Von Jürgen Walk
Mark-E, ein Tochterunternehmen der Enervie aus Hagen, bietet Elektroautofahrern einen neuen Tarif für deren Autostrom. Basis sei ein günstiger Festpreis über 24 Monate, der mit einem Bonussystem kombiniert wird. Kunden können so mit intelligentem Laden "Flex Coins" sammeln, die die Stromrechnung reduzieren.
Bislang, so heißt es in Hagen, hatten E-Mobilisten die Möglichkeit, entweder Festpreis- oder dynamische Tarife zu nutzen. Der neue Flex Charge Tarif von Mark-E verbindet beide Elemente. Nutzer können in der passenden App die gewünschten Ladezeiten und den Ladestand für das E-Auto vorgeben. Mark-E optimiert in diesem Zeitraum den Ladevorgang, indem das E-Auto an den Stunden aufgeladen wird, die sich aufgrund einer günstigen Preissituation am Strommarkt ergeben.
Flex Coins reduzieren die Stromrechnung
Den daraus entstehenden Preisvorteil gibt Mark-E an die Kunden weiter: Sie erhalten "Flex Coins" im Wert von 10 Cent pro intelligent geladener Kilowattstunde. Die gesammelten Flex Coins werden in der App angezeigt, gespeichert und automatisch monatlich mit der Stromrechnung verrechnet. Mark-E rechnet vor: Lädt ein Kunde im Jahr 3000 kWh im neuen Flex-Modus, erzielt er eine Kostenersparnis von 300 Euro.
Wesentliche Voraussetzungen zur Nutzung des neuen Tarifs sind ein kompatibles E-Auto und ein intelligenter Zähler. Eine Liste der kompatiblen Fahrzeuge hat Mark-E auf seine Internetseite gestellt. Bei Bedarf übernimmt Mark-E auch die Installations- oder Austauschkosten des Zählers.
Und eine Erweiterung des Angebots steht schon in den Startlöchern: Während Flex Coins bereits gesammelt werden können, ist der Tarif wohl ab November zusätzlich mit einer kundeneigenen Photovoltaik-Anlage kombinierbar: Der Stromüberschuss aus der Solaranlage kann dann ebenfalls für das Laden des E-Autos genutzt werden – und dies auch ohne zusätzliches Energiemanagementsystem (EMS).



