Sachsen: Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks beseitigen am Krippenbach Geröll. Extreme Regenfälle von teils mehr als 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden haben am Samstag in der Sächsischen Schweiz zu Überflutungen geführt.

Sachsen: Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks beseitigen am Krippenbach Geröll. Extreme Regenfälle von teils mehr als 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden haben am Samstag in der Sächsischen Schweiz zu Überflutungen geführt.

Bild: © Robert Michael/dpa

Noch immer sind rund 30.000 Menschen von ursprünglich 200.000 im Gebiet der Westnetz ohne Strom (Stand: Montagnachmittag).

Eon-Mitarbeiter waren nach Angaben des Konzerns das ganze Wochenende im Einsatz und werden auch in den kommenden Tagen mit Hochdruck daran arbeiten, die Versorgung wieder zu sichern. Die Anzahl der Menschen ohne Strom im Gebiet der Eon-Tochter Westnetz konnte demnach innerhalb weniger Tage von 200.000 auf etwa 30.000 am Montagmittag gesenkt werden. Die genaue Zahl sei aufgrund der enormen Zerstörungen und Evakuierungen nur sehr schwer zu ermitteln.

Konzern-Töchter helfen bei Krisenbewältigung

Parallel sei Hilfe von anderen Unternehmen aus dem Konzern unterwegs in die Krisenregionen. Die Eon-Tochter Bayernwerk etwa entsandte am Sonntag vier mobile Tankanlagen inklusive Bedienungspersonal sowie am Montag 21 Notstromaggregate, eine mobile Trafostation sowie Ersatzteile in die betroffenen Gebiete. Während die Notstromaggregate die örtliche Stromversorgung unterstützen sollen, kann die mobile Trafostation für die Anbindung des Ortsnetzes an das Mittelspannungsnetz genutzt werden. Die Tankanlagen dienen dazu lokale Notstromaggregate zu versorgen.

Mitnetz Strom lieferte ein mobiles Hochwassersystem in das Krisengebiet. Es besteht aus zwei parallel nebeneinander liegenden und fest miteinander verbundenen PVC-Schläuchen und kann damit den Aufbau von Schutzwänden mit Sandsäcken ersetzen. Die PVC-Schläuche werden ausgelegt, miteinander verbunden und mit Wasser gefüllt. Ein solcher Schlauchdamm ist schneller aufgebaut als ein vergleichbarer Sandsackdamm, erklärte Eon. Insgesamt 35 Netzmitarbeiter aus Regionen des Mitnetz-Strom-Netzgebietes wurden mit Einsatzfahrzeugen in die Flutregionen entsandt. Das Unternehmen unterstützt darüber hinaus mit zehn Netzersatzanlagen und erforderlichem Arbeitsmaterial.

Eon stellt Kongresszentrum für Betroffene zur Verfügung

Die Süwag-Netztochter Syna ist seit Donnerstag mit bis zu 20 Syna-Mitarbeitern aus den Service-Teams sowie den Kompetenz- und Messteams im Einsatz und unterstützt die Betroffenen vor Ort – teilweise bis tief in die Nacht. Mit drei mobilen Stationen, einem 650 Kilovoltampere -Aggregat und sechs Notstromaggregaten stellen die Mitarbeiter in den Gemeinden und Ortschaften rund um Sinzig, Dernau und Müsch die Stromversorgung wieder her.

Im Eon-eigenen Kongresszentrum im rheinland-pfälzischen Wanderath werden Zimmer kostenlos zur Verfügung gestellt. Dort sind zurzeit 150 Personen untergebracht, die entweder direkt vom Unwetter betroffen sind oder bei den Reparatur- und Versorgungsarbeiten vor Ort helfen.

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