Wird zum 1. März neuer EWE-Marktvorstand: Christian Friege.

Wird zum 1. März neuer EWE-Marktvorstand: Christian Friege.

Bild: © Mohssen Assanimoghaddam/EWE

Der Oldenburger Energiekonzern EWE hat seine Suche nach einem neuen Marktvorstand abgeschlossen. Mit Christian Friege kommt zum 1. März ein Mann, dem aus früheren Managementpositionen nicht nur der Energie- und Telekommunikationsmarkt wohl vertraut ist, sondern auch im niedersächsischen Umfeld bestens vernetzt sein dürfte.

Friege übernimmt einen der wohl kompliziertesten Posten im EWE-Vorstandsteam. Gerade der Kundenservice hatte dem Versorger in der jüngeren Vergangenheit erhebliche Probleme bereitet. In der Folge war im Sommer 2022 der damalige Marktvorstand Michael Heidkamp zurückgetreten.

Mehr als fünf Jahre Cewe-Chef

An führender Position für Kundenbeziehungen war der promovierte Betriebswirt Friege bereits beim Telekommunikationsdienstleister Debitel zuständig, ehe er von 2008 bis 2012 den Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick leitete.

2016 stieg der nun 56-Jährige beim Oldenburger Fotodienstleister Cewe ein. Von Mitte 2017 bis Ende 2022 führte er laut Linkedin-Profil das Unternehmen. In dieser Zeit habe er das Geschäft zu deutlichem Wachstum geführt und die europäische Marktführerschaft bei digitalen Bilderangeboten ausgebaut, heißt es in einer Pressemitteilung.

Probleme bei EWE-Kundenservice

Bei EWE soll Friege nun an führender Stelle helfen, die Kundenbeziehungen zu verbessern und zukunftsorientierte Produkt- und Dienstleistungsangebote zu entwickeln.

Insbesondere der Kundendienst hatte dem Konzern in der jüngeren Vergangenheit viel Unmut eingebracht. "Der Service ist nicht auf dem Niveau, das unsere Kunden erwarten – und den wir auch von uns selbst erwarten", hatte ein EWE-Sprecher im Mai vergangenen Jahres mitgeteilt.

Marktressort vorübergehend Chefsache

"Aus oft unterschiedlichen Gründen sind viele Anfragen und Anliegen unserer Kundinnen und Kunden derzeit noch unbeantwortet." Nach Heidkamps Abgang hatte Vorstandschef Stefan Dohler das Marktressort kommissarisch selbst übernommen.

Inzwischen komme die Verbesserung des Kundenservices gut voran, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf ZfK-Nachfrage. "Die Geschwindigkeit leidet derzeit allerdings unter den zusätzlichen Aufgaben, die den Energieversorgungsunternehmen in Verbindung mit staatlichen Entlastungsmaßnahmen zusätzlich übertragen worden sind."

Einer der größten Energieversorger Deutschlands

Der EWE-Konzern gehört zu Deutschlands größten Energieversorgern in Deutschland. Das Unternehmen befindet sich überwiegend in kommunaler Hand.

Es beliefert nach eigenen Angaben im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und auf Rügen sowie in Teilen Polens rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom, rund 0,7 Millionen mit Erdgas sowie rund 0,7 Millionen mit Telekommunikationsdienstleistungen. (aba)

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