Sechs von 200 geplanten Ladepunkten sind nun in Betrieb.

Sechs von 200 geplanten Ladepunkten sind nun in Betrieb.

Bild: © Lichtblick

Von Daniel Zugehör

Der Ökostromanbieter hat in Reinbek bei Hamburg seinen ersten eigenen Schnellladestandort eröffnet. An einer Filiale der Warenhauskette Familia habe das Unternehmen drei Schnellladesäulen in Betrieb genommen, teilte es mit.

Die Säulen verfügen demnach über je zwei Ladepunkte mit jeweils bis zu 300 Kilowatt Leistung. "Ein echter Meilenstein", sagt Simon Schröder, Projektmanager bei Lichtblick E-Mobility. "Mit Reinbek geht unser Schnellladenetz in die Praxis."

25 Standorte geplant

Der jetzt eröffnete Standort markiert den Start für das geplante "QuickCharge"-Netz des Tochterunternehmens Lichtblick E-Mobility. Erklärtes Ziel ist es, bis Mitte 2026 rund 200 Ladepunkte an mehr als 25 norddeutschen Standorten aufzubauen.

Neue Rolle für Lichtblick

Der Einstieg in den Bau und Betrieb eigener Ladeinfrastruktur markiert eine strategische Wende. Das Hamburger Unternehmen konzentrierte sich bislang auf Ökoenergie- und Mobilitätsdienstleistungen. Zugleich forderte es, bestehende Infrastruktur für Dritte zu öffnen, Stichwort Durchleitungsmodell.

Betreiber von Ladenetzen, insbesondere Stadtwerke, kritisierte Lichtblick dafür, dass diese "regionale Monopole" unterhalten würden. Mit dem Aufbau eines Schnellladenetzes möchte sich das Unternehmen nun selbst auf dem Markt positionieren. Dabei kooperiert es mit der Bartels-Langness-Gruppe, einem der nach eigenen Angaben 15 größten Lebensmittelhändlern in Deutschland.

Test geplant

Die sechs neuen Ladepunkte in Reinbek seien für alle Elektroautofahrerinnen und -fahrer zugänglich. Im Rahmen eines Pilotprojekts für Unternehmen solle dort zudem das Durchleitungsmodell getestet werden, heißt es weiter. "Im neuen Jahr" sollen Fahrerinnen und Fahrer von Dienstwagen am Standort Reinbek auch ihren Unternehmensstromtarif nutzen können. Dabei falle eine "Infrastrukturabgabe" an, so Lichtblick. Wie hoch diese Abgabe ausfallen wird, "das prüfen wir im Rahmen der Pilotierung derzeit noch", erklärte eine Unternehmenssprecherin.

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