Die baden-württembergische Landesregierung startet eine Bundesratsinitiative zur Änderung des EEG.

Die baden-württembergische Landesregierung startet eine Bundesratsinitiative zur Änderung des EEG.

Bild: © Luise/Pixelio

Mehr Akzeptanz von Windparks bei den Bürgern vor Ort, das ist das Ziel eines Antrags, den der brandenburgische Landtag am Mittwoch genehmigt hat. Eingebracht und unterstützt wurde das Vorhaben von den Fraktionen der SPD, Linken und Grünen.

Zwei grobe Richtungen werden künftig eingeschlagen: Einerseits sollen die Standortkommunen stärker an der Wertschöpfung von Windparks beteiligt werden, andererseits sollen die negativen Auswirkungen der Windräder für die Bürger minimiert werden. Damit mehr Geld aus Windenergieanlagen auf kommunaler Ebene hängen bleibt, fordert der Sprecher der SPD-Fraktion Ralf Holzschuher eine Regelung von Abgaben auf Bundesebene. Thomas Domres, Sprecher der Linken sieht darüber hinaus auch die Windkraftbranche in der Pflicht.

Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Windenergie (BWE) für Berlin/Brandenburg, Jan Hinrich Glahr sieht jedoch noch ein ganz anderes Problem für die Windenergie auf kommunaler Ebene. Laut EEG können sich Städte und Gemeinden an Winkraftanlagen von Bürgerenergiegesellschaften beteiligeln. Die Porjektierer müssen den jeweiligen Standorten sogar eine Beteiligung anbieten. Allerdings stehen die strengen Auflagen der Kommunalaufsicht der Kooperation von Kommunen und Projektgesellschaft im Weg. „Dafür brauchen wir schnelle und pragmatische Hilfestellungen aus dem Innenministerium und den Landkreisen“, so Glahr.

Neben neuen Anreizen für den Ausbau von Anlagen soll eine zentrale Beratungsstelle nach dem Vorbild der „Servicestelle Wind“ in Thüringen geschaffen werden, um die Bevölkerung vor Ort über mögliche Potenzial zu informieren. Spürbare Veränderungen werden sich für die Menschen vor Ort durch eine neue Technologie für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung ergeben. Das „nervige Blinken der Windmühlen“ wird nachts dann nur zu sehen sein, wenn tatsächlich ein Flugzeug in der Nähe der Anlage unterwegs ist, so Holzschuher. (ls)

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