In Münster ist seit Mitte Dezember ein Wasserstoffbus der Stadtwerke Münster auf Testfahrt. Dabei zeigt sich, dass Wasserstoff ein wichtiger Träger der Verkehrs- und Energiewende werden kann, wie der Kommunalversorger mitteilt. Wie auch bei den ersten Elektrobussen 2015 erkenne man aber gleichwohl, dass der Stadtbusbetrieb noch eine Herausforderung für die Technik darstelle.
Bei den E-Bussen mit Batterie konnten diese behoben werden. Mit dem aktuellen Test will man dazu beitragen, dass auch die Wasserstofftechnik bei Bussen reift. Perspektivisch setzen die Stadtwerke bei der Elektrifizierung auf eine Mischung zwischen Bussen mit Batterie für kürzere Linien und solchen mit Wasserstofftank und Brennstoffzelle für längere Strecken.
Wasserstoffbus kann bei Reichweite mithalten
Die Reichweite des Wasserstoffes liegt wie avisiert bei über 350 km pro Tankladung. Dies entspreche der eines Dieselbusses, heißt es. Bei der Betankung arbeite man mit der Westfalen Gruppe zusammen, die bereits seit 2016 eine öffentliche Wasserstofftankstelle betreibt. Die derzeitige Auslastung sei allerdings noch gering, da es zu wenig Wasserstoffautos auf dem Markt gebe.
Derweil haben die Stadtwerke Münster weitere Wasserstoffbusse bestellt, bisher aber nicht erhalten. Das soll sich zum Jahreswechsel 2021/2022 ändern. Dafür kooperien die Stadtwerke mit dem Oldenburger Unternehmen Buses4Future. Durch die Zusammenarbeit erhält das innovative Start-up die Möglichkeit, den Markthochlauf der Brennstoffzellentechnik im realen Stadtbusbetrieb zu erproben.
Komplett alternativ unterwegs bis 2029
Bis 2029 wollen die Stadtwerke ihre Busflotte mit über 100 Fahrzeugen dann komplett auf alternative Antriebe umgestellt haben. 2021 möchte der Kommunalversorger einen großen Schritt in diese Richtung machen: Die Flotte soll von heute 17 auf 31 Busse bis Ende des Jahres fast verdoppelt werden. Im Falle weiterer Fördergelder sei sogar noch mehr möglich, heißt es weiter. (jk)



