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Führen in der Energiewende: ZfK-Event mit Verbund-Vorständin Zapreva

Tiefgreifende Transformation: Susanna Zapreva, Vorständin bei dem österreichischen Versorger, erläutert beim ZfK-Frauennetzwerk, welche Fähigkeiten nun gefragt sind.
03.11.2025

Gute Konzepte entscheiden über internationale Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten des Klimawandels.

Von Boris Schlizio

In der kommunalen Wirtschaft stehen zentrale Themen unserer Zeit im Fokus: das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit – und die Frage, wie diese drei Faktoren die Zukunft der Energieversorgung und der Wirtschaft bestimmen.

Darüber spricht beim nächsten Live-Event des ZfK-Frauennetzwerks Susanna Zapreva, Vorständin beim österreichischen Energieunternehmen Verbund AG. Am 10. November widmet sie sich der Frage: Wie gelingt die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden?

  • Vorständin Susanna Zapreva

  • Susanna Zapreva

    ist seit dem 1. Januar 2024 im Vorstand der Verbund AG. Die promovierte Elektrotechnikerin und diplomierte Betriebswirtin war unter anderem CEO der deutschen Enercity AG sowie Geschäftsführerin von Wien Energie und Wienstrom. Die Wienerin ist Mitglied des Wasserstoffrats der deutschen Bundesregierung und Aufsichtsratsmitglied in einigen börsennotierten deutschen Unternehmen.

Komplexität gestalten

In der Vorankündigung der digitalen Session skizziert Zapreva bereits ihre Themenschwerpunkte und betont: Die zunehmende Volatilität globaler Märkte und geopolitischer Rahmenbedingungen erfordert eine deutlich höhere strukturelle und technologische Resilienz. Diese wiederum setzt stabile Energieversorgungssysteme, digitale Vernetzung sowie eine robuste, eigenständige Infrastruktur voraus.

"Eine nachhaltige und autonome Energieversorgung ist somit nicht länger ausschließlich als Kostenfaktor, sondern als strategischer Hebel für langfristige Wertschöpfung, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu verstehen", so die Energieexpertin.

Führungsfähigkeiten gefragt

In Zeiten tiefgreifender Transformation verlangt Führung laut Zapreva daher die Fähigkeit, Komplexität zu gestalten, Verantwortung über Generationen hinweg zu übernehmen und den Mut, ökonomische Vernunft mit ökologischer Weitsicht zu verbinden. Nach ihrem Impulsvortrag gibt es eine Diskussion mit den kommunalen Teilnehmerinnen.

Die digitale Veranstaltung des ZfK-Frauennetzwerks mit dem Thema "Führen im Kontext gesellschaftlicher Spannungen: Klimaschutz, Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit" findet am 10. November von 8:30 bis 10:00 Uhr statt. Hier geht es zur Anmeldung.

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