Alle drei Städte werden von Skoda beliefert: Dabei muss der Hersteller auf die jeweiligen Besonderheiten achten.

Alle drei Städte werden von Skoda beliefert: Dabei muss der Hersteller auf die jeweiligen Besonderheiten achten.

Bild: © Henryk Sadura/AdobeStock

Die Städte Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel werden von Škoda mit neuen Straßenbahnen ausgerüstet. Die drei Verkehrsunternehmen Cottbusverkehr GmbH, Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt/ Oder und Verkehrsbetriebe Brandenburg haben dem tschechischen Anbieter den Zuschlag für den Bau erteilt, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung der Cottbusverkehr hieß. Škoda werde die Fahrzeuge ab 2023 liefern. Ausschlaggebend für die Wahl seien Themen wie der wirtschaftliche Betrieb, Barrierefreiheit, Raumnutzung, Energieeffizienz und Design gewesen, teilten die beteiligten Verkehrsunternehmen weiter mit. Die neuen Straßenbahnen sollen die 40 Jahre alten Tatra-Straßenbahnen ersetzen.
 

Für alle drei Städte sind den Angaben zufolge die ersten 24 Bahnen bereits bestellt worden. Das sei möglich gewesen, weil das Land Brandenburg für dieses gemeinsame Vorgehen finanzielle Unterstützung zusagte, hieß es. Im Jahr 2026 soll der Kauf in zwei Stufen abgeschlossen sein. Der Zusammenschluss der drei städtischen Verkehrsunternehmen für eine gemeinsame Beschaffung von Straßenbahnen sei den Angaben zufolge bundesweit einzigartig und neu.

Alle drei Städte haben unterschiedliche Rahmenbedingungen

Die Begründung dahinter: Da bei den drei beteiligten Verkehrsunternehmen unterschiedliche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Unterschiede bei Streckenprofilen, Bahnsteigbreiten, Brückenlasten und Anforderungen an den Fahrgastwechsel vorliegen, mussten für diese komplexe Aufgabenstellung vom Hersteller und den Verkehrsbetrieben gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Škoda habe diese jedoch geschafft. Bereits 2012 hatte es  erste Machbarkeitsprüfungen bezüglich einer übergreifenden Beschaffung der Verkehrsunternehmen gegeben. Die Unternehmen zeigten sich überzeugt, dass das Projekt den beteiligten Städten helfen werde, die Verkehrswende mit der Straßenbahn als Rückgrat des ÖPNV in den nächsten Jahren zu gestalten. Die Perspektive, Elektromobilität in Verbindung mit einem gemeinsamen wirtschaftlichen Ansatz zu schaffen, erfülle auch die Erwartungen des Landes Brandenburg für ein nachhaltiges Vorgehen in der Verkehrswende. (gun/dpa)

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