Die B&O Gruppe, Ecoworks, Renolution sowie Wayss & Freytag haben Komplettlösungen vorgestellt, mit denen sie Mehrfamilienhäuser der 1950er bis 1970er Jahre nach dem Energiesprong-Prinzip auf einen „Net-Zero“-Standard sanieren können. Das bedeutet, dass in und auf den Gebäuden im Jahresmittel so viel Energie erzeugt werden kann, wie für Heizung, Warmwasser und Strom benötigt wird. Die Lösungen wurden am 5. März 2020 bei der Veranstaltung „Net Zero Now. Für klimafreundliches und bezahlbares Wohnen“ vorgestellt.
Mit der Fischbach Gruppe arbeitet ein fünftes Bauunternehmen intensiv an einem tragfähigen Angebot für klimaneutrale Komplettlösungen bei Gebäudesanierungen. Die neuen Lösungen wurden im Rahmen des Accelerator Programms der Energiesprong-Initiative entwickelt. Diese Initiative wird von der Dena koordiniert und durch das EU-Förderprogramm „Interreg NWE – Must be 0“ unterstützt. Die Bauunternehmen wurden durch ein Marktentwicklungsteam und internationale Energiesprong-Experten gecoacht.
Voll digitalisiert: serielle Bauprozesse
Beim seriellen Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip handelt es sich um einen international ausgezeichneten, digitalisierten Bauprozess mit vorgefertigten Elementen für Fassade, Dach und Haustechnik, mit denen Gebäude schnell, klima- und mieterfreundlich saniert werden können. In Deutschland wird Energiesprong von der Dena koordiniert und vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen unterstützt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert das Projekt.
Die Initiative stößt auf ein erkennbares Interesse in der Immobilenwirtschaft. Mit dem „Volume-Deal“, einer gemeinsamen Absichtserklärung von Wohnungswirtschaft und Bauwirtschaft, gelang am 26. November 2019 ein erster Durchbruch bei der Marktentwicklung serieller Sanierungslösungen in Deutschland. Darin bündeln 22 Wohnungsunternehmen ihre Nachfrage und stellen 11.635 Wohnungen bereit, die in den nächsten vier Jahren seriell saniert werden sollen. (sig)



