Michael Lewis wird neuer Vorstandsvorsitzender der Uniper SE. Das Eintrittsdatum steht nicht fest, klar ist, dass er einen Fünf-Jahres-Vertrag bekommt.
Lewis hat als gelernter Ingenieur fast 30 Jahre Erfahrung im Energiesektor mit einem besonderen Fokus auf den Bereich erneuerbare Energien. Seine berufliche Laufbahn begann er 1993 bei Powergen in Großbritannien. Seit 2007 war er in verschiedenen Positionen bei Eon tätig, unter anderem als CEO für den Bereich Climate & Renewables, und seit 2017 als CEO von Eon UK.
Lewis sieht Herausforderungen und Chancen
Michael Lewis sieht Uniper mit Blick auf die Energiewende vor großen Herausforderungen, aber auch vor riesigen Chancen. „Wir werden das mit der allergrößten Verlässlichkeit und Fokussierung tun“, kündigt der designierte CEO an.
Bis Michael Lewis sein Amt antritt, werden die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden von Unipers Finanzvorständin, Jutta Dönges und dem Chief Operating Officer Holger Kreetz übernommen.
Harald Seegatz, Konzernbetriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Uniper, nennt Lewis einen Energiemanager, „der für Zukunftsthemen und die grüne Transformation steht“. Genau das seien die Themen, die Uniper nun vorantreiben müsse.
Uniper habe mit Lewis eine ausgezeichnete Wahl getroffen, erklärte Eon-Chef Leonhard Birnbaum. Man bedauere, dass er Eon verlassen wolle. «Derzeit befinden wir uns in konstruktiven Gesprächen mit Uniper, um eine Einigung über einen geeigneten Wechseltermin zu erzielen.» Ein Auswahlprozess für einen Nachfolger von Michael Lewis bei Eon habe bereits begonnen. Bis der Übergang gewährleistet sei, werde Lewis die Geschäfte von Eon UK unverändert weiterführen.
Maubach hat Sonderkündigungsrecht genutzt
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach hatte sein Mandat mit Wirkung zu Ende Februar niedergelegt. Der Manager hatte nach der Mehrheitsübernahme durch den Bund von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Uniper wurde mit Steuermilliarden vor dem Zusammenbruch bewahrt. Wegen der ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland musste das Unternehmen den Rohstoff auf dem Markt zu deutlich höheren Preisen einkaufen, um seine Verträge zu erfüllen. (amo/mit Teilen von dpa)



