Bei den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) zeichnet sich eine Veränderung in der Führungsspitze ab: Der Kaufmännische Geschäftsführer Markus Janscheidt hat die Mitglieder des Aufsichtsrats um die vorzeitige Aufhebung seines Vertrages gebeten. Familiäre Beweggründe verbunden mit einem Umzug ins Ruhrgebiet hätten ihn nach intensivem Austausch im familiären Umfeld zu diesem Schritt veranlasst, heißt es in einer Pressemitteilung der SWM. Der Diplom-Ökonom hatte die Führungsposition in Magdeburg im Juli 2024 als Nachfolger von Carsten Harkner, der nach Kassel gewechselt ist, übernommen. Janscheidt ist auch Geschäftsführer der Abwassergesellschaft Magdeburg (AGM).
Janscheidt wird ab Herbst 2026 wieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber und SWM-Gesellschafter Gelsenwasser AG in Gelsenkirchen einsteigen und dort die Leitung des Bereichs "Kaufmännische Steuerung" übernehmen.
Geschäftsführung bedauert Weggang
Thomas Pietsch, Sprecher der Geschäftsführung, und Andreas Fedorczuk, Technischer Geschäftsführer der SWM, zeigten Verständnis für seine Entscheidung, betonten aber gleichzeitig, dass sie den Weggang sehr bedauern. Markus Janscheidt habe unter anderem maßgeblich die strategische, unternehmerische, kaufmännische und finanzielle Ausrichtung des SWM-Konzerns gestaltet und zahlreiche Projekte wie die Verschmelzung der Abwassergesellschaft Stendal auf die Stadtwerke Stendal und die Aufstockung der Anteile an der Energie Mess- und Servicedienste auf 85 Prozent erfolgreich zum Abschluss geführt. Die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 sowie die aktuelle Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigten die erfolgreiche Entwicklung.
Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat werden jetzt zeitnah über die Nachbesetzung beraten, kündigte die Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeisterin Simone Borris, an. Noch hat der Aufsichtsrat den Vertrag mit Markus Janscheidt, der sein Ausscheiden zum 30. September 2026 erbeten hat, nicht aufgelöst. Die Niederlegung seiner Funktionen als Geschäftsführer der SWM und der AGM habe Markus Janscheidt ebenfalls noch nicht formal erklärt, heißt es weiter.



