Rund 130 Kommunen haben bereits einen Förderantrag für Experten gestellt, die sie im Kampf gegen die Klimakrise zum Beispiel mit Projekten zur Bodenentsiegelung unterstützen sollen.

Rund 130 Kommunen haben bereits einen Förderantrag für Experten gestellt, die sie im Kampf gegen die Klimakrise zum Beispiel mit Projekten zur Bodenentsiegelung unterstützen sollen.

Bild: © finecki/AdobeStock

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat den ersten beiden Kommunen in Deutschland Förderbescheide für die Einstellung sogenannter Klima-Anpassungsmanager ausgestellt. Die neuen Personalstellen für Experten wie Wasserbauingenieur:innen oder Biolog:innen sollen Kommunen in Deutschland helfen, sich besser an die Folgen der Erderwärmung, wie etwa Starkregen oder Hitzewellen, anzupassen.

Wie Lemke am Donnerstag in einer Online-Veranstaltung mitteilte, gehen die ersten Bescheide der neu geschaffenen Bundesförderung an die hessische Kreisstadt Dietzenbach und an den Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Dietzenbach erhält knapp 148.000 Euro und Stormarn etwa 177.000 Euro.

Mehr als 100 Stellen geplant

Das Geld soll unter anderem in Wassermanagement-Projekte oder Maßnahmen gegen Flächenversiegelung fließen, die die neuen Klimaexperten in den Kommunen vorantreiben sollen. Bis Jahresende will das Ministerium mit dem Fördergeld mehr als 100 Stellen für Klima-Anpassungsmanager geschaffen haben (wir berichteten).

Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm «Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS)», das mit jährlich rund 14 Mio. Euro ausgestattet ist. Bislang haben nach Angaben des Ministeriums bereits rund 130 Kommunen einen Förderantrag gestellt. Die Förderung ist auf zwei bis fünf Jahre angelegt.

„Passgenaue“ Maßnahmen

Schon jetzt sei die Klimakrise in allen Städten und Landkreisen zu spüren, erklärte Lemke. Deutschland müsse Vorsorge für die Kommunen betreiben, die besonders betroffen sein könnten. Dort würden die Menschen die Auswirkungen «ganz hautnah» zu spüren bekommen, aber auf unterschiedliche Weise. Deshalb müssten die Maßnahmen «passgenau» sein. Das sollen die neuen Anpassungsmanager gewährleisten. (dpa/hp)

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