Im nordrhein-westfälischen Münster entsteht eine Batterieforschungsstätte. Die Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) sei eines der größten Vorhaben dieser Art in Deutschland und weltweit einmalig, teilte das Landeswirtschaftsministerium mit.
Den ersten Bauabschnitt hat die federführende Fraunhofer-Gesellschaft jetzt eröffnet. In dieser "FFB PreFab" wird eine Musterlinie für die Batteriezellproduktion im Pilotmaßstab aufgebaut. Ein zweiter Bauabschnitt, das "FFB Fab" sei in Planung.
Großfertigung im Blick
Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft ist es, unterschiedliche Batteriezellformate zu erforschen und zum Beispiel Unternehmen eine industrielle Fertigung zu ermöglichen. Je nach Bedarf sollen einzelne Prozessschritte oder die gesamte Produktionskette erforscht werden.
820 Millionen Euro Förderung
Der Bund stellt bis zu 500 Millionen (Mio.) Euro für das Vorhaben bereit. Weitere 320 Mio. Euro kommen aus Nordrhein-Westfalen (NRW). Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht in der FFB einen Beitrag, den Industriestandort NRW sowie Arbeitsplätze zu sichern. Eine erste Anlage an dem Standort ging bereits Ende 2021 in Betrieb.
Ein Partner ist darüber hinaus der Siemens-Konzern, der Software und Hardware einbringt. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung prognostiziert, dass sich die Batterieproduktionskapazität in Europa bis zum Jahr 2025 auf mehr als 500 Gigawattstunden vervierfachen wird. (dz)



