Im August 2023 wurden 9000 Unternehmen in Deutschland vom ifo Institut befragt. Das Ergebnis: Nur 8,3 Prozent glauben, dass Beschäftigte unproduktiver arbeiten, wenn sie komplett ins Büro zurückkehren.
„Die mehrheitlich positiven Erfahrungen mit der Produktivität sind ein wichtiger Grund, warum sich das Homeoffice in vielen deutschen Unternehmen etabliert hat“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls.
Tatsächlich gehen 60,1 Prozent der Befragten davon aus, dass die Leistung der Mitarbeitenden in diesem Fall gleich bleibt. Dass sie bei vollständiger Büronutzung sogar steigt, glauben 31,6 Prozent.
Zweifel bestehen auch
Allerdings gibt es skeptische Stimmen: Die Hälfte der Unternehmen, die bei einer vollständigen Rückkehr ins Büro mit einem Produktivitätsrückgang rechnen, beziffert die möglichen Einbußen auf 5 bis 10 Prozent. Knapp ein Drittel rechnet sogar mit Einbußen von 10 bis 20 Prozent. Die Gründe: flexiblere Einteilung der Arbeitszeit im Homeoffice (68,9 Prozent), weniger Ablenkung (64,5 Prozent) und höhere Arbeitszufriedenheit (64 Prozent). Von einer besseren Work-Life-Balance gehen 59,5 Prozent aus.
Mehr Austausch von Wissen vor Ort
Was erwarten die Befürworter? Mehr als ein Drittel der Unternehmen (39 Prozent), die die Rückkehr ins Büro für lohnend halten, erhoffen sich eine Produktivitätssteigerung von 10 bis 20 Prozent. Etwas weniger erwarten rund 5 bis 10 Prozent Zuwachs. Begründet wird dies mit effizienterer Abstimmung und Kommunikation (87 Prozent), mehr Wissensaustausch (77 Prozent) und weniger Ablenkung. Und dass Teams im Büro leichter zu managen sind, denken 51,8 Prozent. (bs)




