Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grüne) posiert während seines Besuchs beim Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron für die Kameras.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grüne) posiert während seines Besuchs beim Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron für die Kameras.

Bild: © Swen Pförtner/dpa

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die neue Heizungsförderung weiter geöffnet. Seit Dienstag können auch Unternehmen, Eigentümer vermieteter Einfamilienhäuser und Wohneigentümerschaften Anträge stellen. Das teilte das von Bündnis 90/Die Grünen geführte Ministerium mit.

Die Wärmepumpen- und die Solarthermiebranche erhoffen sich dadurch einen Nachfrageschub. In den vergangenen Monaten waren ihre Absatzzahlen deutlich eingebrochen.

Zwei Öffnungsschritte bislang

Die Bundesregierung hatte die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), wodurch klimafreundliche Heizungen bezuschusst werden, für dieses Jahr neu aufgesetzt. Bereits seit dem 27. Februar können Eigentümer für die Heizungsumstellung zusätzlich einen Klimageschwindigkeits- und einen Einkommensbonus erhalten.

Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern ist die neue Heizungsförderung seit 28. Mai möglich. Die Mittel kommen aus dem Klima- und Transformationsfonds, einem sogenannten Sondervermögen der Bundesregierung.

Mehr als 22.000 Anträge

Zuletzt waren die Förderanträge im Rahmen des BEG wieder angezogen. Seit Start des überarbeiteten Förderprogramms im Februar stieg die Zahl der bewilligten Anträge monatlich.

Waren es im Februar lediglich rund 2100 Zusagen, stieg der Wert im Juni auf 17.000. Im Juli waren es dann knapp 18.000, wie aus Zahlen des Ministeriums hervorgeht. Ausgewertet wurden hierbei Zusagen ohne Zusatzanträge. Mit Zusatzanträgen waren es im Juli sogar mehr als 22.000.

Branchenkenner noch unsicher

Der Großteil der bewilligten Förderungen entfiel auf Wärmepumpen. Wurden im März gut 7000 derartige Anträge bewilligt, waren es im Juli fast 14.000.

Noch sind sich Branchenkenner unsicher, wie nachhaltig der jüngste Anstieg bei den Wärmepumpenzahlen ist. Positiv sei, dass seit diesem Monat auch die Wohnungswirtschaft und Eigentümer von Nichtwohngebäuden in die Förderung einsteigen würden, hieß es. "Außerdem dürften die neuen Regelungen für Hochwassergeschädigte sorgen." Jetzt könnte auch die Ausweitung der neuen Heizungsförderung neuen Schwung bringen. (aba)

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