Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke

Bild: © Marta Ifrimopti

Der Jurist Stephan Stracke  ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags und vertritt den Wahlkreis Ostallgäu. Seit 2014 ist er stellvertretender Vorsitzender und arbeits-, sozial-, gesundheits- und familienpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe.

Am Montagabend wurde der 47-jährige von der CSU-Landesgruppe im Bundestag als stellvertretender Fraktionsvorsitzender für den Bereich Gesundheit, Naturschutz und nukleare Sicherheit benannt.

Bis zum 8. März von Nüßlein vertreten

Diese Bereiche wurden bis zum 8. März dieses Jahres von Georg Nüßlein als stellvertretendem CDU/CSU Fraktionsvorsitzendem vertreten. Er war auch Mitglied der Verhandlungsgruppe mit der SPD zur Nachbesserung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Am 8. März trat Nüßlein jedoch infolge der Maskenaffaire aus der CSU aus und verlor damit auch diese Funktion.

Aufgabengebiet im Bereich Energie und bei den EEG-Verhandlungen noch nicht ganz klar

Im Laufe des Dienstagabends muss nun Stracke noch von der CDU-Bundestagsfraktion in der von der CSU vorgeschlagenen Funktion bestätigt werden.

Damit könnte er auch in die interfraktionelle Verhandlungsgruppe zum EEG mit der SPD aufrücken. Allerdings ist dies sowie das Aufgabengebiet von Stracke im Bereich Energie für die CDU/CSU-Fraktion derzeit laut Angaben der CSU-Landesgruppe im Bundestag gegenüber der ZfK noch nicht umfassend geklärt.

Nachfolge von Pfeiffer soll zeitnah geregelt werden

Zudem steht die Wahl bzw. Benennung eines Nachfolgers des energie- und wirtschaftspolitischen Sprechers der Unions-Fraktions Joachim Pfeiffer an. Laut Angaben des stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Jung gegenüber der ZfK soll dies in den nächsten Tagen passieren. Pfeiffer hat dieses Amt am vergangenen Samstag niedergelegt.

Aufgrund des Ausscheidens von Nüßlein und Pfeiffer bzw. Korruptionsvorwürfen stockten auch die Nachverhandlungen mit der SPD zum EEG. Durch die Benennung von "Nachrückern" könnten auch die EEG-Verhandlungen wieder aufgenommen werden. (hcn)

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