Von Andreas Lorenz-Meyer
Nach nur neun Monaten haben sich die Stadtwerke Neustadt an der Weinstraße vom Kaufmännischen Geschäftsführer Lutz Rüttinger getrennt, der im Februar vom Projektentwickler Juwi aus dem rheinhessischen Wörrstadt in die Pfalz gewechselt war. Die Trennung sei einvernehmlich erfolgt, wurde Neustadts Oberbürgermeister Marc Weigel in den lokalen Medien zitiert.
Die Stadt hält 75,1 Prozent der Anteile an den Stadtwerken, die Pfalzwerke 24,9 Prozent. Die wichtigsten Geschäftsfelder des kommunalen Unternehmens mit 170 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 86 Millionen Euro sind die Sparten Strom, Wärme, Gas und Wasser. Dienstleistungen zur Entwicklung und Errichtung von Photovoltaik und Wärmepumpenanlagen gehören ebenfalls zum Portfolio. Der Bäderbetrieb ist in einer separaten Gesellschaft abgebildet.
Künftig bleibt es bei einem Alleingeschäftsführer
Alleiniger Geschäftsführer ist ab sofort der langjährige Technische Geschäftsführer Holger Mück (54), der mit Rüttinger eine Doppelspitze bildete. Mück, von Haus aus Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik, arbeitet schon lange in der Energiebranche in der Region. 2003 begann er bei den Stadtwerken Bad Dürkheim, bekam dort Prokura und war für die Sparten Gas, Wasser, Strom, Freizeitbad, Kraftwerk und Wärmenetz sowie die Betriebsführung des Kanalwerks mit Kläranlage zuständig.
Zudem baute er die neue Stromversorgung des großen Volksfestes Dürkheimer Wurstmarkt auf. Zwischenzeitlich leitete Mück auch die Technik und das Abwasserwerk der Gemeindewerke Haßloch. 2008 wechselte er zur Großkraftwerk Mannheim AG, wo er die Gesamtprojektleitung für den Neubau des Steinkohleblocks 9 innehatte. Parallel bildete sich der Diplom-Ingenieur zum Technischen Betriebswirt weiter. 2014 schließlich der Wechsel zu den Stadtwerken Neustadt, wo Mück die technische Führung übernahm.
Zur Doppelspitze zurück geht es für die Stadtwerke nicht, die alleinige Geschäftsführung ist eine Dauerlösung. Sein unternehmerisches Hauptziel sieht Mück in der Ausrichtung des Unternehmens auf die kommunale Wärmeplanung, die der Stadtrat Neustadts am 4. November 2025 offiziell beschlossen hatte, und die Transformation der Wärmeversorgung. "Wir sind da gut aufgestellt und haben für die optimale Umsetzung bereits parallel zur kommunalen Wärmeplanung eigene Studien erstellt."



