Mehrere hundert Interessierte nahmen im Vorfeld des erfolgreichen Bürgerentscheids für einen weiteren Windpark in Tengen an zwei Dialogveranstaltungen der Kommune teil.
© Stadtverwaltung Tengen.

Mehrere hundert Interessierte nahmen im Vorfeld des erfolgreichen Bürgerentscheids für einen weiteren Windpark in Tengen an zwei Dialogveranstaltungen der Kommune teil. © Stadtverwaltung Tengen.

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32,7 Prozent aller Bürger der baden-württembergischen Gemeinde stimmten am Sonntag für den Bau eines weiteren Windparks – dagegen stimmten 16,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung an dem Bürgerentscheid lag bei 49,52 Prozent. 65,96 Prozent der abgegebenen Stimmen stimmten für Ja und 33, 82 Prozent für Nein. Zur Frage stand, ob eine Fläche der Stadt für den Bau eines Windparks in dem Teilort Watterdingen an die Singener Firma Solarcomplex verpachtet werden soll. Geplant sind  drei Windräder, die künftig Strom für bis zu 30.000 Menschen produzieren sollen. In dem Tengener Teilort Wiechs am Randen befindet sich bereits der Windpark Verenaforen

"Ich freue mich außerordentlich über das Wahlergebnis, in dem sich eine deutliche Mehrheit für die Verpachtung der Flächen im Gewann Brand in Watterdingen für drei weitere Windräder ausspricht", sagte der 29-jährige Bürgermeister Marian Schreier (SPD) bei der Verkündung des Bürgerentscheids. Für ihn zeige das Ergebnis, dass gerade ein solch kontroverses Thema eine politische und gesellschaftliche Mehrheit finden kann. Dazu beigetragen habe sicher auch die breite Bürgerbeteiligung im Vorfeld der Abstimmung mit Informations- und Diskussionsabenden.

Intensiver Bürgerdialog – "Open Government"

So führte die 4600 Einwohner zählende Kommune unter anderem zwei Dialogveranstaltungen zu dem Vorhaben durch, an welchen mehrere hundert Bürger teilnahmen. Die Ergebnisse und auch noch offene Fragen wurden dann jeweils auf der Internetseite der Kommune veröffentlicht. Zudem setzt die Gemeinde seit Jahren auf "Open Government" unter anderem durch einen Leitbildprozess, ein elektronisches Rathausinformationssystem sowie die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen.

Laut Schreier stehen nun Verhandlungen der Pachtverträge zu dem Vorhaben an. Anschließend würden Untersuchungen zum Natur- und Artenschutz durchgeführt, auch Windmessungen würden nochmals vorgenommen. Ab kommendem Jahr soll das Genehmigungsverfahren starten, der Baubeginn ist für frühestens 2022 geplant. (hcn)

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