Deutschland muss keinen Blackout infolge des Corona-Virus befürchten, beschwichtigen Verbände und Behörden.

Deutschland muss keinen Blackout infolge des Corona-Virus befürchten, beschwichtigen Verbände und Behörden.

Bild: © PaulPaladin/AdobeStock

„Die Energieversorgung ist derzeit weder gefährdet noch beeinträchtigt", erklä rte der stv. VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels. Stadtwerke und Verteilnetzbetreiberwürden dennoch vorsorglich  Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen und damit für eine stabile Energieversorgung bei möglichst geringer Gefährdung ihre Mitarbeiter zu sorgen. "Dazu gehören unter anderem die Nutzung von Home-Office, wo es möglich ist, die Vermeidung von Kundenkontakten, der Aufbau von getrennt voneinander agierender Teams sowie die frühzeitige Identifizierung möglicher Engpässe, um die betrieblichen Kernfunktionen auch im Infektionsfall aufrecht zu erhalten“, so Wübbels.

«Derzeit sehen die Unternehmen kein Risiko für die Versorgungssicherheit», bestätigt auch die Vorsitzende des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, am Freitag. Die Versorger führten regelmäßig Risikobewertungen durch, «da sich die Lage national und international als sehr dynamisch abzeichnet».

Leitwarten gerüstet für den Notfall

Auch die Bundesnetzagentur, die darüber wacht, dass die Stromversorgung in Deutschland gesichert bleibt, beruhigt. «Die Betreiber der Übertragungsnetze sind nach unserer Einschätzung bestmöglich vorbereitet», sagte ein Sprecher. Die vier Betreiber dieser Übertragungsnetze – Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW – sind für die Stabilität der Stromversorgung verantwortlich. Sie sehen sich ebenfalls gewappnet. «Grundsätzlich sind wir in unseren Leitwarten für alle Notlagen gerüstet, weit über die derzeitige Bedrohung durch das Coronavirus hinaus», versicherten sie.

Alle wichtigen Einheiten seien mehrfach abgesichert, sagte eine Tennet-Sprecherin. So gebe es bei Tennet zwei zentrale Schaltwarten, die sich gegenseitig ersetzen könnten. In den Schaltwarten wird das Netz gesteuert und überwacht. Zu konkreten Vorsorgemaßnahmen äußerten sich die Übertragungsnetzbetreiber zurückhaltend. Für die Beschäftigten in den Leitwarten und andere Teams gebe es besondere Anforderungen insbesondere auch bei der Frage, welche Kontakte nach außen noch möglich seien.

Westnetz sieht ebenfalls keine Probleme

Beim Verteilnetzbetreiber Westnetz, der rund 7,5 Millionen Menschen mit Strom und Gas versorgt, hieß es: «Wir sehen für unsere Netzgebiete derzeit keine Auswirkungen auf die Energieversorgung.» Bestehende Notfälle seien «aus gegebenem Anlass überprüft und bereits dezidierten Funktionstests unterzogen» worden.

Zuvor hatte schon der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches Entwarnung gegeben. Auch beim Trinkwasser sehe man keine Gefahren. Siehe auch Corona-Ticker: https://www.zfk.de/politik/deutschland/artikel/a25fdc8d870ac2adf32678e01353a394/corona-ticker-2020-03-13/ (dpa/sg)

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