Schon seit mehreren Jahren arbeiten die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) und die Stadtwerke Brilon Energie in verschiedenen Bereichen eng zusammen. Diese Kooperation wollen der hessische Landkreis Waldeck-Frankenberg und die nordrhein-westfälische Stadt Brilon nun durch eine gemeinsame Leitung intensivieren, teilten die kommunalen Eigentümer mit. Brilon beruft daher den EWF-Chef Frank Benz zusätzlich zum neuen Interims-Geschäftsführer und Vorstand der Stadtwerke Brilon Ernergie.
Benz folgt auf Reuber
Benz folgt auf Axel Reuber, der die Briloner Stadtwerke zum 19. März dieses Jahres verlassen hat. In seiner Funktion als Verbandsgeschäftsführer des Zweckverbandes Energie Waldeck-Frankenberg ist Benz bereits seit 2023 im Aufsichtsrat der Stadtwerke tätig. Er soll den Vorstand und die Leitung vorübergehend und ab 23. März übernehmen.
"Mit Frank Benz bekommen unsere Stadtwerke eine neue Leitung, die auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Energie- und Betriebswirtschaft verfügt", sagt der Bürgermeister der Stadt Brilon Christof Bartsch als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Unternehmens und der Aufsichtsräte der Beteiligungsgesellschaften der Stadtwerke Brilon.
Ein Stadtwerke-Chef mit einer bunten Karriere
Benz blickt auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Energiebranche zurück. Zuvor absolvierte er Ausbildungen zum Bäcker und Hotelfachmann, anschließend studierte er Verkehrsbetriebswirtschaft.
Ab 2003 starte Benz dann in der Energiewirtschaft durch, hatte Stationen bei EnBW, RWE und der Süwag. Mehrere Jahre war er Bereichsleiter bei der Mainova für den B2B- und Stadtwerkevertrieb. 2023 wurde Benz dann Geschäftsführer bei der EWF, wo er heute Verantwortung für rund 400 Mitarbeitende trägt.
Gemeinsam weitere Formen der Zusammenarbeit prüfen
Schon seit mehreren Jahren arbeiten die EWF und die Stadtwerke Brilon in verschiedenen Arbeitsfeldern eng zusammen, so in der Unterstützung der Betriebsführung des Gasnetzes der Stadtwerke Brilon, beim Entstörungsmanagement Gas als auch beim Bau und Betreiben des Windparks Brilon I. Diese gelte es, weiterzuentwickeln und auszubauen, heißt es in der Pressemitteilung zur Personalie. "Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe. Gleichzeitig ist es eine einmalige Chance und ein mutiger Schritt für uns als kommunalen Häuser über unsere Landesgrenzen hinaus neue Ideen zu entwickeln", so Benz.
Im Mittelpunkt stünden neben der Fortführung des laufenden Geschäfts der Stadtwerke Brilon insbesondere die Prüfung einer möglichen Kooperation und engeren Zusammenarbeit der Unternehmen. Hier könnten sich für alle Seiten – über Landesgrenzen und Versorgungsgebiete hinaus – neue Chancen eröffnen, die Modellcharakter für regionale Energieversorger haben können.



