ChatGPT soll ermöglichen, in natürlicher Sprache Funktionen wie die Klimaanlage steuern oder im Internet nach Informationen suchen zu können.

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Bild: © Volkswagen

Wer sich ein Elektroauto kaufen will, schaut zunächst einmal auf den Kaufpreis. Dies zeigt der neue Attraktivitätsindex Elektromobilität von Bearing Point und dem Handelsblatt Research Institute. Doch es gibt weitere wichtige Kriterien bei der Kaufentscheidung: Genannt werden vor allem die Reichweite, der Stromverbrauch sowie das Vertrauen in die Qualität. Und da genießen europäische Hersteller einen Vorsprung vor den meist preisgünstigeren chinesischen Alternativen.

Es sei ein Spannungsfeld entstanden, in dem chinesische Autohersteller einen Kostenvorteil genießen, der jedoch durch die EU-Strafzölle sowie durch mangelndes Vertrauen in die Qualität der Fahrzeuge infrage gestellt wird. Auf der anderen Seite profitieren die etablierten deutschen Hersteller von ihrer starken Marke und ihrem Service-Netz. Doch auch dieser Vorteil ist nicht in Stein gemeißelt, heißt es bei den Autoren der Studie. Daher stehen sowohl die chinesischen als auch die deutschen Hersteller vor der Herausforderung, neue Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, um ihre Position auf dem Markt zu stärken.

Tesla ist nicht mehr das Maß der Dinge

Für unterschiedliche Altersgruppen zeigt die Umfrage jeweils andere Prioritäten. Für ältere Personen sind Faktoren wie Preis, Reichweite und Ladegeschwindigkeit wichtiger bei der BEV-Anschaffung als für jüngere Personen. Die Jüngeren wiederum legen mehr Wert auf schnellere Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Gleichzeitig ist das Vertrauen der jüngeren Generation in die Batteriefahrzeuge chinesischer Hersteller höher als bei den älteren Käufern und Käuferinnen. In Zukunft dürften insofern die chinesischen Hersteller hier insgesamt an Attraktivität zulegen, heißt es in der Studie.

Beim Attraktivitätsindex liegt Volkswagen auf Platz 1. Hier stimmt das Gesamtpaket. Zwar ist Volkswagen nur bei wenigen Parametern wie der Servicestellenzahl oder den Crashtestergebnissen ganz vorn. In Summe über alle relevanten Kriterien hinweg bietet der Hersteller allerdings die höchste Attraktivität für potenzielle Käufer, heißt es in der Studie.

Der einstige Pionier Tesla liegt nur noch auf Platz 4 und ist damit wie bei den Zulassungszahlen etwas abgeschlagen. Tesla sei bei der Elektromobilität nicht mehr das Maß der Dinge, meint Sven Jung vom Handelsblatt Research Institute. Gerade bei den technischen Parametern stünden die deutschen Hersteller mittlerweile besser da. Außerdem genießen sie bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein höheres Vertrauen in ihre Qualität.

Chinas Rückstand ist nicht festgemeißelt

Auf den Positionen 2 und 3 liegen Audi und Mercedes-Benz. Damit positionieren sich die beiden deutschen Premiumhersteller deutlich vor BMW auf Platz 7, auch wenn der bayerische Autobauer höchstes Vertrauen in Qualität und Innovation genießt. Die drei attraktivsten Hersteller sind damit diejenigen, die auch das mit Abstand größte Service- und Werkstattnetz bieten. Abgesehen von Opel weisen alle deutschen Hersteller eine höhere Attraktivität auf als der Gesamtindex über alle Marken hinweg.

Die geringste Attraktivität weisen die chinesischen Hersteller auf. Sie können zwar mit im Schnitt preisgünstigeren Modellen punkten. Dies reiche aber nicht aus, um ihren Rückstand bei den anderen Parametern aufzuholen. Mit der Zeit könne sich das aber ändern, wenn die Hersteller sich technologisch weiter verbessern, ihr Servicenetz ausbauen oder andere Dienstleistungen wie zum Beispiel einen mobilen Service etablieren.

Allerdings haben nicht alle Hersteller aus Asien einen schweren Stand bei den Verbrauchern. So weist der südkoreanische Hersteller Hyundai sogar noch eine höhere Attraktivität als BMW, Opel und Renault auf. Im Gegensatz zu den chinesischen Marken ist Hyundai schon länger auf dem deutschen Markt vertreten und damit bekannter sowie mit größerem Servicenetz ausgestattet. (wa)

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