Blick auf das Straßenschild „Tesla Straße 1“ vor der Baustelle der Tesla-Fabrik.

Blick auf das Straßenschild „Tesla Straße 1“ vor der Baustelle der Tesla-Fabrik.

Bild: © Jörg Carstensen/dpa

Tesla-Chef Elon Musk ist wieder in Deutschland. Nur rund zwei Monate nach seinem jüngsten Besuch landete er wieder in Berlin – diesmal auf dem neuen Flughafen. Musk wollte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf der Baustelle der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautobauers in Grünheide bei Berlin „Arbeitsgespräche“ führen. Für Donnerstagabend ist ein Treffen mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) geplant.

Die Einstellung von Fachkräften ist für Musk offensichtlich Chefsache: Der Unternehmensboss kündigte bei Twitter selbst an, dass er erstklassige Ingenieure beschaffen wolle. An diesem Freitag wolle er persönlich vor Ort Bewerbungsgespräche führen. Musk gab auch gleich eine E-Mail-Adresse an, wohin Interessenten ihre Bewerbungen schicken können.

Vorläufige Genehmigungen

Der Tesla-Chef hatte schon bei früheren Besuchen angekündigt, er wolle regelmäßig nach Deutschland kommen. Im September war er erstmals in Grünheide. Davor hatte er Gespräche am Hauptsitz der Biotechfirma Curevac in Tübingen sowie in Berlin mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Vertretern der Unionsfraktion im Bundestag und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sowie Minister Steinbach geführt.

Tesla will in Grünheide vom kommenden Sommer an Elektroautos herstellen. Die umweltrechtliche Genehmigung für die Fabrik durch das Land Brandenburg steht bisher aus, Tesla baut aber mit mehreren vorläufigen Zulassungen für einzelne Bauschritte.

Sorge der Umweltschützer

Umweltschützer und Anwohner befürchten durch den Bau negative Folgen für die Natur. Der Produktionsstart wird beispielsweise viel Verkehr mit sich bringen. Deshalb gibt es Pläne zum Ausbau der Infrastruktur: Dazu zählen eine neue Anschlussstelle an die A10, eine neue Landesstraße als Querverbindung zwischen der A10 und der Landesstraße 23, Industriegleisanlagen und Park-und-Ride-Flächen. Dafür hat die Gemeinde Grünheide einen Bebauungsplanung vorgelegt.

Die Bürgerinitiative Grünheide hat einen Bürgerentscheid dazu vorgeschlagen. Bürgermeister Arne Christiani (parteilos) sagte jedoch, das sei ist im Bebauungsplan-Verfahren nicht vorgesehen. (dpa/hp)

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