaterin, Moderatorin und Mitglied des Strategiekreis und Chérine De Bruijn, Moderatorin, Gründerin und Geschäftsführerin von Corporate Kitchen.

Obere Reihe: Laura Partikel (links), Managerin Netzwerk Frauen in der Kommunalwirtschaft und Jeannine Böhrer-Scholz, Mitglied im Frauennetzwerk-Strategiekreis. Untere Reihe: Christiane Wolff (links), Kommunikationsberaterin, Moderatorin und Mitglied des Strategiekreis und Chérine De Bruijn, Moderatorin, Gründerin und Geschäftsführerin von Corporate Kitchen.

Bild: © Screenshot ZfK

Ein Vortrag zu dem Thema "Mut zur eigenen Persönlichkeit" könnte kaum überzeugender starten als mit der Aussage: "Ich habe mir meinen eigenen Traumjob gebaut." Chérine De Bruijn, Podcasterin, Moderatorin, Gründerin und Geschäftsführerin von Corporate Kitchen, erzählt bei der jüngsten Veranstaltung des ZfK-Frauennetzwerks von ihrem Weg.

Sie spricht von ihrem Wunsch, etwas zu bewirken, von über 16 Jahren Führungserfahrung, von beruflichen "Förmchen", die für die eigene Persönlichkeit einfach nicht passen, vom Moderieren auf großen Bühnen, von persönlichen Tiefschlägen und dem Finden der eigenen Stimme und Haltung.

Investition in die eigene Persönlichkeit

Was es dazu braucht? Den Mut und die Sicherheit, zur eigenen Persönlichkeit zu stehen. Laut De Bruijn ist dies heute das wichtigste Karrierekapital. Tatsächlich hat auch das Weltwirtschaftsinstitut Umfrageergebnisse veröffentlicht, denen zufolge vermeintliche Soft Skills wie emotionale Intelligenz, Neugierde, Kreativität und Selbstwahrnehmung zu den Fähigkeiten gehören, die bis 2030 an Bedeutung am stärksten gewinnen werden.

De Bruijn betont: "In sich selbst und den Mut zur eigenen Persönlichkeit zu investieren, ist also keine Feel-Good-Übung, sondern tatsächlich die härteste Währung für die zukünftige Karriere. Denn alles andere übernimmt die Technik."

Milliardenverluste durch fehlende Mitarbeiterbindung

Eine Neuorientierung hin zu solchen Fähigkeiten, sei aber nicht nur von individuellem Interesse, sondern auch wirtschaftlich betrachtet enorm wichtig. Um dies zu verdeutlichen, verwies die Unternehmerin auf den aktuellen Gallup Engagement Index. Demnach fühlen sich nur noch neun Prozent aller Beschäftigten in Deutschland wirklich mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Rund 80 Prozent der Menschen würden aufgrund der fehlenden Mitarbeiterbindung nur noch "Dienst nach Vorschrift" leisten.

Das Ergebnis dieser Entwicklung: Ein Verlust von mindestens 113,1 Milliarden Euro, der der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 durch innere Kündigung und den daraus resultierenden Produktivitätsverlust entstanden seien.

De Bruijn erklärt: "Die Lösung dieses Problems ist überraschend klar: Die Menschen wünschen sich Sicherheit." Das Arbeitsumfeld müsse den Angestellten den Rahmen bieten, ohne negative Konsequenzen ihre Meinung sagen und Ideen zu teilen zu können. "Persönlichkeit braucht Sicherheit und Sicherheit entsteht durch mutige Persönlichkeiten."

Die nächste digitale Session des Frauennetzwerks mit Kerstin Oster, der Vorständin für Personal und Informationstechnologie bei den Berliner Wasserbetriebenzu dem Thema "Zwischen Haltung und Handlung – Nachhaltiges Personalmanagement" findet am 12. August 2025 von 8:30 bis 10:00 Uhr statt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Zur Anmeldung zum ZfK-Frauennetzwerk geht es hier.

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