Eine neue Stimme für die „Energiewende von unten“ will der Bundesverband Edna Energiemarkt & Kommunikation kleinen und mittleren Unternehmen verleihen, sagt Geschäftsführer Rüdiger Winkler.

Eine neue Stimme für die „Energiewende von unten“ will der Bundesverband Edna Energiemarkt & Kommunikation kleinen und mittleren Unternehmen verleihen, sagt Geschäftsführer Rüdiger Winkler.

Bild: © Press'n'Relations

Ziel von evu+ ist es, über alle Marktrollen hinweg das Funktionieren des Marktes zu sichern, ohne dabei die begrenzten Ressourcen der kleinen und mittleren Unternehmen aus den Augen zu verlieren, teilte Edna mit.
Auf der Plattform der Initiative evu+ sollen die Entbürokratisierung der Regulierung beschleunigt, die Erneuerbaren Energien und damit die Demokratisierung der Energiewirtschaft vorangetrieben und die Wertschöpfung vor Ort erhalten werden. Dazu seien auch neue Technologien sowie eine weitgehende Digitalisierung der Marktprozesse notwendig.

Politische Vorgaben belasten vor allem kleine und mittlere Versorgungsunternehmen

Schon während der Gründungsphase im Jahr 2020 hatte sich die Initiative unter anderem für eine De-minimis-Regelung bei Post-EEG PV-Anlagen stark gemacht.

Die kleineren und mittleren Versorger und Netzbetreiber übernehmen mit der Dezentralisierung in wachsendem Maße Verantwortung und gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig orientiert sich die Regulierung des Marktes jedoch nach wie vor an den großen Versorgungsunternehmen und ihren Strukturen, da diese in den Gremien und Verbänden einen überproportional großen Einfluss haben.

„Die Folge: Viele Vorgaben belasten gerade die kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen über die Maßen. Ihre Handlungsfähigkeit vor Ort wird durch die Regulierung und Gesetzgebung deutlich eingeschränkt und behindert", beschreibt Edna-Geschäftsführer Rüdiger Winkler einen der Auslöser für die Gründung der evu+.

Entbürokratisierung und Wirtschaftlichkeit

Ein weiteres Ziel der Initiative evu+ ist die Entbürokratisierung der Regulierung, die Verschlankung energiewirtschaftlicher Prozesse und die konsequente Berücksichtigung der kleinen und mittleren Unternehmen bei der Regelsetzung.
Zudem fordert die Initiative evu+, die Energiewende volkswirtschaftlich sinnvoll aber auch betriebswirtschaftlich machbar zu gestalten, gerade für kleine und mittlere Versorger.

Denn diese würden vor Ort einen unverzichtbaren Beitrag zur lokalen Wertschöpfung und zum Klimaschutz leisten – durch Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Einbindung des örtlichen Handwerks sowie die Vernetzung mit den Bürgern und der Verwaltung. Ihre Handlungsfähigkeit vor Ort darf auch in Zukunft durch die Regulierung und Gesetzgebung nicht eingeschränkt werden. (sg)

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